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Hannover, Tipps, Cumberlandsche Galerie

11 Tipps für Hannover

Hannover ist uns so nah, dass wir bislang vergessen haben, auch mal ausgiebiger darüber zu posten. Das wird nun anders. Immerhin kennen wir uns hier richtig gut aus – und nehmen Euch mit zu den schönsten Plätzen in unserer Stadt, auf die perfekt das Motto passt: Viel mehr sein als scheinen. Unsere 11 Hannover-Tipps für Euch.

1. Kleines Fest im Großen Garten

Kleines Fest, Hannover, Herrenhäuser GärtenDas war eine wirklich zauberhafte Idee: Den schönsten Barockgarten Europas zur Bühne werden  und Kleinkünstler aus aller Welt zwischen Blumen und Hecken wuseln zu lassen. Seit 31 Jahren ist das „Das Kleine Fest im großen Garten“ einer der kulturellen Höhepunkte in der Stadt. Es hat viele Nachahmer in anderen Schlossparks gefunden, aber das Original kommt aus Hannover. In diesem Jahr treten an 16 Abenden 120 Künstler aus 20 Ländern auf – wenn das nicht bunt und international ist, dann weiß ich es auch nicht. Das einzige Problem ist, an die Karten zu kommen. Der Vorverkauf ist offiziell beendet, aber an der Abendkasse gibt es fast immer eine kleine Reserve. Ist sowieso schlauer, denn dann weiß man ja auch, ob das Wetter mitspielt. Die Vorführungen laufen vom 13. bis 31. Juli. www.kleinesfest-hannover.de

2. Herrenhäuser Gärten

Nun war er da und alle Nachrichten haben den US-Präsidenten in den Herrenhäuser Gärten gezeigt.  Wir wussten schon immer, was für ein Schmuckstück wir da mitten in der Stadt haben, immerhin den schönsten Barockgarten weit und breit und zudem gekürt als Europas Garten 2015. Jetzt ist es dort am schönsten, weil alles duftet und blüht. Ich allerdings mag es dort noch lieber im Herbst, wenn die Blätter sich färben und alles im Rückzug ist. Und mein Lieblingsplatz ist die Grotte, gestaltet von Niki de Saint Phalle, der unsere Stadt schon die prall-bunten Nanas zu verdanken hat.

3. Schauspielhaus und Cumberlandsche Galerie

Mit seinen weißen Aluminumplatten als Verkleidung wirkt das Schauspielhaus sehr futuristisch – ich mag den Bau. Er stammt aus dem Jahre 1992 und wurde vom Schweizer Architekten Claude Paillard realisiert. Aber nicht nur die Architektur ist sehenswert, auch die Produktionen, sie wurden in den letzten Jahren mit einigen Preisen ausgezeichnet. Zum Haus gehört übrigens auch die Cumberlandsche Galerie, ein unter Denkmalschutz stehendes Treppenhaus. Hier sitzt man auf den Stufen und sieht sich Aufführungen an – ein Ort voller Theaterzauber. Einer meiner liebsten Hannover-Orte. Wenn nicht gespielt wird, ist die Galerie als Bar geöffnet.

4. Limmerstraße

Linden heißt unser bunter, quirliger Stadtteil, in der sich die Kulturen mischen und eine besondere Kreativität hervorbringen. Auf den ersten Blick sichtbar ist dies in der Limmerstraße mit ihren kleinen Cafés, vegangen Geschäften, witzigen Kleiderboutiquen oder Bioläden. Wenn ich eine Portion Über-den-Tellerrand-Schauen brauche, gehe ich dort schlendern. Besonders lecker ist Linden bei Lindenblatt, in dem Café gibt es leckere Tartes und Macarons im französischen Stil – mhhhhhhh.

