Ausflug, Familie
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Landesmuseum Hannover: Der Dinosaurier-Ausflugstipp für Regentage

Regen, Regen, Regen – tun sich bei Euch auch gerade die Himmelsschleusen auf? Dann habe ich einen Indoor-Ausflugstipp. Niedersachsen entwickelt sich ja immer mehr zum Bundesland für alle Dinosaurierbegeisterten. Die meisten Ausflugsziele sind draußen, doch es gibt eine tolle Ausnahme: das Niedersächsische Landesmuseum Hannover.

Die erste Überraschung gibt es schon am Eingang. Acht Euro Eintritt für eine vierköpfige Familie und mein Jüngster platzt schon heraus „So wenig?“ Das habe ich auch gedacht, aber natürlich nicht gesagt, lieber keine schlafenden Hunde wecken… „Ja, normalerweise würde es zehn Euro kosten“, sagt die Kassiererin entschuldigend. „Aber weil die Ausstellung MenschenWelten gerade geschlossen ist, berechnen wir nur acht Euro.“ Wie man schön merkt: Die Ausstellungen wurden seit 2013 Stück für Stück nach „Welten“ organisiert und außerdem modernisiert. Das Ergebnis in den NaturWelten kann sich wirklich sehen lassen. Als wir vor einigen Jahren das letzte Mal dort waren, strahlte es noch die übliche altbackene Museumsatmosphäre aus. Jetzt empfängt die Kinder schon im Eingangsbereich eine riesige Leinwand, daneben eine Kiste mit 3-D-Brillen. Hier können sie per Film schonmal dreidimensional eintauchen in die Urzeit.

WasserWelten

Und während früher unten Kelleratmosphäre herrschte, in der die Aquarien und Terrarien die einzigen Lichtblicke waren, ist heute alles ganz anders angeordnet:

Die Ausstellung beginnt mit den WasserWelten. Dort könnt Ihr nicht nur die heutigen Fische in unterschiedlichen Aquarien beobachten, sondern auch in die Zeit eintauchen, als ein großer Teil Niedersachsen noch ein urzeitliches Meer war. Ammoniten, Urfische und schwimmende Dinosaurier. Und das alles erklären nicht altbackene Museumstafeln, sondern kleine Touchpads. Auf denen können sich die Kinder selbstständig informieren, wenn sie ein Thema näher interessiert.  Das Thema Wasserwelten geht gewissermaßen fließend über in das Thema LandWelten, denn irgendwie ist unser Wattenmeer ja auch so eine Art Zwitterwesen zwischen Land und Meer.

LandWelten, Küsten- und LuftWelten

Auch hier reiht sich nicht mehr ein Terrarium an das nächste und auch die Lebensräume Niedersachsens mit ihrer Tierwelt sind nicht unabhängig davon erklärt, sondern alles wird miteinander in den Zusammenhang gebracht. Da gibt es die LandWelten der Urzeit, als nahe Münchehagen noch große Langhalsdinosaurier durch den Sand stapften und ihre Spuren hinterließen. Und daneben die niedersächsischen Landschaften der heutigen Zeit wie das Steinhuder Meer, die Lüneburger Heide. Animationen und interaktive Touchpads ergänzen die Ausstellungstücke und lebendigen Tiere in den Terrarien. Schön fand ich auch die Idee, heutige Reptilien neben das Skelett ihres urzeitlichen Verwandten in ein Gehege zu „stecken“.

Mein Fazit: Der Ausflug lohnt sich! Auch wenn es von der Ausstellung MenschenWelten nur einen kleinen Teil zu sehen gibt, und selbst der ist schon vielversprechend: Die Kinder können hier Größenvergleiche mit Urmensch Lucy und den ersten Urzeit-Kindern anstellen und sich alles wieder mit Animationen veranschaulichen lassen. Schade, dass der Rest bei unserem Besuch nicht zugänglich war, aber wir kommen wieder! Falls sich jemand wundert, warum ich die Gemäldegalerie im Obergeschoss nicht erwähnt habe: Hier weht leider noch der muffige Museumsgeruch der Vergangenheit. Ob man diese überhaupt kindgerecht gestalten kann, ist sowieso fraglich, aber das finde ich momentan zweitrangig. Der Rest des Museums bietet schon genug Spannendes für Familienausflügler.

Das Niedersächsische Landesmuseum hat dienstags bis freitags von 10 – 17 Uhr geöffnet, an den Wochenenden und Feiertagen von 10 – 18 Uhr. Freitags ist der Eintritt frei. Mehr Infos gibt es auf dem Internetauftritt des Museums

 

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