Neueste Artikel

Äthiopien, Urvölker

Äthiopien: Überleben am Omo

Ihr Rücken über dem mit Perlen verzierten Lendenschutz aus Ziegenfell ist übersät mit blutigen Striemen. Doch die junge Frau ist fröhlich: Aiyana trötet, singt und scheppert mit ihren Armreifen aus Metall. An den Knöcheln hängen Schellen, sie stampft kräftig auf den roten Lehmboden. Staub wirbelt auf. Aus den Maisfeldern ringsum kommen singende und schellenklappernde Verwandte angerannt. Sie trinken vergorenen Hirsebrei aus alten Tomatendosen. Ihre Haare leuchten rötlich-ocker: Sie sind mit einer Paste aus Butter und roter Tonerde eingerieben – zum Schutz gegen Insekten, Sonne und Staub. Ein unvergesslicher Geruch. Wir sind in der Nähe von Turmi, mitten im unberührten Omo-Delta – weit im Südwesten von Äthiopien.

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Meer, Schären und Kaffeepausen: Tiefenentspannt in Östergötland


Östergötlands Schärengarten steht ein wenig im Schatten der Schären vor Stockholm. Gut so. Denn während sich vor der schwedischen Hauptstadt im Sommer gefühlt das halbe Land mit Yachten und Motorbooten tummelt , sind die Schären im etwas südlicher gelegenen Östergötland mindestens genauso schön, aber selbst im Juli nie überfüllt. Hier findet jeder seine (bei Bedarf ganz einsame) Lieblingsinsel. Total entspannt hangelt man sich in der tollen Küstenlandschaft von Fika zu Fika (der legendären schwedischen Kaffeepause). Weiterlesen

Spargel-Landschaft, mal anders – Windräder in der Natur?

Mitten zwischen den Feldern, auf dem Rad von Dorf zu Dorf in Niedersachsen, Sommer in der Luft… Da schlich sich ein Thema in meinen Vorderkopf, bei dem man sich kräftig in die Nesseln setzen kann. Oder zwischen alle Stühle…  Frage: Was sind Windräder in der Landschaft – Verschandelung oder Naturschutz? Vogelmord oder Klimarettung? Krachmacher oder Spritgeber für leise Elektroautos?  Gegen verhärtete Fronten… Weiterlesen

Das erste Mal mit E-Bike: Auf dem Werra-Radweg

Der Werra-Radweg führt von der Quelle des Flusses in Thüringen bis Hann. Münden. Ich bin die letzte Etappe umgekehrt gefahren, von der Dreiflüssestadt bis nach Witzenhausen. Gleichzeitig war das auch meine Premiere auf einem E-Bike.

Nach einer kurzen Einführung durch die Chefin des Fahrradshops in Hann. Münden strampelten wir einen kleinen Berg hoch. Das ging dank Power-Modus des E-Bike ganz easy, doch dann kam schon das erste Hindernis: die Hängebrücke über den Fluss, zwei Treppen gilt es hier zu überwinden. Da ist so ein E-Bike plötzlich gar nicht mehr praktisch, denn die Teile sind dank Akkus, Motor und verstärktem Rahmen verdammt schwer. Zum Glück waren wir in der Gruppe unterwegs und konnten immer zu zweit schleppen. Allein würde ich mir das aber nicht antun wollen.

Als wir auch noch die romantische Mühlenbrücke hinter uns gebracht haben (um Brücken kommt man in der Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden nicht herum, das macht aber gerade einen besonderen Reiz aus), geht es endlich auf in Richtung Werra.

Am Fluss entlang

Von den drei Radwegen an Weser, Fulda und Werra gilt der letztere als der idyllischste. Er führt vorbei an Fachwerkhäusern, am Welfenschloss und der steinernen Werrabrücke. Wir folgen dem Flusslauf, zu Anfang ganz nah an der gluckernden Werra, später geht es durch schattige Waldstücke und offene Landschaft, wo Lärchen über Getreidefeldern zwitschern und der Klatschmohn rote Punkte in die Landschaft tupft.