5. Irgendwie spanisch – Deisterstraße

Hannover hat die größte spanische Kolonie Deutschlands. In den 1970er Jahren kamen vor allem spanische Gastarbeiter in die niedersächsische Stadt und heuerten bei Volkswagen oder der Conti an. Die meisten blieben und haben uns etwas Wunderbares hinterlassen – spanische Supermärkte, Restaurants, Bars und Flamencoschulen. Und wenn es um den Lieblingsspanier geht, ja, da bin ich altmodisch, ist es noch immer Rias Baixas I, ein Restaurant, in dem sich seit den 1980er Jahren nicht viel verändert hat, so scheint es. Zum Glück. Rund um die Deisterstraße finden sich aber auch viele andere spanische Leckereien. Und in der Deisterstraße sitzen echte weitere Food-Klassiker, etwa das Italienische Restaurant Napoli. Und in der Pastelaria Luis gibt es portugiesische Törtchen zum Dahinschmelzen. Yummie…

6. Schräger Fahrstuhl

HannoverBei uns ist wenigstens der Fahrstuhl in Rathaus schräg, wenn die Stadt schon als langweilig und normal verschrien ist. Einsteigen und die Einzigartigkeit genießen. Durch ein Fenster im Fußboden des Aufzugs kann man sogar zuschauen, wie man schräg nach oben in die Kuppel des Neuen Rathauses (das im Gegensatz zum Alten Rathaus neben der Marktkirche „erst“ hundert Jahre alt ist und innen wie außen aussieht wie ein Schloss) fährt.

7. Biergärten

Hannover, Biergärten, Lorettas, Hannover TippsNicht nur München kanns – auch wir im Norden haben Biergärten. Und gleich so schöne mit Kastanien und sogar auf einem Berg – Hannover in lauen Sommernächten ist toll, ein bisschen auch wegen seiner Biergärten. Ob Lindener Berg oder Loretta´s, Waterloo oder Lister Turm – irgendwo liegt immer ein schöner Biergarten in erreichbarer Nähe. Wunderbar entspannend.

8. Café Glücksmomente

Jetzt ist es vielleicht etwas zu warm, aber die nächste Kältewelle kommt bestimmt, bei der man sich nach einem schönen Café sehnt. Ich liebe die Glücksmomente in der Altstadt, dieses Café hat eine schöne Balance gefunden aus Shabby-Chic und plüschiger Gemütlichkeit. Hier kann man den süßen Mäusespeck einzeln kaufen, ebenso wie Lollis oder Brausebonbonketten. Da werden alte Kindheitserinnerungen wach. Das einzig Blöde: Es ist fast immer so voll, dass man vorbestellen muss, spontane Besuche fallen deshalb meistens aus. Aber rundum gibt es zum Glück viele weitere nette Cafés und Restaurants.

9. Eilenriede

Eilenriede; Hannover, StadtwaldMittlerweile hat es sich rumgesprochen, oder? Hannover ist eine grüne Stadt und unser Stadtwald, die Eilenriede, ist sogar größer als der Bois de Bologne in Paris oder der Londoner Hydepark. Nur wir sind vielleicht etwas wilder, denn unser Wald ist nicht ganz so überbevölkert, so dass sich Fuchs, Marder, Rehe und Eulen hier immer noch wohl fühlen. Ein besonderer Tipp für Familie ist die Waldstation, in der man nicht nur den Turm hinaufklettern, sondern auch einige Tiere beobachten kann. Ich bin übrigens auch gern am Milchhäuschen am Wilhelm-Busch-Weg. Das kleine Café mitten im Wald hat irgendwie etwas von Laubenpieperromantik.

10. Mittwochtheater

Hannover_MittwochtheaterDa muss ich hin: Im Herbst spielt das Mittwochtheater das Stück „Frida Kahlo“. Das Mittwochtheater ist eines der ältesten Privattheater der Stadt und steht an einem wunderschönen Platz, nämlich am Lindener Berg. In direkter Nähe zum Biergarten Lindener Turm, eine superschöne Location, um den Abend ausklingen zu lassen. Doch zurück zum Theater. Das Mittwochtheater überzeugt mit Klassikern ebenso wie mit experimentellen Stücken und ist aus der Kulturlandschaft einfach nicht wegzudenken. Also hingehen – es lohnt sich.

