11 Tipps für..., Städtetrip
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Vienna 12 Points – Tipps für das ungewöhnliche Wien

Die typische Wiener Straßenbahn lässt sich bestens zur Rundfahrt nutzen

Conchita Wurst hat allen gezeigt: Österreich kann nicht nur Klassik. Althergebrachtes wie Fiaker und Kaffeehäuser, Hofreitschule und Opernball. Obwohl die auch ihre Fans haben… Aber wir haben uns in Wien mal auf die Suche gemacht nach den frischen und überraschenden Seiten, den schrägen Ecken und den Geheimtipps. Nicht nur zum ESC-Finale im Mai – in der Hauptstadt der Nachbarn gibt es viel zu entdecken. Viel Spaß dabei!!!

1. Wien untertage

Schattig bis dunkel wird es um die Führerin durch Wiens unterirdische SeitenDie Altstadt strotzt vor Sehenswürdigkeiten – doch wirklich spannend wird es in Wien unter der Erde: Ein ganzes Netzwerk von Kellern und Verbindungsgängen zieht sich durch die Unterwelt. Hier waren einst Ställe und Werkstätten in Betrieb, heute Restaurants oder Dirndl-Lager, Museen oder Gruften. In Kriegszeiten ersetzte das Labyrinth auch Bunker und Geheimgänge, nicht zuletzt für den – als Klassiker verfilmten – „Dritten Mann“. (ViennaWalks, Wien-Info)

2. Dem Dom aufs Dach rücken

Der Blick vom Stefansdom-Dach geht an Ziegeln und Türmen vorbeiDer „Steffl“ ist eins von Wiens Wahrzeichen – prächtig und vollerVon oben betrachtet wirkt das Gewusel auf dem Domvorplatz wie eine Ameisenstraße Historie sind der Stephansdom und sein höchster Turm. Aber warum nicht mal die Perspektive wechseln?
Immer samstags lockt eine Abendführung über die Dächer des Alte Fotos vom Brand des Stefansdoms in Kriegszeiten gehören zur Dach-FührungDoms. Die liefert nicht nur tolle Ausblicke über die Stadt, sondern auch neue Einblicke in seine Geheimnisse. Und gelegentlich finden oben unterm Dach sogar Konzerte statt. (Stephanskirche)

3. Wo die echten Schneekugeln herkommen

Wer hat sie erfunden? In diesem Fall waren’s die Österreicher, die das erste Mal kleine Die verzerrten Fassadenspiegelungen im Zentrum wirken fast selbst wie SchneekugelnFiguren und weiße Flocken in eine Wasserkugel bannten. Vor mehr als 100 Jahren Gründete Erwin Perzy seine Manufaktur, in der noch heute Original Wiener Schneekugeln ihre Schüttel-Laufbahn beginnen. Der Enkel kombiniert alte Familiengeheimnisse mit frischen Ideen – zu sehen in der kleinen Schneekugelfabrik und ihrem Museum. (Schneekugel-Manufaktur)

4. Wien in 1980er-Optik

Alter Hausdurchgang in heutiger Zeit im Achtziger-Jahre-Look auf Fotopapier gebannt Polaroid-Fotos sind sowas von Eighties – und deshalb heute wieder Trend. Auch Wien lässt sich so erforschen: Bei den „Polaroid-Walks“ gilt es nicht mehr, so viele flüchtige Bilder und Selfies wie möglich zu knipsen, denn jeder hat nur einen Film in der altmodischen Kamera. Was ist drauf? Die Polaroid brauchen ihre Zeit zum Entwickeln und beanspruchen die Neugier.Aber dafür gleich auch echte Papierbilder in der Hand. Also Augen auf und die Stadtlandschaft mal mit ganz neuem Blick erforschen. Wo lohnt das Auslösen wirklich?
(Polawalk)

