7 Fragen an, Reisen
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7 Fragen an… Reisefeder Iris

In der Rubrik „7 Fragen an“ befragen wir Menschen, die wir auf unseren Reisen kennenlernen oder mit denen wir zusammenarbeiten. Und wir stellen Euch nun auch uns selbst, das Reisefederteam vor, heute: Reisefeder Iris.

Ich vermute, es liegt an meiner Dorfkindheit, dem Aufwachsen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, dass ich mich noch immer noch wie magisch angezogen fühle von Naturthemen. Obwohl ich Städtereisen auch ganz nett finde, nerven sie mich nach spätestens 3, 4 Tagen mit ihrem Lärm und Menschenmassen. Ich werde dann richtig gestresst. Und blühe auf, wenn ich unterwegs die Wunder der Natur entdecken kann. Und mich fasziniert es, wenn ich auf echte Originale treffe wie den knorrigen Kunsthandwerker oder die vor Energie sprühende Wanderführerin, einfach Menschen, die inspirieren, Weisheit verströmen und/oder ihre Träume leben.

1) Welches war Dein schönstes Erlebnis unterwegs?

Als ich mich 10 000 Kilometer entfernt von zu Hause in meinen heutigen Mann verliebt habe.

2) Welches Erlebnis (auf Reisen) hat Dich nachhaltig beeinflusst?

Natürlich mein schönstes Erlebnis, aber auch mein Auslandssemester in Paris. Mein Französisch war grottenschlecht, weil ich Lateinerin war und Französisch nur freiwillig kurz vor dem Abi belegt hatte. Aber gerade dadurch habe ich unfassbar viel gelernt, meinen Horizont erweitert. Dieses Gefühl, dass manche Leute denken, Du seist strunzdämlich, nur weil Du eine bestimmte Sprache nicht beherrschst, das kannte ich vorher gar nicht. Und deshalb blutet heute mein Herz, wenn ich sehe, dass Menschen wegen ihre schlechten Deutschkenntnisse hierzulande vielleicht beim Bäcker oder Arzt herablassend behandelt werden. Ich habe durch diese Erfahrung einfach mehr Verständnis für Menschen, die hier bei uns mit der Sprache kämpfen, habe mehr Geduld, spreche bewusst langsamer und mit einfachen Worten, solche Dinge… Und seitdem liebe ich es, viel Zeit mit Menschen aus anderen Kulturen zu verbringen. Und natürlich sind es die herrlichen Landschaften und die Natur, die mich auf Reisen immer wieder runterkommen lassen und mich berühren.

3) Gibt es einen Gegenstand, den Du auf Reisen immer dabei hast?

(M)eine Kamera, zumindest mein Handy.

4) Wenn Du ohne jegliche Alltagspflichten und gesellschaftliche Zwänge leben könntest – womit würdest Du dann den Großteil deiner Zeit verbringen?

Eigentlich so ähnlich wie jetzt. Aber ich würde halt weniger Zeit mit Pflichtarbeiten wie Putzen, Kochen und Brotjobs verbringen, stattdessen mehr reisen, am liebsten mit der ganzen Familie, und mehr über Herzensthemen schreiben.

5) Welches war das gewöhnungsbedürftigste Essen, das Du je in einer anderen Kultur probiert hast?

Meerschweinchen in Ecuador, sogar mehrfach. Im Regenwald gilt dort unter den Ureinwohnern die Palmbohrer-Larve als absolute Delikatesse – ob frittiert oder lebend direkt in den Mund – aber ich konnte mich einfach nicht überwinden: Mir diese sich windende Larve direkt in den Mund zu stecken, uäh… ging nicht.

6) Gibt es Dinge, die Du dank deiner Reisen an Deutschland bzw. Deiner Heimat besonders schätzen gelernt hast?

Da gibt es viele kleine Dinge: Dass hier so wenig Müll an und auf den Straßen herumliegt, dass die Menschen viel mehr auf Umwelt und Nachhaltigkeit achten als in den meisten anderen Ländern dieser Welt. Dass Polizisten hier so korrekt und wenig korrupt sind. All diese Dinge sind für mich nicht mehr selbstverständlich, sondern etwas, das ich sehr schätzen gelernt habe. Unsere pingelige deutsche Art hat eben tatsächlich ihre guten Seiten.

7) Welches Reiseziel ist auf Deiner Liste noch offen?

Das sind so einige, auch wenn ich meinen großen Traum, einmal im Leben nach Lateinamerika zu reisen, schon vor langer, langer Zeit erfüllt habe. Uruguay würde ich wahnsinnig gern kennenlernen. Ein Land, das sich einen Präsidenten wie Mujica wählt, muss etwas ganz Besonderes sein 😉 Und den Monte Roraima im Amazonasbecken würde ich sehr gern mal in Natura sehen. Die Liste ist eigentlich noch ziemlich lang: die Fjorde von Norwegen stehen noch drauf, das Donaudelta, der Humboldt-Nationalpark in Kuba, Kanada und, und, und…

2 Kommentare

  1. Danke für den Artikel das man so das Reisefeder Team ein bisschen besser kennen lernt. Dicker Drück an Dich liebe Iris.

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