11. Pier 51

Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu diesem Ort: Der Platz ist einer der schönsten in der Stadt. Wo sonst kann man im Strandkorb sitzen, einen leckeren Latte vor der Nase, und den Segelschiffen zuschauen? Doch immer wieder gab es auch unfreundliche Ansagen von den Bedienungen, nordisch by nature eben. Wenn man vorgewarnt ist, nimmt man es vielleicht eher mal in Kauf. Denn das moderne Gebäude des Cafés und Restaurants Pier 51, das in den Maschsee hinein gebaut ist, ist schon genial, und Kuchen und Essen schmecken auch.

 

 

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Steglieger - Jule und Tilda genießen die Sonne

Segeln mit Kind und Hund(en)

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Gerade vom Turm gestartet

Megazipline und Ilsetal: Spannung und Entspannung im Harz


Jetzt, Anfang Mai, ist die schönste Zeit, um durch die Wälder zu streifen. Die frischen Blätter an den Bäumen und die Bodendecker wie Buschwindröschen & Co. wagen sich täglich weiter heraus und leuchten so quietschig hellgrün wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Eine Augenweide nach dem langen, grauen Winter!

Die perfekte Zeit also für mal wieder einen Ausflug in den Harz. Dort konnte das Programm diesmal allerdings kaum gegensätzlicher sein: Erst eine Rund auf den Spuren der Prinzessin-Ilse-Sage (und auf den Spuren von Heinrich Heines Harzreise) durchs Ilsetal – Entspannung pur. Am nächsten Tag dann das Kontrastprogramm: Adrenalin und Herzklopfen auf der Megazipline an der Rappbodetalsperre, wo es mit richtig viel Speed am Seil den Hang hinunter geht…

Entspannung: Ilsetal

Das erste warme Frühlingswochenende war wie gemacht für eine Wanderung durch das Ilsetal. Los ging es in Ilsenburg, vorbei an der Prinzessin Ilse-Quelle, die zur Feier des Tages ihr Mineralwasser schüttete (oft ist die Quelle trocken, hört man), und dann bergauf bis zum Ilsenstein. 130 bis 160 Meter hoch erhebt sich die langgestreckte Felsformation über dem Flüsschen Ilse – wie steil und hoch es wirklich ist, sieht man erst viel später auf der Wanderung, wenn der Weg unten im Flusstal entlang läuft und der Ilsestein hoch oben über einem aufragt. Die Prinzessin Ilse soll, so erzählt es eine Sage, eine sanftmütige Fee gewesen sein, die Tiere und Pflanzen schützte. Von einem missgünstigen Jäger ihres machtvollen Schwertes beraubt, verwandelte sie sich schließlich in den Ilsenstein und steht so bis heute da.

Am Ende der Felsen ist ein Kreuz mit der Jahreszahl 1814 aufgestellt, gestiftet von Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode, der damit seiner in den Befreiungskriegen gefallenen Freunden gedachte. Von hier – übrigens genau die Nationalparkgrenze – sieht man den Brocken gut, manchmal auch den tief schwarzen Qualm der Schmalspurbahn, die unermüdlich Besucher hinauffährt. Ein literarischer Ort: Nicht nur Goethe erwähnt den Ilsestein (damals noch „Ilsenstein“ geschrieben) im Faust, auch Heinrich Heine beschreibt in der „Harzreise“ seine Wanderung durch das Ilsetal und die Besteigung der Felsen.

Weiter geht der Weg bis zum Waldgasthaus Plessenburg, von hier dann in weiten Schleifen hinab zum Flüsschen Ilse, das hier in seinem Oberlauf munter über dicke Felsen und Steine sprudelt. Wer fußlahm ist, kann den Wanderbus nehmen, der auf dem breiten, geschotterten Weg verkehrt. Doch viel schöner ist es, am anderen Ufer der Ilse auf unbefestigten Wegen talabwärts zu laufen – nach einiger Zeit mit dem schon erwähnten, beeindruckenden Blick auf den Ilsestein und das Kreuz hoch oben.

