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Der Hit gegen Hitze: Selbstgemachte Minz-Zitronen-Limonade

Wenn es richtig sommerlich ist, gibt es nichts Besseres als ein großes Glas kühler, selbstgemachter Minz-Zitronen-Limonade. Hier kommt das Rezept für den erfrischenden Sommergenuss:

Eine große Handvoll frischer Minze (wer keine auf dem Balkon oder im Garten hat, findet sie in der Gemüseabteilung im Supermarkt; Tipp: abgeerntete Pflanze draußen einpflanzen oder zumindest weiter im Topf feucht halten – schlägt wieder aus) zusammen mit einer in Scheiben geschnittenen Bio-Zitrone, dem Saft einer weiteren Zitrone, 300g Zucker und einem halben Liter Wasser aufkochen, danach etwas ziehen lassen. Wer es noch minziger mag, kann auch einen oder zwei Beutel Pfefferminztee hinzufügen. Für eine zarte Minznote reichen aber die frischen Blätter völlig. Dann die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen, nochmal kurz aufkochen und in saubere Flaschen oder Schraubgläschen abfüllen.

Für eine erfrischende Minz-Zitronen-Limonade einen kleinen Schluck des Sirups mit eiskaltem stillem oder sprudelndem Wasser auffüllen (ca. 1:5), Eis dazu geben und mit einer Scheibe Zitrone oder ein paar frischen Minzblättern garnieren (das Auge genießt ja bekanntlich mit). Und dann ab damit in die Hängematte… In hübschen Fläschchen und mit selbst gestalteten Etiketten ist der Sirup auch ein super Mitbringsel zur nächsten Gartenparty.

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Das Licht feiern: Midsommar in Schweden

Rote Häuser aus dem 16. Jahrhundert reihen sich um eine Wiese. Im Hintergrund ein See, rundherum dichte Fichten und lichte Weiden, mittendrin der Maibaum. Ein alter Akkordeonspieler greift zu seinem Instrument, und wie im Heimatfilm tanzen Kinder und Erwachsene zu alten Volksliedern um den Baum. Nicht fehlen darf natürlich das Frösche-Lied, zu dem man im Kreis watschelt und Quakgeräusche macht. Peinlich ist da nichts, Alt und Jung machen eifrig mit. Viele der Kinder tragen Kränze, am Morgen frisch gewunden aus Margeriten, gelbem Hahnenfuß, duftendem Klee und anderen Wildblumen (neuerdings mischen sich leider auch immer mehr seelenlose Kränze aus Plastik darunter).

Midsommar in Schweden (oder generell in Skandinavien, jedes Land hat seine eigenen Traditionen) ist eines der schönsten Feste und Bräuche überhaupt. Wer so lange, dunkle Winter hat, zelebriert das Licht und die Wärme doppelt und dreifach intensiv. Gefeiert wird — gesetzlich geregelt — in Schweden immer an dem Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni, der dem längsten Tag des Jahres (dem 21. oder 22. Juni) am nächsten ist. In diesem Jahr fällt Midsommar auf den 25. Juni. Meist haben schon am Freitag davor, dem Midsommarafton, alle Läden geschlossen. Junge Mädchen sammeln dann (schweigend!) sieben verschieden Sorten Blumen und legen sie unters Kopfkissen, um von ihren Zukünftigen zu träumen. Und dann wird gefeiert, mit Freunden, Verwandten und Bekannten bindet man Blumenkränze und schmückt den Midsommar- oder Maibaum mit Birken- und Eichenlaub. Fast alle kleinen Kinder tragen Blumenkränze. Zu essen gibt es traditionell Hering mit neuen Kartoffeln und saurer Sahne oder Kartoffelauflauf. Man singt, lacht, feiert und trinkt. Denn dunkel wird es schon früh genug wieder.

Mehr Infos zu Schweden und seinen Tradionen: Visit Sweden

Mehr Sommergeschichten und Rituale für den längsten Tag des Jahres: Mongolei, Grönland, Mittsommer-Rituale

 

 

Elberadweg, Prag, Tipps, STrassenbahn

Elberadweg – von Prag nach Deutschland (Etappe 1)

Die Elbe ist ein ganz besonderer Fluss für mich. Dort bin ich aufgewachsen und jeden Morgen hat sie mich auf meinem Schulweg begleitet. Ich sah die langen Lastenkähne gen Meer tuckern und fragte mich, woher sie wohl kommen. Wie sieht es da aus? Praha stand auf manchen, Prag.  Tschechien – das Land, in dem der Fluss entspringt. Jetzt war ich endlich mal dort und bin den Elberadweg entlang geradelt. Weiterlesen

Rosenblüten_gelee_Rezept_Louise_odier_klein

Rosengelee-Rezept: Sommerduft im Glas

Es duftet überall in den Gärten – die Rosenblüte ist im vollen Gange. Wer sie so liebt wie ich, konserviert sie sich am besten im Glas – als Rosengelee, der perfekte Brotaufstrich für Rosenliebhaber.

