7 Fragen an, Reisen
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7 Fragen an… Reisefeder Anke

In der Rubrik „7 Fragen an“ befragen wir Menschen, die wir auf unseren Reisen kennenlernen oder mit denen wir zusammenarbeiten. Und wir stellen euch jetzt hier auch uns selbst, das Reisefederteam vor. Los geht’s heute mit Anke:

Ich liebe den Norden – in Deutschland genauso wie in Europa. Sehr gern bin ich mit Wanderschuhen oder im Kanu in der wilden Natur Skandinaviens unterwegs oder entdecke immer wieder neue Ecken in meiner Lieblingsstadt Göteborg. Aber genauso gern bin ich in den Alpen oder in meiner Heimat Niedersachsen, an der Küste oder im Harz unterwegs – und entdecke immer wieder Neues auch ganz in der Nähe.

1) Welches war Dein schönstes Erlebnis unterwegs?

Meine erste Trekkingtour im schwedischen Fjäll, gleich nach dem Abi: Mit Rucksack und Zelt loszulaufen und innerhalb kürzester Zeit die Zivilisation hinter sich gelassen zu haben, war absolut umwerfend. Eingetaucht in eine magische Landschaft, die so still ist und dann wieder so wild, und in der man bei Durst einfach aus dem Fluss trinkt. Seitdem hat mich das Nordeuropa-Virus nicht mehr losgelassen. Aber auch im Süden Europas ist es herrlich, etwa im Frühling im Tramuntana-Gebirge auf Mallorca.

Unterwegs in der Serra de Tramuntana

2) Welches Erlebnis (auf Reisen) hat Dich nachhaltig beeinflusst?

Ich bin gern wirklich da, wo ich bin. Nicht nur kurz die vermeintlichen Hauptattraktionen angucken, ein paar Fotos und weiter. Ein Schlüsselerlebnis war vor vielen Jahren in Siena: Ein paarmal sind wir (damals noch ohne Kinder) von einem Bauernhof außerhalb, wo wir zwei Wochen lang wohnten, einfach reingefahren in die Stadt, haben uns auf der Piazza del Campo mit einem Buch auf das rote Pflaster gesetzt, gelesen und geschaut. Man sieht so viel mehr von der Seele einer Stadt. Bis heute laufe ich lieber abseits der Hauptattraktionen durch Städte und lasse mich treiben.

Die Ales Stenar in Südschweden – ein magischer Ort, an dem fröhlich unkompliziert gepicknickt und gespielt wird. Typisch schwedisch eben

3) Gibt es einen Gegenstand, den Du auf Reisen immer dabei hast?

Ich habe so gut wie immer einen Rucksack dabei, wenn ich unterwegs bin. Sei es beim Wandern oder auch in der Stadt. Ich gehöre damit also, es lässt sich nicht verleugnen, zu den Reisenden, die man in den Städten der Welt sofort als „typisch deutsch“ identifiziert. Was soll´s: Ich habe einfach gern die Hände frei. Und, um das Vorurteil „deutsch“ noch weiter zu nähren, im Rucksack ist auch immer eine Flasche Wasser…

Göteborgs Haga Nygata. Ich liebe es, dort in der Sonne zu sitzen und ein Tässchen Tee zu trinken

4) Wenn Du ohne jegliche Alltagspflichten und gesellschaftliche Zwänge leben könntest – womit würdest Du dann den Großteil deiner Zeit verbringen?

Mit reisen, lesen, schreiben. Im Garten, im Wald, in den Bergen und am Meer. Und so viel wie möglich mit meiner Familie.

Schwedens vielleicht älteste Eiche

5) Welches war das gewöhnungsbedürftigste Essen, das Du je in einer anderen Kultur probiert hast?

Surströmming in Schweden. Mir hat es allerdings gereicht, mit der Nase zu probieren: Ein Schwede hat in einiger Entfernung eine dieser ausgebeulten Dosen mit vergorenem Fisch geöffnet – das war mir Eindruck genug. Igitt.

6) Gibt es Dinge, die Du dank einer Reise an Deutschland bzw. Deiner Heimat besonders schätzen gelernt hast?

Dass wir hier den unglaublichen Luxus haben, nur den Wasserhahn aufdrehen zu müssen, um hervorragendes Trinkwasser zu haben.

Unterwegs in und um Karlskrona

7) Welches Reiseziel ist auf Deiner Liste noch offen?

Viele. Darunter auf jeden Fall Island, Neuseeland und Kanada. Für alle drei Länder möchte ich aber genügend Zeit haben, deshalb bleiben sie wohl noch einige Zeit auf der Wunschliste. Und dann die Bretagne mit Saint Malo, weil ich darüber gerade einen wunderbaren Roman gelesen habe und jetzt alles mal mit eigenen Augen sehen will.

 

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