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Meine 11 Tipps für… Ecuador

Gerade macht ein Musikvideo im Internet Furore, das die Schönheiten von Ecuador zeigt – mit rund zehn Millionen Aufrufen innerhalb von nur drei Tagen. Alle Welt will plötzlich auch in das Land reisen, das ich selbst so lieben- und schätzengelernt habe. Ein schönes Gefühl! Gleich zeige ich Euch meine 11 persönlichen Highlights, aber erstmal natürlich den Anlass dieses Beitrags: das Musikvideo von Nicky Jam:

Im Liedtext geht es übrigens darum, dass der Protagonist eine Frau sucht, die ihn verlassen hat und ohne die er nicht glücklich sein kann „Si tú la ves“ – „Wenn Du sie siehst“.  Und er sucht sie natürlich in ganz Ecuador – sogar auf Galapagos, mal so eben 1000 km entfernt vom Festland Ecuadors. Naja, realistisch sind Musikvideos ja eh nie 😉

1. Mitad del Mundo

Im Video seht Ihr am Anfang ganz viel von der kolonialen Altstadt von Quito. Das Weltkulturerbe ist wirklich wunderschön… Aber Ecuador heißt ja so, weil es direkt am Äquator liegt. Und den muss man meiner Meinung nach auch gesehen haben. Mit einem Fuß auf der Nord- mit dem anderen auf der Südhalbkugel stehen – das könnt Ihr in der „Mitte der Welt“ oder „Mitad del Mundo“ ganz in der Nähe von Quito. Dorthin könnt Ihr übrigens auch entkommen, wenn es in der Hauptstadt zu viel regnet. In dem Trockental am Äquator brennt fast das ganze Jahr die Sonne herab – und mittags auch noch senkrecht von oben. Also guten Sonnenschutz mitnehmen!

2. Die Vicuñas am Chimborazo

Bei 2:15 im Video seht Ihr den höchsten Berg Ecuadors – nein, der Welt. Es gibt zumindest keinen Berg auf unserem Planeten, auf dessen Gipfel Ihr der Sonne näher seid, die Spitze des Chimborazo hat nämlich einen größeren Abstand zum Erdmittelpunkt als die des Mount Everest. Was ich an der Hochebene, dem Páramo, besonders mag, ist nicht nur der Ausblick auf den schneebedeckten Sechstausender, sondern auch die grasenden Vicuñas (oder eingedeutschte Schreibweise „Vikunjas“). Ich finde die wilden Verwandten der Lamas mit ihren riesigen Rehaugen wunderschön. Und verbunden mit einer echten Erfolgsgeschichte. Die Tiere waren hier fast ausgestorben und haben sich dank strenger Schutzauflagen wieder stark vermehrt, so dass man sie ganz bequem beim Vorbeifahren aus dem Auto fotografieren kann.

3. Otavalo

Nördlich von Quito, in der indigenen Gemeinde von Otavalo, findet jeden Samstag der größte Kunsthandwerkermarkt Südamerikas statt, hier macht das Stöbern Spaß: handgestrickte Pullover mit traditionellen und modernen Mustern, Hängematten, Geschnitztes aus Holz, bunte Töpferwaren. Die meisten Verkäuferinnen tragen noch die traditionelle Tracht der Indígenas von Otavalo. Der Ort liegt nördlich von Quito und wird auch regelmäßig von Bussen aus der Hauptstadt angefahren.

4. Cuicocha

Im Video seht Ihr bei 1: 30 den wunderschönen Kratersee von Quilotoa. Aber wenn Ihr sowieso schon in Otavalo seid, ist anderer Kratersee nur einen Katzensprung entfernt – die Laguna Cuicocha. Dieser See hat sogar eine Insel in der Mitte und ist Teil eines Naturschutzgebietes.

5. Der Nebelwald von Mindo

Nebelwald ist eine Art Zwitterlandschaft zwischen dem tropischen Regenwald auf knapp Meereshöhe und der Vegetation in den Andenhochebenen. Hier hängen die Wolken, die vom Pazifik herantreiben und sorgen für eine ganz spezielle Stimmung. Es tröpfelt von den Bäumen, Flechten hängen wie Geisterfinger herab, Schmetterlinge und Kolibris fliegen wie bunte Edelsteine durch das dichte Grün. Ein herrlicher, geheimnisvoller Ort…

6. Baños

Baños ist der heilige Ort am Fuße des Vulkans Tungurahua, der seit Menschengedenken schon viele Ausbrüche erlebt hat, aber dank einer kleinen Anhöhe vor dem Ort trotzdem noch niemals zerstört wurde. Baños hat aber nicht nur den Vulkan und schwefelhaltige heiße Quellen zum Baden zu bieten, sondern gilt auch als Tor zum tropischen Regenwald. Von hier aus geht es bergab über die „Ruta de las Cascadas“ in Richtung Amazonas:

