Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bayern

Engel, Engelesspiel, Augsburg, Weihnachten

Augsburg: Die sanften Engel vom Rathaus

Langsam und anmutig schreiten sie aus dem Dunkeln des Rathauses nach draußen auf die Balkone und man könnte meinen, sie seien direkt vom Himmel hinunter geschwebt. Die majestätisch sich im Lichterglanz bewegenden Engel sind sich der Ehre ihrer Rolle bewusst – und seit über 42 Jahren fester Bestandteil der Augsburger Weihnachtszeit. Seit Ende der 1970er erscheinen sie jedes Jahr in den Fenstern des prächtigen Renaissance-Gebäudes hoch oben über dem erleuchteten Christkindlesmarkt im bayerischen Augsburg, sie musizieren zu bekannter Weihnachtsmusik von Georg Friedrich Händel. Die 23 Darsteller vermitteln den Zuschauern am Boden das Gefühl, als blickten sie auf ein lebendiges Gemälde. Ich habe die majestätische Truppe der Himmelsboten kürzlich besucht.

Bayerisch-Schwaben: Krippen-Träume in Wattenweiler

Die Ernte war längst in der Scheune, die Bauarbeiten beendet. Es wurde langsam kälter und kälter, die langen dunklen Winterabende begannen. Die Maurermeister, Tagelöhner und Holzarbeiter suchten eine Beschäftigung. Da nahmen sich meist gläubige Wattenweiler ein scharfes Messer und ein Stück trockenes Lindenholz zur Hand. Sie tauchten ein in Jesu Christus‘ Welt und schnitzten, fassten und kreierten Szenen aus der Weihnachtsgeschichte. Mit den Jahrhunderten entstanden wunderschöne Krippenlandschaften von hoher Handwerkskunst, die in dieser Dichte für ein 600-Seelen-Dorf wie Wattenweiler in Bayerisch-Schwaben einmalig ist. Ich habe die Ausstellung „Wattenweiler Krippenparadies“ im Landkreis Günzburg vor ein paar Tagen besucht und war hin und weg von den über 70 liebevoll geschnitzten Hauskrippen mit ihren oft noch nicht mal handgroßen Figuren.

Bayern: A Hos‘ für’s Leben

In Bayern, vor allem im Berchtesgadener Land und rund um Gewässer wie den schönen Tegernsee oder Schliersee, ist Tracht noch immer groß angesagt. Und nicht nur das: Die alten Traditionen leben, werden emsig gepflegt – und sterben so nicht aus. Auch der Nachwuchs in Oberbayern übt Traditionsberufe noch immer gerne aus. Vor einiger Zeit habe ich einen jungen Säckler in Berchtesgaden besucht.

Hut

Bamberg: Die Leidenschaft für den Hut

Ein altes Handwerk, so richtige Handarbeit, nie ganz aus der Mode gekommen – und mittlerweile ist es wieder richtig schick geworden. Die Rede ist vom Hut. „Heutzutage tragen auch junge Leute Hüte, nicht nur zur Hochzeit, sondern, wenn sie schick ausgehen wollen oder einfach nur einen Sonnenschutz brauchen“, erklärt mir Viktoria Heindl von der Hutmanufaktur Schneiders mitten im Herzen der netten Innenstadt von Bamberg.

Berchtesgadener Land – Winterwandern mit Schneepuder auf der Nase

Ich traue meinen Augen nicht, es ist einfach fantastisch: So viel Schnee hatte ich gar nicht erwartet, wow! Von den Grabsteinen auf dem Friedhof in Berchtesgaden, die alle Schneehauben tragen, bis zu den dicken Wattebäuschen, die auf Zweigen und Ästen liegen: Alles wirkt sanfter, viel weicher – der Schnee rundet die Kanten dieser Welt.

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Tegernsee: Der Hutmacher in Flip-Flops

Wen’s an Ostern nach Bayern verschlägt, hier ein guter Tipp von mir: Am romantisch-schönen Tegernsee ist Tracht noch immer angesagt. Und nicht nur das: Die alten Traditionen leben, werden emsig gepflegt – und sterben so nicht aus. Auch der Nachwuchs in Oberbayern übt Traditionsberufe noch immer gerne und mit viel Herzblut aus. „Wir sind halt eine traditionelle Familie, wir leben mit dem Brauchtum“, empfängt mich Martin Wiesner in kurzer Lederhose – und bunten Flip-Flops.

Tegernsee: Romantischer Advent in Oberbayern

Schneebedeckte Gipfel im Hintergrund, der Duft von frisch gebrannten Mandeln, Maronen und aufgebrühtem Glühwein liegt in der eiskalten Bergluft, am Tegernsee – keine 40 Minuten von München entfernt – sind die Adventstage so richtig schön besinnlich. So sollte die Vorweihnachtszeit immer sein, finde ich.

Chiemgau: Bauernhof, Berge und See

Berge, See und Bauernhof – mehr braucht es nicht, damit Kinder glücklich sind. Meinem Frederik, dem Reisekind, reicht auch „nur“ der Bauernhof mit den Tieren, Maschinen und vor allem Matthias, dem Bauern. Ein Mannsbild von einem Kerl, der ein Herz für Kinder und das nicht nur für die Kleinen.

Oberbayern: Knödel einmal selbst gemacht

Knödel waren bisher nicht sonderlich mein Ding, hab‘ nur immer meinen Vater und Onkel bewundert, wenn sie jedes Jahr am ersten Weihnachtstag bei uns in der Küche standen und stundenlang Kartoffeln rieben, um daraus grüne Klöße zu machen – nach Omas Rezept aus dem Erzgebirge. Doch neulich hab‘ ich mich aufgemacht und bin runter nach Oberbayern gedüst. Mein Ziel: die Alte Bergmühle in Fischbachau im Leitzachtal.

München geht baden

Wenn die Sonne brennt und die Hitze den Asphalt fast zum Kräuseln bringt, gibt’s für Bayerns Hauptstadtbewohner – und Besucher – nur eins: das Wasser finden! Zum Glück gibt’s in München eine Menge davon. Viele Brunnen, den Eisbach oder auch die Isar. Der Englische Garten ist zurzeit gerappelt voll, die Menschen zieht’s ins Nass, sogar da, wo das Baden eigentlich ausdrücklich verboten ist 😉 Und richtig heiß-kalt wird’s an der „Welle am Eisbach„, wo sich Surfer auf den spritzenden Strom wagen, während das Publikum oben auf der Brücke steht. Bissl mehr Platz ist am Flaucher, an der Isar, aber auch da sind die Kieselstrände gesteckt voll. Aber ein kühles Bade-Eckchen findet sich am Ende immer… Hier ein paar Bilder fürs Abkühlen am Bildschirm!