Rot, weiß, creme, rosé, zweifarbig, gefüllt – Rosenblüten haben viele Formen und Farben. Mal sind sie ganz unscheinbar und klein wie die Ramblerblüten, mal dramatisch groß. Ich mag die alten Sorten mit den schönen Duft wie etwa Louise Odier. Und freue mich immer im Winter, wenn die Tage grau und kurz sind und nach Regen oder Schnee riechen, wenn ich noch etwas Sommerduft im Vorratsregal stehen habe.

Rosengelee, Rezept, ZutatenRosengelee: das Rezept:

  • Mindestens 15 Rosenblüten, gerne mehr, wenn Ihr rote Rosen habt, dann die auf jeden Fall mit hineingeben, das ergibt einen intensiverein Rotton. Auf gar keinen Fall Rosen aus dem Blumenladen oder Supermarkt nehmen, sie sind oft gespritzt.
  • 1,5 l Wasser
  • 1 Zitrone
  • 6 Erdbeeren
  • 1-2 kg Gelierzucker, am besten 3:1

Die Rosenblüten am besten morgens pflücken, dann duften sie am stärksten. Es können gar nicht genug Rosenblüten sein. Anschließend die Blütenblätter abzupfen, auf einer Fläche ausschütten und etwas liegen lassen, damit eventuelle Krabbeltiere sich in Sicherheit bringen können. Dann die Blüten vorsichtig mit den Händen in ein Sieb geben und abwaschen. Die Rosenblüten in einen Topf geben.

Die Zitrone in Scheiben schneiden und zu den Rosenblättern geben. Die Erdbeeren halbieren und ebenso dazugeben. Mit heißem Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen. Wenn die Farbe schön rot ist, dürfen die Erdbeeren rausgefischt werden. Mindestens 24 Stunden ziehen lassen.

Blüten, Zitrone und Erdbeeren durch ein feines Sieb abseihen und die Essenz in einem Kochtopf mit der entsprechenden Menge Gelierzucker einkochen. Dabei die Mengenangaben auf der Gelierzuckerpackung beachten und unbedingt eine Gelierprobe machen. Das heißt, etwas von der Gelee-Zucker-Mischung auf eine Untertasse geben, eine Minute warten und schauen, ob es fest ist. Es sollte nicht mehr verlaufen.

Immer wieder Gelierzucker hinzufügen bis die Masse ausreichend fest ist und ordentlich rühren.

Anschließend heiß in Gläser füllen.

Die Erdbeeren sind nur als Färbemittel eingesetzt. Wer rote Rosenblätter hat, kann auch damit eine schöne Farbe erzielen. Rose-Sekt geht übrigens auch gut, dann muss man entsprechend die Wassermenge verringern.

Rosengelee, Louise Odier Duftrose, Blütenblätter, Rezept

 

Neugieriger Luchs

7 Fragen an… Jürgen Borris

Naturfotografen sind ein sehr sympathischer Menschenschlag – zumindest haben wir Reisefedern bisher diese Erfahrung gemacht. Deshalb richten wir heute die sieben Fragen an einen unserer Lieblingsfotografen: Jürgen Borris. Seit Anke und ich mit ihm gemeinsam ein Buch über die Lüneburger Heide geschrieben haben, arbeiten wir gern und oft mit ihm zusammen. Weiterlesen

Wartburg, Aussenansicht

Wartburg: Mehr als Martin Luther

Im nächsten Jahr wird sie 950 Jahre alt – die Wartburg. Sie ist auch vor dem Jubiläum auf jeden Fall einen Besuch wert. Vor allem mit Kindern, die hier herrlich herumtoben können und ganz nebenbei Geschichte erleben.

Unsere Vermieterin in  Erfurt hatte uns gewarnt: Wollt Ihr wirklich zur Wartburg? Beim Aufstieg sind schon zwei Menschen gestorben. Das klang hart! Es schreckte uns nicht wirklich, motivierte mich aber, mit den Kindern in den Shuttlebus einzusteigen – sicher ist sicher. Also bequem wie die Großmütter den 411 Meter hohen Berg mit dem Kleinbus erklimmen. Oben erwartete uns tatsächlich eine andere Welt, die vor allem die Kinder begeisterte: Eine richtige Spornburg mit Kanonen, Wehrtürmen und einer Zugbrücke. Der Anblick war auch für uns Große beeindruckend. Hier ein paar Eindrücke.

