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Lieblingsstadt Göteborg – Tipps für den perfekten Tag


Göteborgs Avenyn rüstet sich zur west PrideGerade war ich wieder auf Stippvisite in Göteborg, meiner schwedischen Lieblingsstadt. Zusammen mit der Freundin die Zeit vertrödeln, sich von Café zu Café treiben lassen, in ein paar Läden gucken und zum Schluss noch die kleine Flusskreuzfahrt mit der „Älvsnabben“-Fähre zurück zum Schiffsanleger machen – perfekt. Ein paar Tipps für den Tag in Göteborg.

Ein Muss: Cafe Kringlan in der alten Arbeitervorstadt Haga

Café Kringlan in Haga

Runter von der Fähre, rein in die blaue Straßenbahn – und jetzt erstmal einen Kaffee… Besser kann man den Tag kaum beginnen: Mit einem zweiten Frühstück in der Sonne auf der autofreien Haga Nygata in der alten Arbeitervorstadt Haga, die einst abgerissen werden sollte, sich und ihre Holzhäuschen jetzt aber wieder charmant herausgeputzt hat. Lange kein Geheimtipp mehr, aber einfach total gemütlich. Zum Beispiel das Café Kringlan, vor dem ein junger Mann frischen Kuchen und Hefeschnecken mit viel Kardamom (lecker!) feilbietet. Schwedischer gehts kaum.

Göteborg rüstst sich für die West Pride, weltoffen und tolerant

Die Avenyn

Von Haga (bei Villervalla, dem kunterbunten Kindermodelabel aus Göteborg, noch fix einen quietschgrünen Nickirock für die Tochter und nebenan einen Schal für mich gekauft) dann zu Fuß weiter am Wallgraben entlang bis zur Einkaufs- und Amüsiermeile Avenyn, die sich – wie die ganze Stadt – gerade mit Regenbogenfahnen für die West Pride-Parade gerüstet hat. Weltoffen und tolerant – das ist Göteborg wirklich. Okay, in den Vororten, wo viele Migranten wohnen, mag es sicher nicht immer ganz so pippi-langstrumpfig idyllisch sein. Aber in der Innenstadt ist die Stimmung einfach super entspannt.

Oase in der City_ Trädgardsföreningens Park in GÖteborg

Der Eingang zum Park

Blumen, Grün, Erholung in Göteborgs City - kein Geheimtipp mehr, aber immer noch toll

Blumenkunst zum Anfassen

Von der Avenyn ist es wieder nur ein Katzensprung in den Park des Gartenvereins – eine total schöne grüne Oase mit von Künstlern angelegten Blumenbeeten und Skulpturen mitten in der City, wo die Göteborger in der Mittagspause auf dem Rasen lümmeln und Kinder um sie herumtoben. Mittendrin das weiße, viktorianische Palmenhaus und eines meiner Lieblingscafés, das Rosenkafeet im braunen Holzhaus. Aber erstmal Blumen gucken.

Rosenkafeet Göteborg, geheimtipp in der City

Das Rosenkafeet

Bei vegetarischer Lasagne und der anschließender „Fika“, dem in Schweden zelebrierten Kaffeetrinken, kommt bei mir besondere Freude auf: Am Nachbartisch blätterten zwei Frauen in dem Merian live! – Reiseführer, den Dörte und ich geschrieben haben (erscheint demnächst in einer Neuauflage).

Merian live Göteborg

Unser Reiseführer

 

Göteborg Älvsnabben

Die Älvsnabben-Fähre

Nach ein paar Einkäufen im Buchladen, in der muckeligen Victoriapassage (toller Papierladen!), beim Designtorget und unvermeidlicherweise auch bei Indiska (der schwedischen Kette mit Klamotten im Neo-Hippie- und Interieur im Kolonial-Stil) wird es nach einer letzten Tasse Tee beim Kronhuset dann auch langsam Zeit, zur Fähre zurückzukehren. Am schönsten geht das mit der Linienfähre „Älvsnabben„, bei der der Name Programm ist: Wie der Blitz saust die Linie 285 des ÖPNV Göteborgs von einem Ufer des Flusses Göta Älv zum anderen. Für das Ticket für 25 Kronen (knapp 3 Euro; noch besser, wenn man den ganzen Tag in der Stadtbleibt, ist das Tagesticket für den ganzen ÖPNV für umgerechnet 9 Euro) bekommt man Sightseeing in den alten und den neuen Stadtteilen am Nordufer und ist nach 20 Minuten zurück am Deutschland-Terminal der Stena Line. Dann heißt es Abschied winken vom Sonnendeck, während sich der Fähr-Koloss unter der grünen Älvsborgbrücke und der Festung Nya Älvsborgs Fästnung vorbeischiebt… Tschüss, Göteborg. Aber ich komme ja garantiert bald wieder.

Stena Line Göteborg

So lässt es sich aushalten beim Reisen

Noch zwei Tipps: Wirklich gut gemachte Tourismus-Seite mit Stadt-Informationen: www.goteborg.com. Sportliche Alternative zum ÖPNV: Mit dem Fahrrad durch die Stadt cruisen. Die erste halbe Stunde ist umsonst, danach kann es aber teurer werden – Zeit im Blick behalten!

 

7 Kommentare

    • Anke sagt

      Toller Beitrag über die Stadtgärten in Göteborg! Die urbanen Trends kommen hier immer zuerst an…

  1. Ach, da denke ich doch gleich an meinen Schweden-Bullerbü-Trip vor einigen Jahren zurück. War das klasse! Und in Göteborg hatte ich meine zweite Couchsurfer-Erfahrung. Danke für den literarischen und visuellen Ausflug und der Wiederbegegnung mit dieser tollen Stadt.
    LG
    Sabine

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