5. Wiener Küche hautnah

Apfelstrudel auf dem Teller - typisch wienerisch...Multikulti auf dem Teller, die berühmte Wiener Küche bezeugt die Vielvölkermonarchie: Knödel aus Böhmen, Gulasch aus Ungarn, Kaffee aus der Türkei und das Wiener Schnitzel: aus Mailand. Wer ihre Geheimnisse näher erforschen will, lernt bei einem Kochkurs von den Meistern vor Ort. Oder legt selber Hand an beim Apfelstrudel-Backen in der Hofbackstube des Schönbrunner Schloss-Café Residenz. (Wiener Kochsalon, Kochen in Wien, Café Residenz)

6. Sisis Fitnesswahn auf der Spur

Vor der jungen, rebellischen Kaiserin waren Körperfülle und Doppelkinn das Keine Kängurus in Österreich, bezeugt das Schild -- aber schon Sissi war intensiv am Hüpfen und SchnaufenWunschziel – dann kam Sisi und erschuf eigenhändig ein neues Schönheitsideal. Vielleicht das erste „Topmodel“ der Welt, vielleicht auch recht extrem mit Veilchen-Diät und festem Sportplan. Heute sind ihre eigens aus Schweden importierten Turngeräte in der Hofburg zu begucken. Sisis Powerwalking-Strecken im urtümlichen Lainzer Tiergarten hingegen lassen sich auch persönlich nacherleben. (Lainzer Tiergarten)

7. Kuscheln und Gucken im Vintage-Kino

Dieser Spiderman hängt zwar nicht vor dem alten Kino - würde aber gut passene...Als „schönstes Kino der Stadt“ gilt das Gartenbaukino – sogar auch ohne Film. Außen unscheinbar, doch innen Kult: Allein der Waschraum im originalen 1960er Jahre-Stil ist sehenswert. Im Vorführsaal säumen dicke rote Plüschvorhänge die noch immer größte Filmleinwand der Stadt, hier laufen auch Premieren und Festivals. Auf dem Programm stehen ansonsten Klassiker und Nicht-Blockbuster, oft in Originalfassung. Wer allerdings in den letzten Reihen auf den doppelt breiten „Knutschsesseln“ sitzt, bekommt davon oft weniger mit… (Gartenbaukino)

8. Grüne Pause mitten im Stadtverkehr

Entspannen wie Wiener Enten: einfach mal im Grünen untertauchenEin Faible fürs Morbide wird den Wienern generell ... oder in eins der Cafés und Kaffeehäuser einkehren. Hier das schräge grüne im Hundertwasserhaus.nachgesagt – doch warum so negativ? Die Stadt bietet viele grüne Parks – und manche davon sind oder waren einmal Friedhöfe, die mitten in der Hektik Ruhe und Geborgenheit vermitteln. Einer der schönsten ist wohl Wiens einziger – und lange nicht mehr aktive – Biedermeierfriedhof: der St. Marx. Wer hier bummeln geht, findet neben Erholung für die Sinne vielleicht auch die Grabstätte von Wolfgang Amadeus Mozart. (Wien-Info)

9. Schlemmen im Museum

Kleine und große Kunstwerke finden sich auch an vielen Altstadt-Fassaden WiensWiens Kunstpaläste sorgen nicht nur für Kunstgenuss, Alte Pudding- und Guglhupf-Formen sind in den Schönbrunner Hofmuseen zu beguckensondern auch für Gaumenkitzel. Beinah jedes der Museen bietet sein eigenes Restaurant. Doch besonders mittendrin schlemmt es sich sonntags im altehrwürdigen Kunsthistorischen Museum beim opulenten Brunch – Gemälde anschauen zwischen den Häppchen ist erlaubt. (GenussImMuseum)

10. Im Wohnwagen nächtigenSilber-farbenes Nachtlager im Hotel-Garten

Charmante oder witzige Hotels bietet Österreichs Hauptstadt zuhauf, vielleicht am ungewöhnlichsten ist der Schlafplatz im silbern glänzenden 1960er-Jahre-Wohnwagen, der im Vorgarten des Hotels Daniel steht. Ein gestrandetes Segelboot scheint sich über die Dachkante von Hotel Daniel herunterzubiegen - ist das Kunst oder kann das weg?Sollte er schon belegt sein, bietet das Haus mit dem krummen Segelboot, Bienenstock und Apfelbäumen auf dem Dach aber auch diverse andere Zimmer im urig bis schrägen Design. (Hotel Daniel, Wien-Info)

