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Eukalyptus: Europas Pest in Baumgestalt

Vielleicht lebt ihr auch irgendwo in Nord- oder Westdeutschland. Und vielleicht habt ihr euch auch über das seltsame Licht und die bleichrote Sonnenscheibe am Himmel in den letzten Tagen gewundert? Diese Sonnenerscheinung hat tatsächlich etwas mit Eukalyptus-Bäumen zu tun – und bedeutet nichts Gutes. Heute gibt es also keine schöne Geschichte von unterwegs, sondern eine hässliche, eine von der Gier nach dem schnellen Geld. Weiterlesen

Nancy, historische Plätze

Lothringen: Süße Leckereien und kulinarische Tipps aus Nancy

Schon für einen Kurztrip absolut eine Reise wert – Lothringen oder im Französischen Lorraine. Bekannt durch Köstlichkeiten wie die cremige Quiche Lorraine oder die süßen Macarons aus Nancy. Auch die leckeren Konfitüren oder Chutneys mit Mirabellen sind über Frankreich hinaus beliebt. Von meinem Trip dorthin letzte Woche ein paar Fotoimpressionen und Tipps aus Nancy                Weiterlesen

Tafona da Herminia: Eine 80-jährige Spanierin und ihre jüdischen Kekse

Heute ist International Coffee Day, dazu passt mein Ausflugstipp in Galicien, zu den wundervollen Keksen von Herminia Rodríguez: Wie aus der Zeit gefallen wirkt die Tafona da Herminia im mittelalterlichen Städtchen Ribadivia. Hier zaubert die 80-jährige Bäckerin in ihrem Holzofen Köstlichkeiten nach alten jüdischen Rezepten. Und deren Ruf macht sie inzwischen weit über die spanischen Grenzen bekannt. Weiterlesen

7 Fragen an Reisefeder Dörte

In der Rubrik „7 Fragen an“ befragen wir Menschen, die wir auf unseren Reisen kennenlernen oder mit denen wir zusammenarbeiten. Und wir stellen Euch nun auch uns selbst, das Reisefederteam vor, heute: Reisefeder Dörte.

 

1) Welches war Dein schönstes Erlebnis unterwegs?

Gibt’s nicht. Gibt so viele! Unterwegs sein. Gucken, was passiert. Nicht weiter wissen, dann Menschen ansprechen, zur Not mit Händern und Füßen –  und irgendwie ergibt sich irgendwas, was perfekt passt, womit man aber vorher nie gerechnet hat. Morgens raus, wenn die Luft noch kühl ist und alle anderen schlafen. Abends Sonnenuntergang am Lagerfeuer oder der Blick von oben auf Millionen Stadtlichter. Auf einem Schiffdach den Rio Paraguay hinunter. Oder Schnorcheln in Island. In Tansania die Kuh bestaunen, die indirekt den kleinen Gaskocher befeuert. Laut Lachen in Nunavut. Oder tausende Treppenstufen hinauf auf Chinas Gelbe Berge. Neue unbekannte Speisen probieren. Und vor allem: ohne Navi doch ans Ziel kommen…

2) Welches Erlebnis (auf Reisen) hat Dich nachhaltig beeinflusst?

Vielleicht das Paddeln in Finnland auf dem Saimaa-See: Wo die vorbeikommenden Finnen nicht nur mit voller Bepackung die Eskimo-Rolle hinkriegten, sondern auch immer am Boot ihre Kuksa hängen hatten, eine Holztasse. Und die dann mitten auf dem See eintauchten, um Wasser zu trinken. So klar und sauber war das. Ist es noch. Auch an den kleinen Seen hängt irgendwo das offizielle Ergebnis der Wasserproben.

Und vielleicht, dass ich Anfang September 2001 in New York war. Dann war aber die Zeit schon knapp und es wurde beschlossen, das World Trade Center einfach beim nächsten Mal zu besuchen… Carpe Diem?

3) Gibt es einen Gegenstand, den Du auf Reisen immer dabei hast?

Wohl irgendeine Art von Kamera – groß oder klein, wasserdicht oder zur Not ein „Tragtelefon“. Und früher immer ein kleines Wörterbuch. Jetzt gibt’s ja Apps. Aber auch sehr coole kleine Satzsammlungen wie Vokabelriegel o.ä. für die Hosentasche. Nicht nur gut, wenn der Strom alle ist… Man kommt sich auch nicht so digitalisiert vor!

