Nachhaltigkeit
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Warum wir NICHT am Amazon-Partnerprogramm teilnehmen

Amazon-Partnerprogramm Alternative

Wir haben lange überlegt, wie wir unsere Bücher sinnvoll verlinken, damit sie auch über unsere Webseite zu kaufen sind. Der einfachste Weg wäre gewesen, uns dem Amazon-Partnerprogramm anzuschließen, wie es viele Blogs heute schon tun. Dabei werden für die verkauften Bücher Provisionen gutgeschrieben. Irgendwie war uns dabei aber flau im Magen, warum musste es ausgerechnet dieser riesige, teils umstrittene Internetversender sein? Geht es nicht kleiner und lokaler, haben wir uns gefragt. Wir wollten das stärken, was wir mögen – schöne Buchhandlungen in der Stadt.

Schnell begAmazon Partnerprogramm - es gibt Alternativenann die Recherche. Wir mussten gar nicht so weit schauen, bei der Suche fiel uns die Buchhandlung Peter Peterknecht ein (was für ein wunderbarer Name!). Wir kennen den Inhaber von unseren Recherchen zum Erfurt-Reiseführer. Eine sympathische Buchhandlung in der Innenstadt, die auch als Internet-Buchversandhaus arbeitet. Das Beste daran: Peterknecht verschickt die Bücher ebenfalls versandkostenfrei. Und gibt uns, wenn Bestellungen von unserer Seite aus kommen, eine Provision. Das ist wichtig, denn irgendwie müssen wir unseren Blog ja auch finanzieren. Pro Beitrag stecken wir immerhin am Schreibtisch mindestens 2-4 Stunden unbezahlte Arbeit in den Blog, die Recherche vor Ort nicht mitgerechnet. Da im Internet die Informationen zwar kostenfrei sind, finanzieren sich die meisten Seiten, auch Spiegel oder FAZ über Werbung. Das machen wir vorerst nicht. Wir setzen auf das, was uns ausmacht und was wir lieben: Bücher. Warum sollten wir also nicht dafür sorgen, dass mehr Bücher bekannt und verkauft werden? Das gefiel uns auf Anhieb. Ab sofort sind nun auf unserer Seite die Buchtipps mit Bestellmöglichkeiten versehen – Ihr könnt sie direkt anklicken und landet in der Erfurter Buchhandlung.
Wenn Ihr also Bücher über unsere Seite bestellt, dann bekommen die Buchhandlung und wir einen Anteil am Gewinn. Damit stärken wir lokale Buchhandlungen, denn ohne sie wären die Städte öde und leer. Damit es kleine und große Buchläden weiterhin gibt und wir in den Regalen stöbern können, müssen wir dort kaufen und für Umsatz sorgen. Dabei machen wir mit. Ihr auch?

Kategorie: Nachhaltigkeit

von

Andrea Lammert

Als Reiseautorin bin ich gerne in der Welt unterwegs, am liebsten am Meer und an Orten, die Kraft geben. Auf jeden Fall draußen, Wälder, Strände und Wiesen sind meine Heimat - ob in Frankreich oder in der Mongolei. Ich schreibe regelmäßig auf meinen Blogs www.reisefeder.de und www.schamanen-garten.de

9 Kommentare

  1. Ich finde die Entscheidung, dass keine Reisen nach Amazonien unternommen werden, großartig! Es sind wahrlich die stationären Buchläden, die ein Orts- oder Stadtbild noch einmal ein bisschen aufpeppen. So gibt es z.B. in Wien eine Initiative mit dem Titel „Ihr Buch hat ein Gesicht“, eine Kampagne die zwar nicht explizit als Gegenstück zum Online-Riesen genannt wird, aber im erweiterten Sinn natürlich genau diese Gemeinschaft aus 39 Buchläden darstellen soll. Es geht hierbei vor allem um die persönliche Beratung und die starke Qualität des lokalen Buchhandels zu zeigen.
    Euch wünsche ich weiter viel Erfolg!

  2. Hallo Andrea,

    ich finde deinen Beitrag super. Leider gibt es bei mir keine Buchhandlung in der Nähe, die einen Internetversand anbietet und so muss ich, um wenigstens einen „Zuschuss“ zum Blog zu erhalten auf den RIESEN zurückgreifen… Solche Lösungen gehen halt nicht immer, sind jedoch die besseren Alternativen.

    Viele Grüße Heike

    • Andrea Lammert

      Hallo Heike,
      danke für den Kommentar. Erfurt ist bei uns auch nicht gerade um die Ecke – ebensowenig wie Amazon. Im Internet ist es sowieso egal. Aber uns war es eben lieber, jemanden in Erfurt zu unterstützen. Das kannst du ja auch so machen – ich finde nicht, dass der Buchhändler immer direkt im Ort sitzen muss.

  3. Was ich an dem Beitrag gut finde, ist dass ihr es offen zugibt, dass ihr mit den gekauften Bücherns „von euch“ Geld macht.
    Jeder andere sagt da nichts.
    Sonst liest sich der Beitrag etwas heuchlerisch, obwohl ich so etwas euch nicht zu muten würde.
    Grüße, Gregor

    • Andrea Lammert

      nun ja, „Geld machen“ kann wohl kein Autor mit Büchern, wirklich nicht, es sei denn, er heißt Rowling oder so. Und wie man Sachen liest, hängt ja immer von der persönlichen Brille ab, die man gerade auf hat.

  4. Ich habe mir das auch schon angesehen. Aber die Produkte sind über Amazon meistens billiger, nicht nur wegen den Versandkosten, sondern weil Amazon Mengenrabatte gibt. Kürzlich bestellte ich mir zwei Fernsehserien für je 12 Euro. Zusammen gab das 20 Euro. In den lokalen Shops hätte ich für genau das gleiche 56 Franken ausgeben – gut, Schweiz halt, aber auch in Deutschland wäre der Preis anderswo höher gewesen.

    Was bringt es, wenn ich ein Buch über einen unbekannten Buchhändler in Leipzig empfehle, wenn die Leute dann das von mir empfohlene Buch trotzdem aus Preisgründen bei Amazon bestellen? Ich habe mich dessenwegen trotz aller oft auch berechtigter Kritik an Amazon entschlossen, an der Partnerschaft festzuhalten.

    • Dörte sagt

      In der Schweiz habt Ihr keine Buchpreisbindung, oodr ?
      Und Fernsehserien/DVDs sind möglicherweise ein Spezialfall.
      Aber in Deutschland und Österreich ist es (noch immer) so, dass dank der Buchpreisbindung alle hier verlegten Bücher überall gleich viel kosten. Mengenrabatt gibt’s nicht für Bücher.

      Also kostet unser Buch bei Amazon genauso viel wie in Erfurt!

      Und da der Erfurter Buchhändler sie ebenfalls versandkostenfrei schickt, gibt’s keinen Preisgrund, sie nicht dort zu kaufen…. 😉

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