Reisen, Rezept
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Naturwunder Elbsandsteingebirge – und dabei „in die Pilze“ wandern…

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blog-elbsandstein-1110936_fliege_150Strahlendes Herbstwetter, schon seit Wochen immer wieder – und eigentlich wollten wir nur bei blauem Himmel durchs Elbsandsteingebirge wandern. Zu den skurrilen Felsformationen, über steile Stufen und Stiegen, zum weit über den Nationalpark hinausragenden Aussichtspunkt hoch auf den Schrammsteinen.
Und dann entwickelte sich die Tour gleich zu einer Pilz-Exkursion: So viele „-kappen“, „-linge“, „-köpfe“, „-stiele“, „-reizker“, „-masche“, „-schwämme“ und andere Pilze oder Morchel wie in den dichten Wäldern unterwegs hatte ich lang nicht mehr gesehen…! Zum Glück waren Kundige dabei, die gleich ihr Abendessen mit einsammelten. Aber Fotos sind ja auch was Schönes – am Boden von den Gewächsen bis zur spektakulären Aussicht… Von unten aus, gestern auf der Elbe, sahen wir sie hoch über dem Ufer thronen:

Also los geht’s, aus dem Kirnitzschtal vom herrlich verwitterten Parkplatzschild rein in den Wald, in den Nationalpark Sächsische Schweiz, Richtung Schrammsteine (die angeblich ihren Namen aus dem Mittelalter haben, von „schramen“, aufreißen – war offenbar schon damals ziemlich zerrissen und zerklüftet, die Felslandschaft hier):

blog-elbsandstein-1110896Und da tauchen auch schon die ersten Pilze auf. Daphna Zieschang, Nationalpark-Führerin, kennt sich aus: Knallorange Edelreizker, zierliche Bläulinge oder – Hexen-Röhrlinge. Der letzte heißt so, weil er sich beim Aufschneiden an der Luft ganz schnell fies verfärbt… Soll aber gekocht richtig gut schmecken! blog-elbsandstein-blaeuling-neu-klein

 

Aufragende Morchel sind auch heiß umlagert 🙂

 

Pilze in allen Farben, mehr oder weniger essbar, am Boden und am Stamm, mehr oder weniger angeknabbert…

blog-elbsandstein-1120154Und dann hoch auf die Felsen! Man muss ja nicht gleich klettern, wie die zwei hier, die sich gerade am fast senkrechten Falkenstein hoch arbeiten. Hier in der Sächsischen Schweiz hat das Sportklettern 1864 seine Anfänge gehabt, sagt Daphna. Im Sinne von Turnvater Jahn kraxelten sie die Wände empor – und heute immer noch möglichst ohne fest verankerte Kletterhaken. Aber streng nach den „Sächsischen Kletterregeln“. Nu ju – für uns Normalos gibt’s spannende Wege und Stiegen nach oben:

Gekrönt wird der Aufstieg auf die Schrammsteine vom weiten Ausblick – kein Wunder, dass hier schon vor Jahrhunderten Caspar David Friedrich und andere Maler die Landschaft bestaunten und auf die Leinwand bannten. Immer dem Schild mit dem großen „M“ folgen!!!

Und dann?
Es gibt noch viel mehr zu begucken rund um Bad Schandau. Die Sächsische Schweiz geht nämlich nahtlos über in die Böhmische Schweiz, das tschechische Pendant. Das Nationalparkzentrum in Bad Schandau ist schön interaktiv und fesselt nicht nur Kinder (Tipp: Der virtuelle Hirsch und die Fernrohre vor der Steilwand). Draußen in der Natur warten dann Wasserfälle und uralte Festungen, „Schwedenlöcher“ und Winnetou oder Freischütz auf der Rathener „Felsenbühne“. Eine Tour mit dem Stak-Boot durch spektakuläre Klammen auf der böhmischen Seite. Oder mit der einzigen Nationalpark-Straßenbahn durchs pittoreske Kirnitzschtal.

Die Reise wurde unterstützt vom Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V. und der Deutschen Bahn.

4 Kommentare

    • Dörte sagt

      Stimme Dir voll zu – sogar ohne blauen Himmel ist das ein Ziel. Und dann früh morgens zum Sonnenaufgang, wenn die Nebel aus dem Elbtal durch die Sandsteintürme aufsteigen… 😀

    • Dörte sagt

      *g* Das scheinen auch die Wissenschaftler gedacht zu haben, die ihm seinen lateinischen Namen gaben: „Phallus impudicus“ !
      (impudicus für „unzüchtig“, „schamlos“, „unkeusch“…)

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