Alle Artikel mit dem Schlagwort: Niederlande

Tipps vom Naturfilmer: Die schönsten Hotspots im niederländischen Wattenmeer

Das Gute liegt oft so nah: Die Niederländer haben jüngst das Wattenmeer zu ihrem schönsten Naturraum gewählt. Und in Kürze feiert auch ein Kinofilm das UNESCO-Welterbe. Auf meiner Reise durchs niederländische Wattenmeer durfte ich einen der Macher des Films kennenlernen. Hier gibt es also Tipps für Hotspots – und natürlich Einblicke in die fantastischen bewegten Bilder von Ruben Smit, Ruurd Jelle van der Leij und ihren Mitstreitern:

Terschelling: Wie die Cranberry auf die Insel kam (+ Pofkes Rezept)

Cranberry oder Kranichbeere – eigentlich eine Frucht aus den USA. Und trotzdem ist sie schon seit mehr als 100 Jahren das wichtigste Exportprodukt der Westfriesischen Insel Terschelling. Wieso eigentlich? Das ist eine ungewöhnliche Geschichte – und inzwischen auch mit viiielen leckeren Insel-Rezepten verbunden…

Texel: Von verwegenen Krabbenfischern

Lässig steht er vor seinem frisch angestrichenen Kahn, der „TX Emmie“, dreht sich eine Zigarette und grinst frech: „Na, willst’ auch mit uns raus?“ Der verwegene Texelaner mit Strickmütze und greller Fischerkluft, dass es einem in den Augen weh tut, sieht aus wie der Inbegriff eines Seemanns. Ich besuche Roland Hoijberg, er ist Krabbenfischer auf der holländischen Insel Texel. Tiefe Narben und Falten ziehen sich durch sein braun gebranntes Gesicht. Graublonder Dreitagebart, eine kleine goldene Kreole im Ohrläppchen. Ein Kauz, der eigentlich lieber für sich ist. Seit über 30 Jahren arbeitet Roland Hoijberg auf der rauen, unbarmherzigen Nordsee, kennt dort jede Tücke. Doch jetzt nimmt er im Sommer Touristen mit raus aufs Wattenmeer – zum Krabbenfischen.   Er muss. Die Fischerei ist auch auf Texel weniger geworden, noch rund 25 Berufsfischer gibt es hier. Wir tuckern langsam an der Küste der größten westfriesischen Insel entlang. Salzig-frische Nordseeluft weht um die Nase, Möwen kreisen ums Boot und hoffen auf Fischreste. In der Ferne liegen Seehunde auf den Sandbänken und faulenzen. Mit riesigen Netzen holt Roland die Garnelen aus …

Die Frau von Stavoren

Ein paar Tage im niederländischen Stavoren Ende März sind vom Wetter her, sagen wir mal, noch etwas erfrischend. Aber wenn in Friesland der Wind ums Ferienhaus weht, macht man es sich eben drinnen gemütlich. Wind, Wolken? Das war gestern. Heute startet der Tag mit strahlendem Sonneschein. Ich stehe mit einem Milchkaffee auf dem Balkon des Ferienhauses in Stavoren. Zehn Meter vor mir gluckst das IJsselmeer ans Ufer. Kaum zu glauben, dass sich hier früher die flache, grüne Landschaft einfach fortsetzte. Also vor den großen Sturmfluten und dem Bau des Abschlussdeichs vor der damaligen Meeresbucht Zuidersee, der das heutige IJsselmeer zur Nordsee hin abgrenzt. Der seit 1932 dafür gesorgt hat, dass der große Süßwasser-Binnensee überhaupt erst entstanden ist. Die Sage von der Frau von Stavoren Lange vor dieser Zeit war das heutige Küstenörtchen Stavoren die reichste und mächtigste Stadt des Landes. Die älteste ist sie außerdem, sie entstand bereits um das Jahr 900. Die friesischen Könige residierten hier, und die Bewohner waren geschickte und erfolgreiche Kauf- und Seeleute. Vor allem der Getreidehandel blühte. Heute ist Stavoren …

Noordwijk: Gemütlicher Beachclub direkt am Strand

Eisige Kälte zieht durch die Regenjacke, doch der frische Nordsee-Wind tut mir gut, gerade jetzt in den letzten Wochen der Schwangerschaft, wo es heißt, möglichst viel an die frische Luft  – und Energie tanken. Ein letzter Trip, bevor es bald ernst wird, geht letztes Wochenende nach Noordwijk im Süden von Holland. Schön mit Freunden und der Familie! Ein guter Tipp zum Einkehren am Strand ist die Winter Lodge (im Sommer: das Branding) am Konigin Astrid Boulevard 105.

Grenzland Emsland: Heideblüte geht auch ohne Schnucken

Die meisten Menschen denken bei Heide sofort an die gleichnamige Landschaft rund um Lüneburg. Die hat jedoch den Nachteil, dass es zur Hochsaison ziemlich überlaufen ist. Nicht so im Naturpark Moor – Veenland. Er liegt rund um die Grenze zu den Niederlanden, einstiges Niemandsland. Nach dem Krieg war hier nicht einmal klar, wo Deutschland anfängt und die Niederlande aufhören. Anfangs auch ein Grund für Konflikte. Heute arbeiten die beiden Länder eng zusammen, ein grenzenübergreifender Naturpark ist entstanden, der nicht nur jede Menge Moor zu bieten hat, sondern auch Heidekraut ohne Ende. Und Schafe. Aber die sind ein wenig anders als ihre Kollegen im Osten… 

Insel-ABC: Bonaire – natürlich, sportlich, echt karibisch

Wer A sagt, muss auch B sagen? Also dann Bonaire: Die zweite der „ABC-Inseln“ und wohl die Natürlichste unter ihnen. Sie bietet quasi das Gegenteil von Aruba, Natur pur für die aktiven Individual-Urlauber — ohne den Show-Faktor, den viele US-Besucher auf der Nachbarinsel so lieben.

Insel-ABC: Aruba, die karibische Gute-Laune-Insel

So viele Inseln in Nah und Fern haben wir inzwischen besucht, dass wir dachten, wir starten mal ein kleines Insel-ABC. Und schweifen mal wieder nach Übersee. Aber nicht auf die Osterinsel, wie man heute erwarten könnte, wir beginnen doch besser mit A. Also: Aruba. „One Happy Island“ ist ihr Slogan, passend zu den vielen US-Besuchern. Liegt mitten in der Karibik, allerdings „unter dem Winde“, und gehört zu den „ABC-Inseln“. Na denn: