Alle Artikel in: Familie

Holland, Noordwijk

Der November: Gedanken zu Reisen im späten Herbst und zwei Gedichte

Gestern noch der grelle Sonnenschein, heut schon schüttet es wie aus Kübeln. Die Kälte zieht langsam aber sicher ins Land, der Winter steht längst vor der Tür, so typisch ist der November. Und doch scheint der Wechsel des Wetters einem zu Corona-Zeiten ganz besonders aufs Gemüt zu schlagen. Mit Wehmut denke ich zurück an die November der letzten Jahre. Oft war ich unterwegs – sei es nun alleine oder mit der Familie: die prächtige Blumeninsel Madeira, die raue Bretagne Frankreichs, die holländische Vogelinsel Texel, das gemütliche Noordwijk, das sonnige Palma de Mallorca. Fernweh vergeht nicht – gerade bei uns Reisefedern nicht – und das Reisen wird wieder kommen. Da bin ich mir sicher. Auch wenn es noch dauert.

Portugal: Gute Tipps für die Westküste – mit Kindern

Mitte September haben wir gerade noch einmal Glück und können mit den Kindern nach Portugal fliegen. Der Flieger ist kaum halb voll – und dank unserer vierköpfigen Familie sitzt auch kein anderer Passagier mit in unserer Reihe. So fühlen wir uns mit der Maske auf dem Gesicht irgendwie halbwegs sicher, was die Corona-Situation angeht. (Anmerkung: derzeit ist in Portugal der nationale Notstand ausgerufen). Unser Ziel: die portugiesische Westküste, rund 45 Minuten vom schönen Lissabon  entfernt. Genauer gesagt: das kleine Fischerdorf Azenhas do Mar. Gemütlich klein und schnuckelig, kaum Menschen, kaum Läden, einsame, breite Sandstrände mit hohen Klippen, viele langhaarige, coole Surfer. Für die Kinder der reinste Spielplatz, einfach wunderschön! Deshalb will ich euch hier ein paar Tipps geben, was ihr so mit Kleinen dort unternehmen könnt.

Gute Tipps für den Tegernsee mit Kindern

Diesen Sommer ging’s für uns leider – trotz vieler Tränen – nicht ins geliebte Southampton auf Long Island in den Vereinigten Staaten, sondern stattdessen in die Bayerischen Voralpen an den Tegernsee. Auch schön, selbst Mitte Juli nicht zu voll und unsere Kinder hatten ebenso einiges zu tun: von ruhigen Spaziergängen am See und an der reißenden Weißach entlang über Bootsfahrten hin zur abenteuerlichen Gondelfahrt auf den Wallberg.

Güldener Sonnenaufgangshimmel über dunkler Insel-Silhouette

Blogstöckchen – „Corona und wir“, zum Alltag bei Reisebloggerfamilien

  Letzte Woche hat Jenny vom Weltwunderblog ein Blogstöckchen losgeworfen – wie Familienreiseblogger zuhause „überleben“, wie die Zwerge mit dem Virus-Warten umgehen, ob die Corontäne auf die Laune schlägt und und und…  Wir Reisefedern haben das Stöckchen gerne aufgefangen, da wir ja auch alle oft mit der ganzen Familie unterwegs sind – wir verzweigen es jetzt wie vorgeschlagen, danke, Jenny! Hier also unsere 11 Antworten zum Thema „Corona und wir“: 1. Wie sieht ein normaler Tag derzeit bei Euch aus? Chaotisch, fantastisch, nervig, genießend – Alle die ganze Zeit beisammen wie sonst nur auf Reisen, nur ohne die Abwechslung… Die Kids schlafen recht lange, ein Segen zurzeit, weil dann Momente für mich selbst bleiben, zum Sammeln, mit einer dampfenden Tasse in der Hand, schon mal in der Zeitung lesen, vielleicht den Fortsetzungsroman (altes Laster)…. Und schon mal sortieren, was heute alles zu tun ist. Zu schreiben. Zu räumen und sortieren. Oder doch ne kleine Fahrradtour? Nach dem Frühstück klappt’s vormittags meist ganz gut mit drinnen Spielen (auch zusammen, Zwerg und Mini-Zwerg!), Bücher angucken, Papier zerfetzen, …

Texel: Safari über die Insel mit vielen Tipps

In einem etwas in die Jahre gekommenen, klapprigen Bulli geht die Tour über die 25 Kilometer lange Insel Texel los, es klappert und poltert und Marcel Wijnalda lacht mich fröhlich von der Seite an: Ja, etwas kalt sei es geworden, aber „Gottseidank ist es ja trocken.“ Eigentlich sei er ja Bio-Grundschullehrer und vom holländischen Festland vor elf Jahren rüber gekommen. Aber die unschlagbare Natur und Vogelwelt der Watteninsel habe ihn einfach gepackt, alle zwei Kilometer ändere sich die Landschaft. „Wenn du Texel wirklich entdeckt hast für dich, dann kommst du immer wieder“, sagt der Naturführer und seine Augen leuchten.

