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Hamburg: Geheimtipps für das Schanzenviertel

5x5_Lampion_P1060991Hamburg hat viele schöne Ecken. Eine der abwechslungsreichsten und eine meiner Lieblingsplätze in Hamburg ist das Schanzenviertel, kurz Schanze genannt. Eigentlich dürfte ich nur ohne Kreditkarte herkommen, denn die Versuchung lauert überall. Meine Tipps für einen kleinen Rundgang durch’s Schanzenviertel.

Wir Reisefedern hatten ja am Wochenende unseren wunderbaren Workshop in Bremen und voller Euphorie wollte ich doch gleich einen Punkt umsetzen: Geheimtipps aus einer Stadt. Nun ja, Tipps aus ganz Hamburg, geht nicht. Also, dachte ich, dann eben Geheimtipps aus Hamburger Stadtteilen. Frederik und Jule geschnappt und ins Schanzenviertel gefahren, einen meiner Lieblingsstadtteile.

Eigentlich wollte ich nur ein paar Fotos von den schönsten Ecken machen und bald wieder zu Hause sein. Von wegen.

Ladenschild von Lille/Stor

Frisch, frech und hat nicht jeder: Skandinavisches von Lille/Stor

Die erste Versuchung liegt wenige Meter hinter der S-Bahn Sternschanze in der Schanzenstraße 97: Lille/Stor. Ich kann gar nicht anders und muss in den Laden gehen. Das Beste aus Skandinavien: Süße Sachen für die Kleinen und Schönes für die Großen, dazu nettes Spielzeug. Heute hatte ich Glück und nichts gekauft, was auch daran lag, dass Freddie quengelte, er wolle dies, das und auch noch jenes.

Weil Michaels Geburtstag naht, inspizierte ich kurz Design & Art, Schanzenstraße 83. Die haben super schöne, auf Leinwand aufgezogene Hamburg Fotos.

Bunte Tücher, Stoffe im Fenster von Addiwan

Kunsthandwerk, Körbe und vor allem Tücher. Da werde ich schwach

Unser Rundgang geht wieder zurück und links in die Susannenstraße. Ein Shopping-Paradies! Kleine Mode-Boutiquen und Läden für hübschen Krims-Krams, Kunsthandwerk, Tücher, Stoffe…. Etwa: Das Dorf, ein Laden, der das Adjektiv schnuckelig verdient, im Addiwan sind Hundies und Handies sind nicht gerne gesehen, also diesmal nicht. Und, wer es schicker mag: Fräuleinwunder. Einziger Nachteil: Viele Läden liegen nicht ebenerdig, mit Kinderwagen ein Problem.Gut für meinen Geldbeutel.

Autonomes Kulturzentrum Rote Flora in Hamburg

Steine des Anstoßes: Die Rote Flora im Schanzenviertel ist ein autonomes Kulturzentrum, um das sich Stadt und Eigentümer gerade wieder einmal streiten

Auch die Rote Flora muss man mal gesehen haben. Zur Zeit ist das alte Theater wieder in aller Munde. Dafür rechts auf das Schulterblatt abbiegen. Im Sommer reihen sich auf dem breiten Gehsteig Tisch an Tisch. Viele Portugiesen sind hier, weshalb die Straße auch Galao-Strich genannt wird.

Der breite Gehsteig vom Schulterblatt im Winter

Im Sommer ein Traum, dann stehen hier Tisch an Tisch und es ist einfach nur schön. Jetzt muss nur noch der Sommer kommen

Wer Kinder hat, kann das Wohngeschwisterchen besuchen. Davor verführen noch die Chocofeh, nicht mit Schokolade, sondern mit Schuhen und Schmuck, die einfach zauberhaft verpackt werden. Daneben das Rockhats ist eine Fundgrube für mich: Hüte, Mützen in allen Farben und Formen.

Laden Wohngeschwisterchen in einem rosa gestrichenen Altbau

Schönes für Kind und Kegel

Lust auf Süß? Dann lohnt ein Abstecher ins Liebes Bisschen Eifflerstraße 47. Können Cupcakes Sünde sein? Nein! Nein! Nein! Einfach nur himmlisch und den Cappuccino gibt’s mit Herz. Zum Dahinschmelzen.

Dann am besten wieder das Schulterblatt zurück, am Ende links abbiegen in den Neuen Pferdemarkt, der zur Schanzenstraße wird. Da ja nun Freddie mit war, gingen wir noch in den Kinderbuchladen, Schanzenstraße 6, und ja, kauften ein. Ich bin ja ein alter Internet-

Kinderbuchhandlung in der Schanzenstraße

Super Beratung und Bücher gekauft, die ich im Internet nicht entdeckt habe

Besteller, aber diese Buchhandlung ist viel netter. Einen kurzen Besuch bei den Wohngeschwistern, konnte ich meinem Sohn noch abringen, dann war der große Hunger da. Auch gut. Eigentlich wollte ich ins Lokma, türkische Pizza essen, Bartelsstraße/Ecke Susannenstraße. Aber da sind Hunde verboten. Schade. Zeit zum Überlegen gab es keine, das Hungergeschrei und Wehklagen wurde lauter und eindringlicher, so landeten wir schließlich im Shikara Quick in der Susannenstraße. Schnell, gut und einigermaßen günstig.

Wer Fleischiges mag und Tim Mälzer, kann in die Bullerei gehen. Schönes Ambiente in einem alten Lager aus typisch Hamburger roten Backsteinen. Im gleichen Komplex, weiter hinten, ist der Braugasthof Altes Mädchen, wo es Bier in allen Variationen gibt, sogar eines, das nach Schokolade schmeckt. Nichts für Freddie, deshalb heute nicht.

Schaufenster mit bunten Lampions, Trockentüchern und schönem Schnickschnack

Das Dorf hat Alltagsdinge, aber einfach schön

Wie gesagt, ein kurzer, nicht vollständiger Rundgang durch die Schanze im Winter. Tipps für den Sommer folgen, sobald sich die Sonne wieder blicken lässt. Schanze ist immer wieder schön!

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Schon als Kind wollte ich nur eins: Raus in die Welt, Abenteuer erleben. Fernweh und Abenteuerlust stacheln mich noch immer an. Ob alleine, mit meinem Reisekind und meinen Hunden, reise ich am liebsten abseits der ausgetretenen Pfade und ich halte es wie Susan Sontag: „Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.“

7 Kommentare

  1. Hach… Hamburg… viel zu lange war ich schon nicht mehr in dieser tollen Stadt… *seufz* Eigentlich sollte ich mir mal wieder einen Friseurbesuch bei Mahnaz gönnen, aber über 300 km sind leider nicht um die Ecke *schnief*.

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