7. Ruta de las Cascadas

Als ich mit dem Fahrrad die Ruta de las Cascadas (die Wasserfallroute) hinabgefahren bin, fand ich nicht nur die sprühenden Wasserfälle faszinierend, die sich entlang des Wegs in die Tiefe stürzen. Übrigens ist der spektakulärste von ihnen der Pailón del Diablo, zu sehen bei 0:25 im Video. Es ist für mich in Ecuador immer wieder faszinierend, wie schnell sich die Landschaft verwandelt, plötzlich andere Pflanzenarten auftauchen, wenn man die Anden hinabfährt. Und das ist auch bei dieser ungefähr zweistündigen Fahrradtour so beeindruckend, wie es immer wärmer wird, das Grün immer dichter und die Luftfeuchtigkeit höher.

Tropischer Regenwald:

Wenn Ihr im tropischen Regenwald angekommen seid (also normalerweise in Puyo), würde ich die Reise noch nicht beenden, denn meiner Meinung nach gibt es hier noch viel zu viel Zivilisation und kahle Ländereien mit abgeholztem Regenwald. Einer der schönsten Orte ist für mich das Dorf Puerto Misahuallí in der Nähe von Tena. Einfach traumhaft. Übernachtet haben wir bei unserem letzen Aufenthalt in der Herberge „France Amazonia“, von dem Franzosen Antoine betrieben, der sich hier in eine Ureinwohnerin verliebt hat.

Aufzuwachen mit den Geräuschen des Urwalds, morgens statt Kaffee den megaleckeren, anregenden Tee aus der Guayusa-Pflanze trinken. Den Affen am Strand beim Spielen zuzuschauen und sich vom Urwaldriesen beeindrucken zu lassen, mit dem Kanu auf dem Fluss fahren, ach, die Liste nimmt kein Ende. Deshalb kriegt dieses Dorf gleich zwei Tipps.

8. Die Affen am Strand von Misahuallí

Jeden Morgen um 7 Uhr gibt es hier ein seltsames Phänomen: Ein Rudel Affen kommt aus dem Urwald in den Ort. Die Tiere hangeln sich über Hausdächer und Telefonleitungen bis zum Strand, wo der Fluss Misahuallí in den Río Nato mündet. An diesem Sandstrand kann man nicht nur baden – Pirañas und Krokodile gibt es an diesem Flussabschnitt nicht. Die Hauptattraktion sind die zutraulichen Affen. Neugierig sind sie und schnappen schneller als man denkt alles, was man in der Hand trägt – immer auf der Suche nach Leckereien. Uns hat einer eine Trinkflasche gestohlen und ist sofort damit auf die Bäume verschwunden. Als er gemerkt hat, dass sich das Ding nicht öffnen lässt, hat er die Flasche einfach wieder heruntergeworfen. Das gleiche machen die Tiere auch mit Handys, es sind dabei sogar schon Affen-Selfies entstanden. Also alles gut festhalten, was lieber nicht von einem Baum heruntergeworfen werden soll!

Aber das Tollste ist unserem ältesten Sohn passiert. Er ist der stillste und introvertierteste in unserer Familie. Und es gibt wirklich dieses seltsame Phänomen, dass die Tiere immer zu ihm kommen. Weil er einfach ganz ruhig dasitzt und wartet bis sie keine Angst mehr haben. Ein junger Affe hat sich prompt auf seine Schultern gesetzt und seine Arme um ihn gelegt, ein magischer Moment!

9. Der Baum, der die Seele berührt

Zu diesem Baum ist bereits alles gesagt, und zwar in diesem Blogeintrag.

10. Strand, Palmen und der wilde Pazifik

Wenn man die Anden ostwärts hinabfährt, geht es ins Amazonasgebiet. In Richtung Westen fährt man hinab zur „Costa“, an die Pazifikküste, wo feinsandiger Strand, Palmen und eine tropisch warme Brise erwarten. Hier könnt Ihr Cocktails am Strand genießen und dabei Salsa und Merengue oder auch Reggaeton hören (womit wir wieder beim obigen Musikvideo wären). Und im Meer gibt es einen Tierreichtum, der seinesgleichen sucht – dank Humboldtstrom. Egal wo ihr hinfahrt, ob Atacames, Salinas, Montañita oder Playas: ich kann nur empfehlen, die typische Küche an Ecuadors Küste zu probieren. Sie gilt als die beste des Landes.

 

11. Karneval in der Provinz Bolívar

Ein echter Geheimtipp ist der Karneval in San Miguel de Bolívar. Mehr dazu findet Ihr in diesem Beitrag.

Hinweis: Meine Reisen nach Ecuador waren privater Natur, es gab keinerlei Sponsoring, auch nicht für diesen Artikel. 🙂

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