11. Baden auf und in den Fluten des Stadtstroms

Wer der schönen blauen Donau in punkto Sauberkeit nicht traut, kann trotzdem mitten Nicht direkt an der Donau, aber auch sehr wellenförmig in Fassade und Bodenstruktur: ein Werk von Hundertwasserin ihren Wassern baden gehen: Das „Badeschiff“, kombiniert aus zwei umgebauten Frachtkähnen, liegt fest verankert am Ufer des Donaukanals: ein großer leuchtend blauer Pool plus Restaurant und Event-Location. Wer es naturnäher mag, zieht auf die 21 km lange Donauinsel mit ihren belebten Ufern und auch ihren einsam gelegenen Badestränden. (Badeschiff Wien, Wien-konkret:Donauinsel)

12. Immer der Nase nach – Bummeln, Shoppen, Probieren!

Diese Bäckerei verkauft Sissi-Zöpfe und Franz Joseph-Schnurrbärte in Teigform.Wenn die Entscheidung schwer fällt zwischen den vielen Möglichkeiten, die die Hauptstadt bietet: Warum nicht einfach mal aufs Geratewohl durch die Stadt schlendern? In die Tram klettern und dort aussteigen, wo es interessant wirkt? Schließlich hat Wien nicht nur in der Altstadt oder rund um den Franziskanerplatz skurrile Boutiquen und kultige SecondHand-Läden reisefeder-wien-12-geheimtipps-ESC-1690700zu bieten. Viele Straßenmärkte bieten Buntes feil, vom berühmten Naschmarkt bis zum Yppenplatz oder Hannovermarkt. Auch Kaffeehäuser sind weit über die Stadt verstreut, wenigstens einmal sollte man einen „Einspänner“ oder eine „Melange“ probiert haben. Mit den Einheimischen im „Beisl“ speisen oder am Würstl-Stand „eine Original Sechserblech: Bierdosen aus dem Bezirk OttakringEitrige mit Sechser-Blech“ bestellen. Und am Ende landet man vielleicht doch im großen Wiener Prater. Entschwebt im großen Riesenrad wie schon Kaiser Franz Joseph in den Sonnenuntergang… (Wien-Info)

Und ganz bunt wird Wien, wenn die Sonne unter- und das Kunstlicht angeht.


Mit diesem Blog Post nehme ich am CityBlogAward von Only-apartments, Vueling und Travel on Toast teil. (#CityBlogAward)

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von

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon“ – so wahr! Also fuhr ich als Kind in Büchern um die Welt, bis nach Taka-Tuka-Land. Heute bin ich „in echt“ unterwegs und schreibe manches Buch selber ;) Per Bahn, Pedale, Paddel und per pedes reise ich am liebsten, als Wissenschaftsjournalistin, Reiseautorin und Fotografin immer mit offenem Blick. Und einem Faible für Sprachen. In Bolivien und der Arktis, Australien, China oder Island. Slowenien, Polen. Finnland. Ach… Reisen!

5 Kommentare

    • Dörte sagt

      Oh ja! Kann ich nur empfehlen, Wien mal anders!!
      Und bei null Punkten kann ja nur alles besser werden 😉

  1. Pingback: Sonntagsleserin Mai 2015 | buchpost

  2. Mein persönliches Highlight in Wien war das Schloss von Kaiserin Sissi:-) Wien ist echt eine Städtetour wert und hat auch so viel zu bieten! Salzburg möchte ich mir noch ganz gerne anschauen, das fehlt mir noch:-)
    Sonnige Grüße aus Südtirol Italien, Lucia.

    • Dörte Saße sagt

      Das mit dem Schloss kann ich auch verstehen – und dabei so viele Geschichten um Sisi, die man nie gehört hat und nie erwartet hätte…!
      Wobei das Schloss selbst ja schon zu den Klassikern gehört und es deshalb nicht auf diese Liste geschafft hat 😉
      Heiße sonnige Grüße zurück!

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