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Herbst in Hamburg

Der Herbst ist in Hamburg angekommen. Ich liebe diese Jahreszeit, vor allem ganz früh morgens, wenn ich mit meinen Hunden durch die Natur streife. Alle Nase lang muss ich  stehenbleiben, weil die Bilder so wunderschön sind.

Spinnennetz im herbstlich bunten Gras in Hamburg

Wie fleißig die Spinnen waren! Vorzeichen und Versprechen für einen langen Altweibersommer. Im Althochdeutschen bedeutete „weiben“ das Knüpfen von Spinnweben. Soll sich die Sonne mal anstrengen. Bitte! Nach diesem Hamburger Schmuddelsommer hat sie noch einiges gut zu machen.

Spinnweben im gelb bunten Gras im Herbst in Hamburg

Inspiriert von den feinen Fäden, kommt mir gerade noch ein Gedicht von Wilhelm Busch in den Sinn, das einfach passt.

Spinnwebe an einem Geländer

Im Herbst

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.
(Wilhelm Busch)

Ein Strauch ist von Spinnweben umwickelt

 

Pferde grasen im herbstlichen Morgen

 

Milchig geht die Sonne über Nebelschwaden auf

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Schon als Kind wollte ich nur eins: Raus in die Welt, Abenteuer erleben. Fernweh und Abenteuerlust stacheln mich noch immer an. Ob alleine, mit meinem Reisekind und meinen Hunden, reise ich am liebsten abseits der ausgetretenen Pfade und ich halte es wie Susan Sontag: "Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste."

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