Der Radweg streift das Töpferdorf Oberode, in dem einst die berühmte Werrakeramik hergestellt wurde, und führt vorbei an den knuffigen Fachwerkhäusern von Blickershausen.

Kirschenstadt Witzenhausen

Unser Ziel ist Witzenhausen, die Stadt, die durch Kirschenplantagen berühmt geworden ist. Dort dominiert vor allem ein Anbaubetrieb, gleichzeitig auch der älteste Hof des Ortes. Schon seit dem 15. Jahrhundert gibt es den Bauernhof der Familie Kindervatter. Heute lebt die Familie vor allem von der Selbstvermarktung, hier gibt es Kirschwein, -Schnaps, Kirsch-Secco, Marmelade und sogar rote Kirschnudeln (für süßen Nachtisch natürlich) und essen und trinken könnt Ihr dort auch.

Mit E-Bike dauert der Ausflug bei gemütlicher Fahrweise nur etwa 1,5 Stunden. Zurück geht es wieder auf dem Radweg oder aber im Zug ab Bahnhof Witzenhausen. Wir haben uns für letzteres entschieden, weil ein Gewitter anzog. Auch am Bahnhof im Zug zeigten sich wieder die Tücken der schweren E-Bikes, die sich nicht einfach Treppen hinauf- und hinabtragen lassen. Mein Fazit lautet daher: Für Fahrten an Fluss-Radwegen sind die schweren Räder eher unpraktisch, auf bergigen Strecken allerdings können sie das Genussfahren deutlich erleichtern.

Infos zu Hann. Münden und Umgebung gibt es unter www.hann.muenden-tourismus.de

Informationen über den gesamten Werra-Radweg (in Thüringen heißt er Werratal-Radweg) findet ihr auf den Seiten www.werratal.de

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7 Fragen an… Reisefeder Silke

In der Rubrik „Sieben Fragen an“ stellen wir uns heute wieder selbst vor, das Reisefeder-Team. Heute bin ich dran, Silke. Schon früh habe ich festgestellt, es gibt Menschen, die leiden an Heimweh, andere an Fernweh. Ganz sicher gehöre ich zu Letzteren. Schon als kleines Kind faszinierten mich die Abenteuer-Geschichten meiner Eltern aus der weiten Welt und jetzt kuriere ich mein Fernweh mit Reisen.

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Fifty Shades of Green – im Frühlingswald

Wer sagt eigentlich, dass nur der Herbst den Wald so richtig schön leuchten lässt? Die Baumarten treiben im Frühlingswald zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihre Blätter und geben ein buntfleckiges Bild. In den letzten Wochen habe ich es genossen, durch den Harz und Solling zu streifen. Sämtliche Grüntöne des Farbspektrums treffen sich hier beim Stelldichein: Dunkles Tannengrün kontrastiert mit dem Frühlingsgrün der ersten Buchenblätter, die ein zarter Haarflaum wie ein Heiligenschein umgibt. Die ersten dunklen Rotbuchenblätter wagen sich hervor und bieten einen Gegenpol zu den gelbgrünen, weichen Nadeln der Lärche. Hier ein paar Impressionen:

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Mit dem E-Bike über Berg und Tal

Elbe, Donau oder Rhein: Flussradwege besetzen die obersten Plätze auf der Beliebtheitsskala. Sie erlauben angenehmes Radeln am Wasser, ohne große Steigungen. Der Nachteil: Im Sommer wird’s dort ziemlich voll. Und wer nicht so gerne im Pulk radelt, schaut nach weniger befahrenen Strecken. Die gibt es in hügeligen Regionen – allerdings mit reichlich Bergauf, Bergab. Klingt abschreckend? Mit dem E-Bike geht das locker, egal ob Wein- oder Waldhügel. Zwei Radeltipps für Rheinhessen und den Westerwald. Weiterlesen