Reisen
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Arizona – im Land der Cowboys und Indianer

Quadrat_Autoschild_DSC_0140Angekommen in Arizona! Sonne, Staub und supernette Menschen. Es gibt Länder, zu denen man einen besonderen Bezug hat. Der Wilde Westen ist für mich so ein Sehnsuchtsziel. Freiheit, Abenteuer und in den Sonnenuntergang reiten. Ein Kindertraum wird wahr!

Scherenschnitt von einem Goldsucher mit Esel

Vollgepackt und einem Esel als einzigem Vertrauten zogen die Goldgräber durch den Wilden Westen

Als Kind habe ich Karl May verschlungen und immer davon geträumt, auf meinem Hatatitla Lasso schwingend durch die Prärie zu reiten und Abenteuer zu erleben. Um den üblichen Bösewichtern auch gewachsen zu sein, haben wir mit Pfeil und Bogen auf Sandsäcke, die Santer hießen, geschossen und uns im Bikini im Freibad im Messerwerfen geübt, was einmal einen Rausschmiss zur Folge hatte.

Karl May hat es selbst ja nie in den Wilden Westen geschafft, sondern sich sein Wissen aus Büchern angelesen. Um zu überprüfen, wie gut die waren, habe ich auch meine alten Bände (die schönen grün-goldenen) vom Dachboden hervorgekramt und geschmökert. Wunderbare Recherche, ganz offen und nicht mit der Taschenlampe unter der Bettdecke.

Unser Van von Detours

Unser Reise-Vehikel von Detours. Guide Jojo ist genial und kennt die Geschichte, als ob er grad dabei war

Statt hoch zu Ross, reisen wir mit einem bequemen und klimatisierten Van. Unser Guide heißt Jojo, kommt ursprünglich aus Bayern und ist eine Wucht. Eigentlich weiß er alles, und was er nicht weiß, erzählt er nach nächtlicher Recherche. Herrlich! Danke, Jojo!

Ein erster Stopp ist in der ehemaligen Goldgräberstadt Ghost Field. In der Hochzeit

Turmuhr des Bahnhofs von Goldfiel

Wild West Feeling in der Geisterstadt Goldfield. Kaum zu glauben, dass hier früher wirklich Goldsucher ihr Glück suchten

brummte das kleine Städtchen. Goldschürfer, Tagediebe, Trunkenbolde und andere zwielichtige Gestalten suchten nach dem schimmernden Glück. Es muss eine Sucht gewesen sein. In Goldfield kann man eine alte Mine besichtigen. Etwas ruckelig und dunkel ist die Fahrt unter Tage. Heute hell erleuchtet, war der Schacht früher eine dunkle, stickige Hölle. Zwölf Stunden dauerte eine Schicht und jeder Arbeiter hatte vier Kerzen zur Verfügung. Für einen Moment knipst Guide Mungo das Licht aus und erhellt den Stollen mit einem Stumpen. Viel bringt das nicht. Als ein kleines Mädchen zu weinen anfängt, schaltete er schnell das Licht wieder an. Spaßig ist anders.

Förderturm der Goldmine in Goldfield

Gold suchen ist Schwerstarbeit. Dunkel, stickig und saugefährlich war die Plackerei unter Tage. Pech, wenn dann nichts gefunden wurde

Wieder über Tage, erkunde ich die Hauptstraße mit ihren Shops, dem Saloon und dem Gefängnis und atem Westernluft. Es sieht aus wie im Film, nur dass der erst einmal kein Ende hat.

Kategorie: Reisen

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Schon als Kind wollte ich nur eins: Raus in die Welt, Abenteuer erleben. Fernweh und Abenteuerlust stacheln mich noch immer an. Ob alleine, mit meinem Reisekind und meinen Hunden, reise ich am liebsten abseits der ausgetretenen Pfade und ich halte es wie Susan Sontag: „Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.“

2 Kommentare

  1. Dörte sagt

    Ich auch Karl May schmökernd, als Kind — alle Bände, die Vaters Vorrat zu bieten hatte : )

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