4) Wenn Du ohne jegliche Alltagspflichten und gesellschaftliche Zwänge leben könntest – womit würdest Du dann den Großteil deiner Zeit verbringen?

Lesen, Zeitung und Bücher. Oft irgendwo in nem Café, versuchen, diese Sprache zu entziffern – geht gut mit Klatschblättern – oder Kinderbüchern! Die Lektüre hin und wieder sinken lassen, einen heißen Schluck nehmen. Und „Leute gucken“. Und dann lostapern, eintauchen und die neuen Wörter ausprobieren…

Und dann mal wieder mitten in der Natur übernachten, früh raus und mit der Kamera auf Entdeckungstour schlendern…

5) Welches war das gewöhnungsbedürftigste Essen, das Du je in einer anderen Kultur probiert hast?

Wahrscheinlich Surströmming in Schweden – riecht viel schlimmer, als es schmeckt, am besten mit Kartoffeln. Muktak bei den Inuit, von ähnlicher Konsistenz wie in China Hühnerfuß und Schweineohr? Einfach, weil es so zäh ist. Aber Chinesen kauen ja gerne dran wie Kaugummi. Es muss ja was dran sein, wenn man Hühnerfüße auch in Plastik eingeschweißt zum Mitnehmen kaufen kann! Wirklich lecker ist aber der Löffelvoll auf dem Bild unten: Sieht aus wie australisches „bush tucker“ der Aborigines, die dicken proteinreichen Witchetty-Maden, denen man den Kopf abbeißen soll, bevor man sie isst… *schüttel*. Aber das hier auf dem Löffel ist superlecker, Knollenziest in Chilimarinade!

6) Gibt es Dinge, die Du dank einer Reise an Deutschland bzw. Deiner Heimat besonders schätzen gelernt hast?

Dass man mit einer Fahrkarte einfach spontan in den Zug einsteigen kann und selbst im ICE keine Sitzplatz-Reservierung braucht. Im TGV geht das nicht, da ist es voll, wenn alle Sitze ausgebucht sind. In Peru war auch schon mal nix mehr frei. Doch wenn ich wirklich dringend irgendwo hin will, dann darf ich hierzulande – frei gewählt – auch mal auf dem Boden sitzen.

7) Welches Reiseziel ist auf Deiner Liste noch offen?

Uh uh… Schwer zu sagen. Und man kann Länder doch auch mehrfach bereisen. Muss man sogar!
Ich mag ja die kleinen Länder, an den Ecken von Europa – Portugal und Island, Estland/Finnland und Slowenien. Bolivien und Jordanien. Irgendwie ist es dort anders, charmanter als bei den benachbarten größeren „Platzhirschen“. Kanada ist eigentlich auch nur der „kleine Bruder“ der USA. Und Australien, Brasilien und China – sind mal die Ausnahme von der Regel… 😉
Habt Ihr Vorschläge für „kleine Brüder“ oder „kleine Schwestern“?

 

Im Nebelwald von Mindo: Zwischen Kolibris und Schmetterlingen

Sie sind wie Zwitter aus tropischem Regenwald und den Landschaften der Hochebenen – die Nebelwälder der Anden. Fast ständig hüllen sie sich in Wolken und Nebel, Flechten und Moose verleihen diesem Lebensraum eine mystische Atmosphäre.

Im Tal um das Monument zur Mitte der Welt  regnet es fast nie. Mittags scheint die Sonne im Zenit, gleißend hell leuchtet die Andenhochebene und die Strahlen treffen senkrecht auf die ausgetrocknete Erde. Viele Häuser in der Sonne – aber kein Schatten. Wir befinden uns im Hochtal der „Mitad del Mundo“, direkt auf dem Äquator. Dieser Linie hat das Land Ecuador übrigens seinen Namen zu verdanken. Und von hier fährt man nur noch eine halbe Stunde Fahrt bis zum Nebelwald von Mindo.