Spannung: Megazipline

Dass der Harz inzwischen mehr zu bieten hat als Windbeutel und 60er-Jahre-Tourismus, ist spätestens jetzt klar: Nach einer Nacht in Blankenburg (im wirklich empfehlenswerten Kurhotel Fürstenhof – sehr serviceorientiert, familienfreundlich und einfach nett) geht es am nächsten Morgen rauf zur Rappbodetalsperre. Genauer: zur Megazipline. Seit 2012 sausen hier an Europas größter Doppelseilrutsche die Wagemutigen einen Kilometer lang und – wichtiger! – 120 tief einen bewaldeten Hang hinab über die Talsperre.

Doch vor dem Vergnügen heißt es sich auf der Buchungsliste abstreichen lassen (der Flug muss vorab im Internet gebucht werden), dann geht es ans Bezahlen (und 120 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder zwischen 10 und 14 Jahren als Familienticket ist wahrlich nicht ohne; ein Einzelticket kostet 39 Euro) und Wiegen (mindestens 40, maximal 120 Kilo müssen es sein) in dem metallenen Turm oberhalb der Talperrmauer. Kinder bekommen neben dem Sicherungssystem zusätzlich Bleiwesten, damit sie nicht mangels Gewicht zu langsam werden. Angezogen wird alles eine Etage höher, anschließend geht es nochmal eine Treppe hinauf.

Hier ist die Startrampe, hier kann man zugucken, wie die nächsten Leute hinter einer Sperre in das Seilsystem eingehängt und gesichert werden. Die Aufregung steigt. Dann geht die Tür auf: sichern, einhängen, nochmal in die Kamera winken – und los geht´s. Steil bergab am Anfang, schnell nimmt man Fahrt auf und weiß, warum auf dem Kopf nicht nur ein Helm, sondern vor den Augen auch eine Skibrille sitzt… bis zu 85 km/h schnell kann die Fahrt werden. Und es ist großartig, wirklich fast wie fliegen. Leider viel zu schnell ist der Flug aber auch schon wieder vorbei, man gleitet über den See aus und wird in der Auffangstation in Empfang genommen. Am liebsten gleich nochmal…

Die Megazipline haben übrigens vor fünf Jahren zwei Brüder gegründet, ein Dachdecker und ein Tischler. Sie wollten in ihrere Heimat Sachsen-Anhalt ein neues, frisches Tourismusangebot aufbauen. Dem Harz tut´s auf jeden Fall gut. Auch wenn ich die klassische Wanderung mit Fluss, Wald und Picknick auch nicht missen möchte.Oberlauf der Ilse

Oberlauf der Ilse

Hannover

Frühling in Hannover

Nicht nur Barack Obama mag Hannover, auch die Deutsche Botschaft in Washington hat just ein Foto vom Neuen Rathaus gepostet – und auch wir finden, dass der an ein Schloss erinnernde wilhelminische Prachtbau mit Park und See jetzt im Frühling eines der schönsten Ausflugsziele in der niedersächsischen Landeshauptstadt ist…

Und welches sind die Frühlings-Lieblingsziele in eurer Stadt?

 

 

 

 

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Was tun bei einem Erdbeben?

„Versteck dich unter einem Tisch“, sagen die einen. „Nein, auf keinen Fall, du musst schnell ins ‚Dreieck des Lebens‘ genau NEBEN den Tisch!“ Ja, was denn nun? Gar nicht so einfach, sich zu informieren, wenn man ein erdbebengefährdetes Gebiet bereisen will… Was zu beachten ist, haben wir recherchiert. (Die Bilder hat übrigens unser Cedrik (13) gezeichnet, der bei Reisefeder seinen Jugend-Zukunftstag absolviert hat). Weiterlesen