Alle Artikel in: Rezept

Äthiopien, Urvölker

Äthiopien: Überleben am Omo

Ihr Rücken über dem mit Perlen verzierten Lendenschutz aus Ziegenfell ist übersät mit blutigen Striemen. Doch die junge Frau ist fröhlich: Aiyana trötet, singt und scheppert mit ihren Armreifen aus Metall. An den Knöcheln hängen Schellen, sie stampft kräftig auf den roten Lehmboden. Staub wirbelt auf. Aus den Maisfeldern ringsum kommen singende und schellenklappernde Verwandte angerannt. Sie trinken vergorenen Hirsebrei aus alten Tomatendosen. Ihre Haare leuchten rötlich-ocker: Sie sind mit einer Paste aus Butter und roter Tonerde eingerieben – zum Schutz gegen Insekten, Sonne und Staub. Ein unvergesslicher Geruch. Wir sind in der Nähe von Turmi, mitten im unberührten Omo-Delta – weit im Südwesten von Äthiopien.

Frühling im Glas: Bärlauchbutter (Rezept)

Einfach herrlich, wenn im Frühling alle Pflanzen wieder zum Leben erwachen und die Luft mit ihren Blüten und Blättern voller Düfte ist… ein Frühlingsbote ist definitiv der Bärlauch (auch wenn der definitiv nicht lieblich nach Blüten duftet). Zu Bärlauchbutter verarbeitet, lässt er sich bis in den Sommer mitnehmen.

Palma: Süße und herzhafte Leckereien zu Ostern

Gerade bin ich aus Palma zurück und habe dort einige leckere süße Naschereien probieren dürfen. Auch in der Hauptstadt Mallorcas wird das Osterfest recht groß und spektakulär gefeiert. In Palma am Gründonnerstag (ab 19 Uhr) mit der Prozession des Crist de la Sang –  an ihr nehmen alle Bruderschaften der Stadt teil. Die Figur des „Cristo de la Sang“, die meist verehrte Christusfigur der Insel, wird aus der Kirche l’Anunciació über die Costa de la Sang durch die Carrer Oms, Carrer Sant Miquel, den Plaça Major, Palma Dort und die Carrer Palau Reial zur großen Kathedrale getragen. Aber neben diesen christlichen Festlichkeiten bringt Ostern die Mallorquiner vor allem auch in der Küche zusammen.

Bookweiten-Janhinnerk – Emsländer Buchweizenpfannkuchen

Er ist außen kross und innen triefend saftig – und passt perfekt zur kalten Jahreszeit. Obwohl das Leben der norddeutschen Moorbauern karg war, hat es einen besonderen Leckerbissen hervorgebracht: den Emsländer Buchweizenpfannkuchen oder auf Platt „Bookweiten-Janhinnerk“. Und natürlich habe ich das Originalrezept aus dem Emsland mitgebracht.

Weihnachtssterne aus Island: Teig statt Brottüten

Endlich! Heiligabend ist da, der Vorweihnachtsstress hat ein Ende, nix geht mehr – und jetzt geht’s los, Entspannen ist angesagt. Lecker speisen, Geschenke auspacken, liebe Menschen genießen. Und jetzt? Fondue? Brettspiel? Für alle auf Ideensuche hier nochmal eine Tradition aus Island, die voriges Jahr etwas unterging: Das traditionelle Laufabrauð-Backen macht in der Gruppe am meisten Spaß. Und weil die knusprigen Weihnachtssterne auf der großen Insel auch gern zu Silvester gegessen werden, habt Ihr noch ein paar Tage zum Experimentieren!

13. Dezember: Lussekatter-Rezept

Heute feiert ganz Skandinavien das Fest der Lichterkönigin Lucia. Wen wunderts, dass diese schöne Lichtertradition dort so einen großen Stellenwert hat – ein bisschen Licht oder zumindest symbolische Lichtblicke braucht man einfach in der Dunkelheit des Dezembers. Nicht fehlen dürfen in Schweden & Co. die Lussekatter (übersetzt Luciakatzen), frisches Safran-Hefegebäck mit Rosinen in typischer Kringelform (hmm…). Sie sind ganz leicht zu backen. Hier ist das Rezept: Zutaten: 200 ml Milch, 50 g Butter, 400 g Mehl, 80 g Zucker, eine Prise Salz, ein Würfel Hefe, ein Döschen gemahlener Safran (0,1 g, gern auch mehr), 30 g Rosinen, ein Ei Und so gehts: Die Milch mit der Butter, dem Zucker und dem Safran erhitzen und wieder abkühlen lassen. Wer mehr Safran-Aroma und eine gelbere Farbe möchte, nimmt mehr Safran (der aber bekanntlich sehr kostbar und entsprechend teuer ist). Die Hefe in der lauwarmen Flüssigkeit auflösen. Mehl mit dem Salz in eine Rührschüssel geben. Die Hefe-Milch unter Rühren zugeben, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Zugedeckt eine Stunde gehen lassen. Dann den Teig noch einmal gut durchkneten …

Kalt – kälter – Maroni-Zeit !!!

Wenn’s draußen wieder kräftig fröstelt, die Menschen morgens erstmal am Auto kratzen und sich das Dunkel immer schon senkt, bevor der Abend eigentlich anfängt – dann ist Zeit für was Warmes. Heiße Maroni vielleicht? Europa in Reinkultur! Die könnt Ihr auch ganz einfach selbermachen, wenn mal kein Weihnachtsmarkt in der Nähe ist….

Novemberblues? Backen!

Nasskalt, windig, erster Schneematsch – der November zeigt sich gerade von seiner besten Seite. Was gibt es da Besseres, als es sich mit einer Kanne Tee und ofenwarmem Gebäck gemütlich zu machen. Wir haben euch nochmal unsere besten süßen Rezepte gegen Novemberblues von nah und fern zusammengestellt. Auf die Plätze, fertig, backen! Zimtschnecken gehen ja immer 🙂 Oder Franzbrötchen, lecker nicht nur in und um Hamburg Schokoholic? Dann ist Tenerina-Kuchen genau richtig. Oder schwedischer Kladdkaka Die schmecken nicht nur himmlisch, sondern machen mit ihren bunten Farben auch richtig gute Laune: Macarons (sind aber nicht ganz einfach zu backen) Keine Lust auf Backen? Wie wäre es dann mit zimtigem Mousse au Chocolat oder sündigem Salted Caramel? Das waren unsere süßen Novemberfreuden. Wir sind neugierig: Welche speziellen Rezepte habt ihr, um dem Schmuddelwetter zu trotzen? Was backt ihr gerade so?  

Pastanagat: Mittelalterliche Möhrensuppe aus Katalonien

Menschen, die ohne Waffen leben und kein Fleisch essen wollten, gab es schon im Mittelalter: die geheimnisvollen Katharer. Als ich kürzlich in den Pyrenäen unterwegs war, hat unsere Wanderführerin ein altes Katharer-Rezept nachgekocht, „Pastanagat“ – manchmal sind die einfachsten Rezepte eben auch die leckersten…