Nachhaltigkeit
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Nachhaltige Souvenirs 2: Ein Blick in unsere Koffer

Anke hat ja gerade erst gebloggt, warum wir es wichtig finden, dass unsere Mitbringsel von lokalen Anbietern stammen. Die Bandbreite der nachhaltigen Souvenirs, die den Weg in unsere Koffer gefunden haben, ist groß.

Beispiel Alpen: Da sind die Lechtaler Kräuterhexen in Tirol, die als ausgebildete Kräuterpädagoginnen Teekreationen, Tinkturen, Salben, Tees, Blütenzucker und Kräutersalze herstellen und sie an Einheimische und Gäste gleichermaßen verkaufen.

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Eine Tasse Tee aus Alpenkräutern versetzt im Handumdrehen wieder ins winterlich verschneite Lechtal, in dem eine Schneeschuhtour bei strahlendem Sonnenschein und in himmlischer Stille zu den schönsten Winterreise-Erlebnissen zählt, ganz weit weg von Pistentrubel und After-Ski-Party. Oder die Salben gegen schrundige Füße, Fichtennadelsirup gegen Husten, der würzige Alpenessig mit Blütenessenzen oder Gewürzsalz mit Alpenkräutern – da ist es wirklich schwer zu entscheiden, was aus dem Bauernladen im Kärntener Lesachtal, zu dem sich die Frauen des Tals zusammengeschlossen haben, in den Koffer wandern darf. Man muss ihn ja schließlich auch noch tragen und in den Zug heben können…

Oder die – natürlich mit der ganzen Familie längst aufgegessene – Auerochsensalami von Rindern, die im Hutewald im Solling frei herumlaufen und dort quasi als Naturschutzbeauftrage grasen. Sie wird genauso im Rahmen der Regionalmarke Echt!-Solling-Vogler-Region vermarktet wie viele Produkte aus dem gemütlichen Mühlenladen der  Ölmühle Solling (übrigens sowieso eine tolle Adresse zum Shoppen):

Im Badezimmer liegt die Salbei-Honig-Seife aus der Manufaktur von Luises Naturseifen. Und das köstliche Bio-Olivenöl aus Kroatien, hergestellt auf dem Familienbetrieb von Oma Jola in Savudrija, würzt jetzt die sonnenreifen Tomaten aus dem Garten, eine perfekte Kombination. Mit den Blättern aus ihren Olivenbäumen entsteht im Sommer ein erfrischender Eistee nach Oma Jolas Originalrezept und weckt Erinnerungen das gemütliche Beisammensein an ihrem langen, alten Holztisch.

Eine kleine Kostbarkeit ist die Kuksa aus Lappland, die typische, runde Holztasse der Samen mit Griff, aus einer Knolle der Birke handgeschnitzt. Zu jeder Skandinavienreise kommt sie seit mehr als fünfzehn Jahren wieder mit, sei es zum Paddeln oder zum Wandern.

Einzigartige Designerstücke können von lokalen Kunsthandwerkern stammen, wie die Taschen von Idoia Cuesta aus dem spanischen Galicien, die ihre Korbflechtkunst auf neue Materialien wie Schafwollstränge und andere Textilien ausgeweitet hat und daraus Taschen, Umhänge und Hüte kreiert. Mit ihrer Manufaktur in einem kleinen Dorf nahe der alten Römerstadt Lugo konnte sie sogar Modeschöpferin Carolina Herreira auf sich aufmerksam machen und taucht mit den Kreationen in Lookbooks und auf den Catwalks der Designerin auf. Und doch gibt es im Laden von Idoia Cuesta auch so manches Mitbringsel für den kleinen Geldbeutel: Von dem kunstvoll aus Birkenrinde geflochtenen Paar Ohrringe für 8 Euro bis zur Handtasche für 60 Euro. handtasche-aus-dicken-schafwollstraengen-bei-korbflechterin-in-galicien

Schöne Mitbringsel aus der Region müssen also nicht einmal teuer sein – und trotzdem helfen sie mit, Arbeitsplätze zu erhalten oder gar zu schaffen. Damit die heimeligen Dörfer und Städte, in die wir so gern reisen, nicht zur ausgedörrten Filmkulisse für Urlauber werden, sondern authentisch und lebendig bleiben.

 

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