Kaum heraus aus dem Trockental, wird die Vegetation immer grüner und dichter bis wir eintauchen in Wolkenmeer unter uns. Im Talkessel von Mindo tröpfelt und regnet es fast ständig: Mystisch wirken die Nebelwälder und bieten auf ihren Ästen vielen Moosen und Flechten Nahrung. Wie Geisterhände hängen sie herab, fischen das Wasser aus den Nebelbänken, genauso wie die prächtigen Orchideen, die auf den Bäumen wachsen.

Kolibris suchen Nektar in ihren Blüten. Ihre Flügel bewegen sich so schnell, dass die Luft vibriert und ein tiefes Brummen ertönt – als wären sie winzig kleine Hubschrauber.

Kolibris beobachten

Das Hostel „El Descanso“ in Mindo hat die Vogelwelt des Nebelwaldes über viele Jahre an die Fütterungsplätze im Garten gewöhnt. Hierher kommen nicht nur die Kolibris, um Zuckerwasser zu schlürfen. Im Geäst sitzen auch Tukane, um sich dort an den Bananenstauden gütlich zu tun. Ein friedlicher Ort, um einfach nur dazusitzen, zu entspannen und zu genießen.

Wandern zwischen Wasserfällen

Um zum Santuario de las Cascadas („Heiligtum der Wasserfälle“) nahe Mindo zu kommen, muss man erst per Seilbahn den Abgrund über dem Nebelwald überwinden. Nichts für Reisende mit Höhenangst! Insgesamt sechs Wasserfälle ziehen sich an diesem Wanderweg entlang. Hier angekommen, geht es hinab über schlüpfrige Treppen, vorbei an Riesenfarnen und von Lianen umschlungenen Bäumen.Und manchmal sieht man auch, wie Schmetterlinge sich an dem mineralienhaltigen Schlamm des feuchten Nebelwalds gütlich tun.

Schmetterlinge im Mariposario

Wer in geballter Form Schmetterlinge beobachten will, der begibt sich in Mindo gleich zum „Mariposario“, also Schmetterlingsgarten, direkt am Hotel Mariposas de Mindo. Vom Ei über die Puppe zum Schmetterling – hier könnt Ihr die Entwicklung vieler Arten des Nebelwaldes beobachten. Besonders unsere Kinder waren begeistert von den Schmetterlingen, die sich auf Kopf, Schuhen und Jacken niederlassen.

Auch Reisejournalisten machen Urlaub: Diese Recherche fand im Rahmen eines Privaturlaubs im Naturreservat von Mindo-Nambillo  statt. Mehr Infos zu Mindo findet ihr auf den offiziellen Seiten des ecuadorianischen Tourismusministeriums.

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Kaiserschmarrn, Tirol, Stanglwirt

Tirol: Süße Leckereien im Stanglwirt – der Kaiserschmarrn

Eine der leckersten Süßspeisen der österreichischen Küche ist der Kaiserschmarrn – finde ich zumindest. Benannt nach Kaiser Franz Joseph I. Als ich letzte Woche das Hotel Stanglwirt in Tirol besuchte, hab‘ ich tatsächlich einen der besten im Gasthof des Familienhotels gegessen. Die altehrwürdige Gaststube mit ihren knarrenden Treppen und rauhen Altholzwänden am Fuße des Wilden Kaisers bekocht ihre Gäste bereits seit über 400 Jahren. In einer der alten Stuben könnt ihr durch ein großes Fenster den Kühen beim Fressen im Stall zuschauen. Der Kaiserschmarrn war einfach super, schön locker-luftig: Kaiserschmarrn mit frischen Himbeeren, Vanilleeis und Zwetschkenröster (Pflaumenkompott). Deshalb stelle ich hier auch kurz das Rezept dazu vor. Lasst es euch schmecken! Weiterlesen

Landesmuseum Hannover: Der Dinosaurier-Ausflugstipp für Regentage

Regen, Regen, Regen – tun sich bei Euch auch gerade die Himmelsschleusen auf? Dann habe ich einen Indoor-Ausflugstipp. Niedersachsen entwickelt sich ja immer mehr zum Bundesland für alle Dinosaurierbegeisterten. Die meisten Ausflugsziele sind draußen, doch es gibt eine tolle Ausnahme: das Niedersächsische Landesmuseum Hannover.

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