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Amsterdam: Wie bei Oma in der Stube

IMG_1942Junge Studenten fläzen sich gemütlich auf loungigen Matratzen vor einem Café, genießen endlich die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings. Ein paar Tulpenhändler versuchen, auf der Grachtenbrücke ihre Ware an den Mann zu bringen. Es ist dieses herrlich offene Lebensgefühl, was diese Hafenstadt so anziehend macht. Ich bekomm‘ direkt gute Laune, als ich zu dem hippsten Brunch-Laden Amsterdam s in dem alternativ-schicken Stadtviertel „Jordaan“ aufbreche.

In der Goudsbloemstraat 91 fühle ich mich direkt wie zu Hause, oder besser gesagt, wie bei meiner Großmutter: Ein paar gemütliche Sofas aus Omas Zeiten stehen herum, Blümchenlampen und Kronleuchter auf den Tischen, eine 100 Jahre alte Bar mit Apotheker-Flaschen vor der Küche, an den Wänden provokante Fotografien heimischer Künstler. Ein richtiges Wohnzimmer-Bistro mit ganz viel Charme: eben „a really nice place“. 2011 haben die Besitzer Tanya und George die Idee – ein gemütliches Brunch-Café, das nur am Wochenende auf hat – in die Tat umgesetzt. Die Ex-Banker aus Kanada hatten vor sechs Jahren zunächst mit der Organisation von Parties begonnen und ihre Alltagsjobs beibehalten. Doch mit der Eröffnung des „really nice place“ konzentrierten sie sich dann ganz auf das Café.

securedownloadZum späten Frühstück probiere ich die Eier Benedikt, die reinste Sünde, denk‘ ich mir, aber superlecker: pochierte Eier mit Speck und Sauce Hollandaise auf getoasteten English Muffins. Dazu frisch gepressten O-Saft und einen Chai Tee mit viel Milch. Die Amsterdam er am Nebentisch schütteln den Kopf und prosten mir mit ihrem Bloody Mary zu. Eine weitere Spezialität des Lokals, für die Lokalen wohl nichts Ungewöhnliches. Doch für mich noch viel zu früh… Neben dem Brunch veranstalten Tanya und George übrigens freitags kleine individuelle Pop-up Dinner und sonntags Kinonächte.

Foto-5Nach dem köstlichen Essen schlendere ich pappesatt noch zum Noordermarkt, keine fünf Minuten von dem Lokal entfernt. Auf dem kleinen Straßenmarkt vor der Noorderkerk gibt’s montags Vintage-Mode und samstags Kräuter, Biokäse, frisch gebackenes Brot. Ich nasche an den Käseständen ein paar holländische Spezialitäten. Lecker, doch ich brauch‘ jetzt eher was Süßes zum Nachtisch. Am Ende des Marktes werde ich Gott sei dank fündig: Beim Café Winkel stehen Massen in der Schlange. Was gibt’s denn hier Tolles? „Den leckersten Appeltaart unserer Stadt“, erklärt mir eine nette Studentin. Mit einem Stück Apfelkuchen und viel Sahne obendrauf sitz‘ ich eine Viertel Stunde später in der Sonne, draußen vor dem Café. Ich schließe die Augen: ein schönes Lebensgefühl – und rundum satt!IMG_1964IMG_1931

www.reallyniceplace.com

www.iamsterdam.com

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