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Schatzsuche!

Panorama der Superstition Mountains

Jail_quadrat_DSC_9482 Irgendwo in den Superstition Mountains soll sie sein: die legendäre Goldmine von Jacob Waltz. Sich nie mehr um Geld sorgen zu müssen, Gold im Übermaß, gerade in diesen Zeiten, das hat doch was. Also, Esel, Sieb und Schürfwerkzeuge (was braucht man da eigentlich?) kaufen und los. Metalldetektoren und anderes moderne Gerät sind in den Bergen verboten.

Gefängnis im Superstition Mountain Museum

Wo es Gold gibt, tummeln sich auch Bösewichter aller Art, also gibt es auch ein Alibi-Gefängnis. Lange saß keiner, der Galgen ist gleich gegenübe

„Nehmt nur ausreichend Wasser mit, da haben sich schon viele verschätzt!“, warnt Guide Charly im Superstition Mountain Museum, der den Glanz in unseren Augen gesehen hat, der unweigerlich kommt, wenn es um Gold geht. Sein Lockruf hat etwas Sirenenhaftes. In Arizona kennt die Geschichte der verschollenen Goldmine des „Dutchman“, wie der Deutsche Jacob Waltz hier genannt wird, jedes Kind.

Angenehm warm ist es hier bereits im Frühjahr, im Sommer wird es unerträglich heiß. Dann brennt die Sonne vom Himmel, alle Lebewesen suchen Schutz im Schatten und warten auf die wohltuende Kühle der Nacht. Ohne Wasser kommt der Tod schnell und die Geier und andere Aasfresser warten schon. 

Um 1840 soll der gebürtige Preuße an der Ostküste angekommen sein. Arm und 

Panorama der Superstition Mountains

Schön und gefährlich – die Superstition Mountains in Arizona. Irgendwo in den Bergen soll die vergessene Goldmine des „Dutchmans“ liegen

arbeitslos, machte er sich auf nach Kalifornien, ins Goldgräber-Paradies. Jacob Waltz hatte Pech, fand nichts.  Schuftete noch härter, blieb aber weiterhin ein armer Schlucker. Jahrzehnte später versucht er sein Glück in Arizona. Gerüchten nach gebe es Mengen an Silber und Gold in den Superstition Mountains. Dumm nur, dass das Gebiet heiliges Apachenland war und die Indianer, jeden töteten, den sie erwischten.

Dem wackeren Waltz war das egal. Oder auch nicht? Auf jeden Fall kam er mit Säcken voller Gold zurück nach Phönix. Wo er den Schatz gefunden habe, wollten alle wissen. „Eine super Mine in den Superstition Mountains“, war die einzige wie vage Antwort. Viele machten sich auf, die Wundermine zu suchen. Wenige kamen zurück, erschöpft, frustriert und mit leeren Händen.

Saguaro Kaktee und die Autorin

Riesenkakteen gibt es hier viele. Doch essbar sind die Saguaros, entgegen vieler Western, nicht

Waltz versoff und verprasste seine Nuggets. Nachdem die Säcke leer waren, hauste er in ärmlichen Bedingungen in Phönix. Nachschub gab es keinen, dafür Zweifel an der Echtheit seiner Geschichte.  Manche behaupten, er habe das Gold einer mexikanischen Familie gefunden, die den Apachen zum Opfer gefallen waren und mit den glänzenden Steinen nichts anfangen konnten und sie einfach wegwarfen. Andere glauben, Waltz habe irgendwo anders eine Mine entdeckt. Wie dem auch sei, noch immer lockt die Geschichte Goldsucher in die Berge und noch immer kehren nicht alle zurück.

Nackte Äste mit kleinen Vögeln

Die Geier warten schon. Ok, Geier sehen anders aus, aber mir gefiel das Bild

Ich habe es erst gar nicht versucht. Keine Zeit. Aber ich komme wieder, um in den Superstition Mountains zu wandern. Vielleicht, wer weiß, stoße ich ja zufällig auf die Mine … Jede Legende hat einen wahren Kern.

Das Superstition Mountain Museum ist einen Besuch wert

http://superstitionmountainmuseum.org/

Die Reise wurde unterstützt vom Arizona Office of Tourism (AOT)

Kategorie: Reisen

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Schon als Kind wollte ich nur eins: Raus in die Welt, Abenteuer erleben. Fernweh und Abenteuerlust stacheln mich noch immer an. Ob alleine, mit meinem Reisekind und meinen Hunden, reise ich am liebsten abseits der ausgetretenen Pfade und ich halte es wie Susan Sontag: "Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste."

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