Alle Artikel in: Nachhaltigkeit

Im Nebelwald von Mindo: Zwischen Kolibris und Schmetterlingen

Sie sind wie Zwitter aus tropischem Regenwald und den Landschaften der Hochebenen – die Nebelwälder der Anden. Fast ständig hüllen sie sich in Wolken und Nebel, Flechten und Moose verleihen diesem Lebensraum eine mystische Atmosphäre. Im Tal um das Monument zur Mitte der Welt  regnet es fast nie. Mittags scheint die Sonne im Zenit, gleißend hell leuchtet die Andenhochebene und die Strahlen treffen senkrecht auf die ausgetrocknete Erde. Viele Häuser in der Sonne – aber kein Schatten. Wir befinden uns im Hochtal der „Mitad del Mundo“, direkt auf dem Äquator. Dieser Linie hat das Land Ecuador übrigens seinen Namen zu verdanken. Und von hier fährt man nur noch eine halbe Stunde Fahrt bis zum Nebelwald von Mindo. Kaum heraus aus dem Trockental, wird die Vegetation immer grüner und dichter bis wir eintauchen in Wolkenmeer unter uns. Im Talkessel von Mindo tröpfelt und regnet es fast ständig: Mystisch wirken die Nebelwälder und bieten auf ihren Ästen vielen Moosen und Flechten Nahrung. Wie Geisterhände hängen sie herab, fischen das Wasser aus den Nebelbänken, genauso wie die prächtigen …

Gute Tipps für die Azoren – eine abgeschiedene Welt

Bunte Wimpel und Flaggen von den Bahamas und aus Südafrika baumeln von der Decke. Neben aktuellen Wetterberichten hängen vollgekritzelte Zettel von Skippern, die auf der Suche nach Mitseglern sind. Sie verhüllen die alte Holztäfelung der Wände in einer der legendärsten Hafenkneipen der Welt. Braun gebrannte Burschen mit Bärten und zerrissenen Jeans flirten vor mir an der Theke mit Inselschönheiten. „Peter Café Sport“ mitten im Hafen von Horta auf den Azoren ist eine wahre Institution. Rund 1400 Kilometer trennen die Azoren vom portugiesischen Festland – eine abgeschiedene Welt.

Bordeaux-Region: Mit Wein, Rad und Geschrei

In der Bordeaux-Region locken nicht nur schöne Weine, sondern auch ein Rad-Musikfestival mit Schrei-Wettbewerb: Öffne deine Stimme! Seit Juli fährt der TGV L’Océane von Paris nach Bordeaux in nur zwei Stunden. Der Südwesten Frankreichs ist ein Stück näher gerückt und auch in Sachen Radtourismus ist viel passiert in Frankreich. Wenn Ihr also Reisepläne für Bordeaux hegt und nach einer Idee sucht:

Spargel-Landschaft, mal anders – Windräder in der Natur?

Mitten zwischen den Feldern, auf dem Rad von Dorf zu Dorf in Niedersachsen, Sommer in der Luft… Da schlich sich ein Thema in meinen Vorderkopf, bei dem man sich kräftig in die Nesseln setzen kann. Oder zwischen alle Stühle…  Frage: Was sind Windräder in der Landschaft – Verschandelung oder Naturschutz? Vogelmord oder Klimarettung? Krachmacher oder Spritgeber für leise Elektroautos?  Gegen verhärtete Fronten…

Das erste Mal mit E-Bike: Auf dem Werra-Radweg

Der Werra-Radweg führt von der Quelle des Flusses in Thüringen bis Hann. Münden. Ich bin die letzte Etappe umgekehrt gefahren, von der Dreiflüssestadt bis nach Witzenhausen. Gleichzeitig war das auch meine Premiere auf einem E-Bike. Nach einer kurzen Einführung durch die Chefin des Fahrradshops in Hann. Münden strampelten wir einen kleinen Berg hoch. Das ging dank Power-Modus des E-Bike ganz easy, doch dann kam schon das erste Hindernis: die Hängebrücke über den Fluss, zwei Treppen gilt es hier zu überwinden. Da ist so ein E-Bike plötzlich gar nicht mehr praktisch, denn die Teile sind dank Akkus, Motor und verstärktem Rahmen verdammt schwer. Zum Glück waren wir in der Gruppe unterwegs und konnten immer zu zweit schleppen. Allein würde ich mir das aber nicht antun wollen. Als wir auch noch die romantische Mühlenbrücke hinter uns gebracht haben (um Brücken kommt man in der Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden nicht herum, das macht aber gerade einen besonderen Reiz aus), geht es endlich auf in Richtung Werra. Am Fluss entlang Von den drei Radwegen an Weser, Fulda und Werra gilt der …

Fifty Shades of Green – im Frühlingswald

Wer sagt eigentlich, dass nur der Herbst den Wald so richtig schön leuchten lässt? Die Baumarten treiben im Frühlingswald zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihre Blätter und geben ein buntfleckiges Bild. In den letzten Wochen habe ich es genossen, durch den Harz und Solling zu streifen. Sämtliche Grüntöne des Farbspektrums treffen sich hier beim Stelldichein: Dunkles Tannengrün kontrastiert mit dem Frühlingsgrün der ersten Buchenblätter, die ein zarter Haarflaum wie ein Heiligenschein umgibt. Die ersten dunklen Rotbuchenblätter wagen sich hervor und bieten einen Gegenpol zu den gelbgrünen, weichen Nadeln der Lärche. Hier ein paar Impressionen:

Mit dem E-Bike über Berg und Tal

Elbe, Donau oder Rhein: Flussradwege besetzen die obersten Plätze auf der Beliebtheitsskala. Sie erlauben angenehmes Radeln am Wasser, ohne große Steigungen. Der Nachteil: Im Sommer wird’s dort ziemlich voll. Und wer nicht so gerne im Pulk radelt, schaut nach weniger befahrenen Strecken. Die gibt es in hügeligen Regionen – allerdings mit reichlich Bergauf, Bergab. Klingt abschreckend? Mit dem E-Bike geht das locker, egal ob Wein- oder Waldhügel. Zwei Radeltipps für Rheinhessen und den Westerwald.

Wunsch und Wirklichkeit am Kathedralenstrand

Eins vorweg: Der Kathedralenstrand in Nordspanien ist ein Naturwunder. Das Internet strotzt förmlich vor Fotos der beeindruckenden Felsen – ohne Menschen natürlich. Das ist allerdings ein Trugbild. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr den Strand menschenleer seht, ist aber zumindest im Sommer sehr gering. Besucher überall. Zumal die an gotische Kathedralen erinnernden Steinformationen nur bei Ebbe zu sehen sind – das vermindert noch einmal die Anzahl der täglich verfügbaren Stunden für alle.