11 Tipps für die Kapstadt-Region

Kapstadt ist für mich eine der schönsten Städte der Welt, auch wenn sie natürlich ebenso ihre andere Seite hat – die der Townships, wo Gewalt und Kriminalität das Miteinander oft sehr schwierig gestaltet. Cape Town hat eine spannende Mixtur aus Afrika, der Karibik, Europa und irgendwie auch Kalifornien. Um sie herum die wunderschönen, oft einsamen Sandstrände des Atlantiks und das Ganze zu Füßen des schroffen, gewaltigen Table Mountains. Ich hab‘ elf Tipps zur Region und zur aufregenden Stadt in Südafrika für euch zusammengestellt.

Fuerteventura, Delfine beobachten, Bootstour, Delfine, Süden von Fuerte, Morro

Fuerte: Mit den Delfinen übers Wasser gleiten

Plötzlich sind sie da, wie aus dem Nichts springen sie lustig und elegant übers glitzernde Wasser. Alle sind ganz aus dem Häuschen und mein Kleiner am meisten: „Mama, Mama guck mal, da sind die Delfine!! Endlich! Und ich hab‘ sie mit meiner Trillerpfeife angelockt, das ist doch wirklich Zauberei“, freut er sich. Gerad kürzlich war ich mit unserem Sohnemann auf einer Bootstour auf Fuerte. Für den Vierjährigen ein echtes Piratenboot – ein türkisches Gulet ganz aus Holz. Auch Kapitän Mario sieht ganz verwegen aus, mit Wuschelkopf, Dreitages-Bart und dunkler Sonnenbrille.

Engel, Engelesspiel, Augsburg, Weihnachten

Augsburg: Die sanften Engel vom Rathaus

Langsam und anmutig schreiten sie aus dem Dunkeln des Rathauses nach draußen auf die Balkone und man könnte meinen, sie seien direkt vom Himmel hinunter geschwebt. Die majestätisch sich im Lichterglanz bewegenden Engel sind sich der Ehre ihrer Rolle bewusst – und seit über 42 Jahren fester Bestandteil der Augsburger Weihnachtszeit. Seit Ende der 1970er erscheinen sie jedes Jahr in den Fenstern des prächtigen Renaissance-Gebäudes hoch oben über dem erleuchteten Christkindlesmarkt im bayerischen Augsburg, sie musizieren zu bekannter Weihnachtsmusik von Georg Friedrich Händel. Die 23 Darsteller vermitteln den Zuschauern am Boden das Gefühl, als blickten sie auf ein lebendiges Gemälde. Ich habe die majestätische Truppe der Himmelsboten kürzlich besucht.

Bayerisch-Schwaben: Krippen-Träume in Wattenweiler

Die Ernte war längst in der Scheune, die Bauarbeiten beendet. Es wurde langsam kälter und kälter, die langen dunklen Winterabende begannen. Die Maurermeister, Tagelöhner und Holzarbeiter suchten eine Beschäftigung. Da nahmen sich meist gläubige Wattenweiler ein scharfes Messer und ein Stück trockenes Lindenholz zur Hand. Sie tauchten ein in Jesu Christus‘ Welt und schnitzten, fassten und kreierten Szenen aus der Weihnachtsgeschichte. Mit den Jahrhunderten entstanden wunderschöne Krippenlandschaften von hoher Handwerkskunst, die in dieser Dichte für ein 600-Seelen-Dorf wie Wattenweiler in Bayerisch-Schwaben einmalig ist. Ich habe die Ausstellung „Wattenweiler Krippenparadies“ im Landkreis Günzburg vor ein paar Tagen besucht und war hin und weg von den über 70 liebevoll geschnitzten Hauskrippen mit ihren oft noch nicht mal handgroßen Figuren.