Nachhaltigkeit, Reisen
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Im Nebelwald von Mindo: Zwischen Kolibris und Schmetterlingen

Sie sind wie Zwitter aus tropischem Regenwald und den Landschaften der Hochebenen – die Nebelwälder der Anden. Fast ständig hüllen sie sich in Wolken und Nebel, Flechten und Moose verleihen diesem Lebensraum eine mystische Atmosphäre.

Im Tal um das Monument zur Mitte der Welt  regnet es fast nie. Mittags scheint die Sonne im Zenit, gleißend hell leuchtet die Andenhochebene und die Strahlen treffen senkrecht auf die ausgetrocknete Erde. Viele Häuser in der Sonne – aber kein Schatten. Wir befinden uns im Hochtal der „Mitad del Mundo“, direkt auf dem Äquator. Dieser Linie hat das Land Ecuador übrigens seinen Namen zu verdanken. Und von hier fährt man nur noch eine halbe Stunde Fahrt bis zum Nebelwald von Mindo.

Kaum heraus aus dem Trockental, wird die Vegetation immer grüner und dichter bis wir eintauchen in Wolkenmeer unter uns. Im Talkessel von Mindo tröpfelt und regnet es fast ständig: Mystisch wirken die Nebelwälder und bieten auf ihren Ästen vielen Moosen und Flechten Nahrung. Wie Geisterhände hängen sie herab, fischen das Wasser aus den Nebelbänken, genauso wie die prächtigen Orchideen, die auf den Bäumen wachsen.

Kolibris suchen Nektar in ihren Blüten. Ihre Flügel bewegen sich so schnell, dass die Luft vibriert und ein tiefes Brummen ertönt – als wären sie winzig kleine Hubschrauber.

Kolibris beobachten

Das Hostel „El Descanso“ in Mindo hat die Vogelwelt des Nebelwaldes über viele Jahre an die Fütterungsplätze im Garten gewöhnt. Hierher kommen nicht nur die Kolibris, um Zuckerwasser zu schlürfen. Im Geäst sitzen auch Tukane, um sich dort an den Bananenstauden gütlich zu tun. Ein friedlicher Ort, um einfach nur dazusitzen, zu entspannen und zu genießen.

Wandern zwischen Wasserfällen

Um zum Santuario de las Cascadas („Heiligtum der Wasserfälle“) nahe Mindo zu kommen, muss man erst per Seilbahn den Abgrund über dem Nebelwald überwinden. Nichts für Reisende mit Höhenangst! Insgesamt sechs Wasserfälle ziehen sich an diesem Wanderweg entlang. Hier angekommen, geht es hinab über schlüpfrige Treppen, vorbei an Riesenfarnen und von Lianen umschlungenen Bäumen.Und manchmal sieht man auch, wie Schmetterlinge sich an dem mineralienhaltigen Schlamm des feuchten Nebelwalds gütlich tun.

Schmetterlinge im Mariposario

Wer in geballter Form Schmetterlinge beobachten will, der begibt sich in Mindo gleich zum „Mariposario“, also Schmetterlingsgarten, direkt am Hotel Mariposas de Mindo. Vom Ei über die Puppe zum Schmetterling – hier könnt Ihr die Entwicklung vieler Arten des Nebelwaldes beobachten. Besonders unsere Kinder waren begeistert von den Schmetterlingen, die sich auf Kopf, Schuhen und Jacken niederlassen.

Auch Reisejournalisten machen Urlaub: Diese Recherche fand im Rahmen eines Privaturlaubs im Naturreservat von Mindo-Nambillo  statt. Mehr Infos zu Mindo findet ihr auf den offiziellen Seiten des ecuadorianischen Tourismusministeriums.

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