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Paris – eine Stadt in Rezepten: Macarons

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Paris, Eiffelturm, Sonnenaufgang, Macarons-RezeptSie sehen aus wie grelle Miniburger: Macarons sind rund, knallbunt und extrem lecker. Wer sie einmal entdeckt hat, den machen sie süchtig. Klar, schmecken sie am besten in Paris. Aber für die Zeit zwischen den Reisen braucht man auch Vorrat – voilà das Macarons-Rezept, perfekt nicht nur für graue Frühlingstage.Ich liebe Paris. Seitdem ich als Kind das erste Mal den Eiffelturm gesehen habe, hat er einen festen Platz in meinem Leben und ich muss immer wieder an die Seine. Ob zum Schüleraustausch oder auf Recherchereise, im Sommer oder Winter. Doch bis ich die Macarons entdeckt habe, mussten viele Besuche vergehen. Croissants amandes kannte und liebte ich – aber diese bunten Dinger? Nie wäre ich auf die Idee gekommen, sie zu probieren, wenn sie nicht zufällig in einem Museumscafé auf dem Tisch gestanden hätten. Ich hatte gerade einen Farbenflash und kam aus einer Modeausstellung im Museum Les Arts Decoratifs. Sonia Rykiel und Vivienne Westwood hatten gerade mein Farbverständnis neu geornet mit Streifen derart knallig, dass die Muster sich wellenartig bewegten, wenn man zu lange draufschaute. Vom Bikini bis zum Rock für Männer reichte das Spektrum der Exponate und ich wollte einfach bei einem Milchkaffee das Gesehene verarbeiten. Mir schwebten minimalistische Farben vor – weißer Milchschaum in weißer Porzellantasse. Kamen auch – aber dazu ein Teller Knallbuntes. Poppig grün, rosarot, safrangelb und schokobraun lagen die Macarons hübsch drappiert auf dem Teller. Schon wieder ein Farbschock – aber längst nicht so knallig wie bei der Mode. Dieser Keks ist ganz leicht. Eine dünne rosafarbene Schicht, außen extrem knusprig, erinnert an Baiser oder Amarettini. Doch beim Reinbeissen sind sie ganz weich, ebenso rosafarbene Buttercreme hält die beiden Hälften zusammen und gibt sofort einen Geschmackskick. Rose. Sie wie in Omas Sommergarten, duftend, zart und unverkennbar. Es ist, als würde man in ein Blütenblatt beißen, der Rosengeschmack breitet sich im ganzen Mund aus. Fulminant und süchtig machend. Und das habe ich all die Jahre verpasst? Es lohnt sich doch, genauer hinzusehen. Erst jetzt erkenne ich beim Stadtbummel die Geschäfte von Ladurée, an deren Macaron-Thresen sich lange Schlangen bilden. Wie ein Regenbogen sind die Macarons geordnet. Doch die Schlange ist gut, so habe ich Zeit zum Entscheiden – sollen es die braunen sein, die dunkelvioletten, die roséfarbenen oder die sonnenblumengelben? Unendlich sind die Diskussionen über die beste Geschmacksrichtung. Ist es Rose, Pistazie, Limone, Kaffee oder der Klassiker Schokolade? Ich glaube, ich muss sie einfach alle mal durchprobieren. Bis ich das nächste Mal dort bin, muss ich wohl selbst backen.

Paris, Maracrons-Rezept: Zutaten

Macarons-Rezept:

100 g Puderzucker
100 g Mandeln
2 Eiweiß
10 g Zucker
evtl. Lebensmittelfarbe (Paste)
1 Vanilleschote
125 g weiche Butter
70 g Puderzucker
80 g Mandeln

Schritt 1: Mandeln und Puderzucker fein sieben, am besten mindestens zweimal. Je feiner das Pulver ist, desto besser werden die Macarons.
Schritt 2: Das Eiweiß steif schlagen, wenn es fest ist, dann 10 g Zucker hinzugeben. Die Masse sollte glänzen und stichfest sein. Wer Lebensmittelfarbe wünscht, sollte einige Spritzer nun unterrühren. Die Puderzucker-Mandelmíschung in drei Teile teilen und nacheinander unter vorsichtigem Rühren zum Eischnee geben. Vorsicht, die Masse sollte zähflüssig bleiben, sie muss sich per Tülle spritzen lassen.
Schritt 3: Die Mandel-Eiweißcreme in Spritzbeutel geben und gleichgroße Kreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech tupfen.
Schritt 4 Die Rohlinge an der Luft 30 Minuten trocknen lassen
Schritt 5 Bei Ober- und Unterhitze 12 bis 15 Minuten im Backofen bei ca. 130 Grad trocknen lassen, bis sie fest sind. Nach dem Herausnehmen das belegte Backpapier auf einen kalten Untergrund legen, dann lösen sich die Macarons besser vom Backpapier.
Schritt 6: Für die Buttercreme die Vanilleschote auskratzen und das Mark mit Butter und Puderzucker verrühren. Wer möchte, kann hier auch Lebensmittelfarbe hinzugeben. Zudem passen auch 2 TL Aroma oder Sirup, etwa Rosenblüte oder Orange, dann erhält die Buttercreme eine charakteristische Note.
Schritt 7: Die Macarons-Oberteile vorsichtig vom Backpapier lösen und per Spritztüte mit der Buttercreme füllen. Anschließend die andere Hälfte aufsetzen, dass sie wie ein Burger aussehen. Sie halten sich einige Tage im Kühlschrank.

Kategorie: Rezept

von

Andrea Lammert

Als Reiseautorin bin ich gerne in der Welt unterwegs, am liebsten am Meer und an Orten, die Kraft geben. Auf jeden Fall draußen, Wälder, Strände und Wiesen sind meine Heimat - ob in Frankreich oder in der Mongolei. Ich schreibe regelmäßig auf meinen Blogs www.reisefeder.de und www.schamanen-garten.de

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  1. Ich liebe Macarons … in Bad Homburg und Wiesbaden gibt es einen Zuckerbäckerladen, der L’Art Sucré heißt — die Macarons dort sind himmlisch und der Rest „leider“ auch … 😉

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