Das Schönste war, dass man überall herumlaufen konnte, ohne Eintritt zu bezahlen. Die Kinder tobten und erkundeten, sogar das Ritterbadezimmer war geöffnet und zu sehen. Doch ohne Führung geht es nicht auf dieser Burg, also haben wir uns angehört, was sie in ihrer 949jährigen Geschichte erlebt hat. Und dabei stellten wir fest, dass Martin Luther nur einen ganz kleinen Anteil an der großen Geschichte hatte.

Besonders einprägsam ist der Mythos über den Erbauer der Wartburg, Ludwig, der Springer war ein einfallsreicher Mann aus dem Geschlecht der Ludowinger. Er hatte sich den Burgberg als Platz für seine Burg ausgewält. Die Sache hatte nur einen Haken: Der Berg gehörte ihm nicht. Da man damals nur auf seiner Erde bauen durfte, ließ Ludwig des nachts mit mit seinen zwölf Rittern unterstützt, Erde von seinem Land ankarren und errichtete darauf die Burg – so sagt es die Überlieferung. Der Trick hat funktioniert und er war stolzer Burgherr.

Im 13. Jahrhundert schrieb eine ungarische Königstochter auf der Wartburg Kirchengeschichte: Elisabeth von Thüringen gab ihr feudales Leben auf und widmete sich den Hilfsbedürftigen und Kranken. Darüber hat auch Iris schon in ihrem Beitrag über die Wartburg geschrieben. Besonders beeindruckend ist der Elisabeth-Saal, der im byzantinischen Stil über und über mit goldenen und bunten Mosaiken ausgestattet ist und die Geschichte der Heiligen erzählt, die mit 13 Jahren schon vermählt wurde.

Wartburg, Thüringen, Eisenach, Tipps Der berühmteste Wartburg-Bewohner aber war Martin Luther, der hier die Bibel übersetzt hat. Der Raum, in dem er das Tintenfass an die Wand geworfen haben soll, als ihm der Teufel erschienen sein soll, ist der berühmteste, aber nicht der schönste der Burg. Luherzimmer, Wartburg, Thüringen, Eisenach, Tipps

 

Lustig sind auch die vielen Luther-Souvenirs. Hier bereitet man sich offensichtlich schon auf das Lutherjahr 2017 vor – schaut selbst. Am meisten musste ich über das Keksausstechförmchen schmunzeln – wer will denn Luther-Kekse backen? Aber das Schneekugelglas mit Luther ist auch schön kitschig – für echte Hardcore-Fans.

Doch auch andere geschichtsträchtige Ereignisse haben hier stattgefunden, wie etwa der Sängerkrieg, der der Wartburg zugesprochen wurde und später Grundlage zu Richard Wagners Oper „Tannhäuser“ wurde. Im Festsaal der Wartburg wird dieses musikalische Werk heute noch oft aufgeführt.

wartburg_festsaal_thannhäuser_klein Wartburg, Festsaal

Ganz schön viel Geschichte und Geschichten auf der Wartburg. Den Kindern brummte jedenfalls der Schädel. Gut, dass es das hübsche Burgcafé gab, in dem es sich lecker Flammkuchen, Pfannkuchen und Kuchen essen lässt.Bild vom Schild, Wartburg, Thüringen, Eisenach, Tipps

Und dann gaben noch die Erfurter Sängerfreunde ein kleines Gratiskonzert, als wir nach Hause wollten – ein rundum gelungener Tag.

Mehr zur Wartburg findet Ihr hier.

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Grün und kühl –- Deutschlands schönste Wälder

Wenn der Sommer an Fahrt aufnimmt, es draußen immer heißer wird, zieht es Viele ins klimatisierte Drinnen. Aber warum nicht mal in den Wald? Ins dichte Grün, frische kühle Luft atmen, würzige Düfte genießen, Ruhe finden. Und dabei noch ein paar Geheimnisse entdecken… Also Rucksack packen und auf in die 11 schönsten Wälder des Landes: Weiterlesen

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Karibik mit Kind: Beaches auf den Turks & Caicos Inseln

Türkisfarbenes Wasser zum Reinsetzen ohne Frostbeulen und weite, puderfeine Strände zum Spielen sind schon Paradies. Wenn dann noch ein riesiger Wasserspielplatz, diverse Boote, Bikes und Boards und geniale Kinderbetreuung hinzukommen, ist das Urlaubsglück perfekt. Und das alles vor idyllischer italienischer, französischer, karibischer Dorfkulisse oder dem Stil von Key West. Das Beaches Resort auf den Turks & Caicos ist ein Traum. Weiterlesen