Weihnachten
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Schleswig: Feine Leinen auf dem Schwahlmarkt

Nicht nur im Süden, auch im Norden locken schöne Weihnachtsmärkte. Stephan Käufer fährt mit uns nach Schleswig – zum Schwahlmarkt. Auf seinem Blog Unterwegs zuhause erzählt er von spannenden Landschaften, eleganten Hotels und den Menschen, die dort leben.

Fein gewebte Leinen in Schleswig

Warm ist es nicht. Auch wenn die kunstvoll, von Handwerkern in einem lange zurückliegenden Zeitalter errichteten Bögen, Gewölbe und Kreuzgewölbe Geborgenheit vermitteln. Nein, warm ist es nicht hier im Schwahl zwischen den Ständen der Kunsthandwerker aus unserem Zeitalter, zwischen den roten Ziegelsteinen und den kostbaren Wandmalereien. Dort fein gewebtes Leinen, hier kunstvoll gearbeitete Glas- oder Töpferware. Und alles überstrahlt vom Lichterglanz im Hauptschiff des St. Petri Domes in Schleswig und dem Brüggemann Altar, der allein schon eine Reise in Deutschlands nördlichste Domstadt, Schleswig an der Schlei, wert ist.Schloss Gottorf, Schleswig, Norddeutschland

Etwa 30 Kilometer südlich der dänischen Grenze liegt Schleswig. Schwahl bedeutet „kühler Gang“. Nördlich des Hauptschiffes bildet der „Schwahl“ einen Ziegelsteinanbau an den Dom und alljährlich im Advent verwandelt er sich in den Schwahlmarkt, einen Weihnachtsmarkt. Aber auch, wenn draußen der erste Schnee fällt und der Frost die Natur langsam zur Ruhe kommen lässt, frieren braucht niemand in dem Gewölbegang.

Wikingermuseum in Schleswig
Schleswig gegenüber, am südlichen Ufer der Schlei – einer fjordähnlichen
etwa 30 Kilometer in Ost-Westrichtung verlaufenden Einbuchtung der
Ostsee – liegt Haithabu.Haithabu, Schleswig, Norddeutschland Das Handelzentrum der Wikingerzeit wird heute
durch das Wikingermuseum anschaulich repräsentiert.Wikingermuseum, Schleswig, Norddeutschland Und wer es gruselig mag, den locken sicher auch die in Schloss Gottorf ausgestellten
Moorleichen. Auch Kunstfreunde kommen hier im Schloss in ständig
wechselnden Ausstellungen auf ihre Kosten. Nicht zu vergessen das
Nydamboot oder das Globushaus. Der prächtige Barockgarten allerdings
ist eher etwas für wärmere Tage.
Na, wann sehen wir uns denn auf einen Punsch?

1 Kommentare

  1. Die herkömmlichen Weihnachtsmärkte locken mich nicht besonders, aber das liest sich soo schön. Da würde ich auch gerne mal hingehen 🙂 Liegt halt leider nicht um die Ecke.. Liebe Grüsse, Heike

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