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Normandie: Das Festival der Muscheln in Granville

Pünktlich jeden Mittag liegen alle kleinen Motorboote und Segler auf der Seite, also auf dem Trockenen, in dem normannischen Hafen. Wieder mal Ebbe. Eine steife Brise weht mir um die Nase, Salz liegt in der Luft. Direkt vor mir werden große, fleischige Austern mit dem scharfen Messer aufgebrochen. Hier in der Bucht von Granville-Chausey findet der größte Gezeitenwechsel Europas statt. Ein Leben im Rhythmus der Gezeiten. Die Fischerboote bringen hier jedes Jahr rund 9000 Tonnen Muscheln – und machen Granville damit zum größten Muschelhafen von Frankreich. Jeden Oktober feiert deshalb der gemütliche Fischerort auf der spektakulären Klippe das Festival „Toute la mer sur un plateau“ zwei Tage lang in der halle à Marée, (Fischversteigerungshalle) des Hafens. Für Liebhaber von Muscheln, Hummern und sonstigen Meeresfrüchten ein Paradies. Ich konnte es kürzlich miterleben.

Niederlande im Reich der Tausend Inseln: Gemüseauktion wie vor 140 Jahren

Im „Reich der Tausend Inseln“ tuckern wir langsam durch die grünen Felder, die Stockenten ziehen ihre Kreise und Kormorane holen kleine Fischchen aus dem Wasser. Traumhaft ruhig und entspannt sind die Wasserkanäle des Naturschutzgebietes Oosterdel in der niederländischen Region  Ontdek Hart van Noord-Holland. Früher war hier Sumpf soweit das Auge reichte, im Mittelalter fassten die ansässigen Bürger jedoch den Beschluss, den sumpfigen Boden urban zu machen. „So hoben sie Gräben aus, der Sumpf wurde entwässert und die aufgeschüttete Erde zur Anhebung der Felder genutzt. Perfekt für den Gemüseanbau, die Erde war extrem fruchtbar“, erklärt mir Cees Gommers. Der Niederländer zeigt uns zunächst diese wunderschöne Wasserlandschaft während der Pressereise „Alkmaar und Hart van Noord-Holland“, bevor wir dann ein spannendes Museum kennen lernen.

Malta: Blumen von der Farm direkt auf den Gourmet-Teller

Mitten im tristen Novemberwetter denk‘ ich gern zurück an ein wirklich tolles Unternehmen in der Sonne – in Naxxar, im Nordwesten in den Bergen von Malta. In der Nähe der Victoria-Linie, einer sehr bekannten Wandergegend. Aber trotzdem nahe einer kleinen Stadt. Ich durfte die 4000 Quadratmeter große Farm vor einiger Zeit besuchen: Urban Greenz, 100 Prozent nachhaltig – Urban Farming halt. Auf den ersten Blick schön wild, wilde Blumen, Hühner gackern, ein Hahn kräht. Claudia Cavallaro Pejnovic baut dort seit 2021 mit Bruder Mauritio essbare Blumen, außergewöhnliche Kräuter, Salate und Gemüse wie etwa lilafarbenen Brokkoli oder gestreifte Tomaten nachhaltig an. Ihre Kunden: unter anderem High End-Chefköche bekannter Sternelokale des Mittelmeerarchipels – wie etwa das „Noni“, „Undergrain“ oder „Bahia“.

Unterhaltsam und viel los: Die Insel Föhr

Was ist denn jetzt mein Lieblingsort auf Föhr? Ist es Alkersum mit seinem tollen Museum Kunst der Westküste, den schönen alten Häusern, dem Hofladen und den Cafès? Ist es Oevenum mit seinem Wochenmarkt, der so ganz ohne Gemüse auskommt? Oder ist es Wyk, die größte Ortschaft mit den Stränden, dem Hafen, den unzähligen Restaurants und Geschäften? Die Insel erfüllt wirklich jedes Bedürfnis – und ist bei jedem Wetter unterhaltsam.

Bremen: Parks im Rausch der Frühlingsfarben

Bremen ist bunt und grün: Im Rhododendron-Park sorgen die Blüten jetzt für einen Farbrausch in zartem Rosa und knalligem Pink, in Rot, Weiß und Gelb. Und der Bürgerpark strahlt in frischem Maigrün. Wer beides erleben will, sollte sich möglichst bald auf die Socken machen.

Andalusien: Staubwandern im Wilden Westen

Zwei Wandertouren, wie sie kontrastreicher nicht sein könnten: Wild-West-Feeling in der Wüste von Tabernas und die kühle Frische von Kiefern- und Pinienwäldern der Alpujarras am Fuße der Sierra Nevada. Beides liegt in der Provinz Almería im Südosten Andalusiens.

Steiermark: Skiyoga, Rodeln und Skifahren in Schladming-Dachstein

Direkt am Abend geht es noch los hoch auf den Berg, die Rodel unter den Arm geklemmt, ab in die Gondelbahn und los geht’s: Nachtrodeln auf der Hochwurzen. Ich dachte noch: Ach, wir gehen bestimmt erst ‚was Leckeres auf der Hütte schlemmen, ein paar Schnäpse stemmen – und dann wird das schon klappen mit dem Rodeln. Ich hab’s ja Ewigkeiten nicht mehr gemacht und hab‘ doch höllischen Respekt vor dem Schlitten und der steilen Piste runter zur gemütlichen Tauernalm – auf der Hochwurzen mitten im österreichischen Schladming-Dachstein. Pustekuchen aber, wir stürzen uns erst die beleuchtete Rodelbahn mit einer Länge von – sage und schreibe – sieben Kilometer runter, um uns hoffentlich hinterher auf der Alm zu belohnen…