Autor: Sandra Malt

Ecuador: Mit dem Schamanen unterm Wasserfall

Um die Hüften nur ein samtweiches Jaguarfell gebunden, auf dem Kopf leuchten gelb-rote Tukanfedern, die schönsten seines Dorfes Tawasap – und um den Hals baumelt ein Amulett aus Anakonda-Leder. Andächtig steht der große Schamane vor den herabstürzenden Wassermassen und hebt beschwörend die Arme. Tzama ehrt den Wasserfall, die Natur – und reinigt leise murmelnd den feucht-schwülen Ort von allem Bösen. Ich hab‘ das Gefühl, ich bin mittendrin in einem Hollywoodfilm, und Tzama Naychapi ist ein guter Schauspieler. Doch nichts dergleichen. Wir befinden uns im Naturreservat Hola Vida – im Osten des südamerikanischen Landes Ecuador.

Äthiopien, Lalibela, Grottenkirche

Äthiopien: Die Kirche im Schoß der Erde

Noch im Halbdunkeln strömen hunderte von Gläubigen frühmorgens durch das winzige Dorf Lalibela auf 2630 Metern Höhe. In lange, weiße Gewänder gehüllt ziehen sie vorbei an einfachen, strohgedeckten Lehmhütten, offenen Feuerstellen und Getreidefeldern des heiligen Ortes in der zerklüfteten Hochebene im Nordosten von Äthiopien. Die orthodoxen Christen haben nur ein Ziel:

Leckerer Honigkuchen zur Adventszeit auf Madeira

Süß und klebrig ist er, hunderte von Kalorien garantiert, aber für Schleckermäuler gerade zur Adventszeit ist er unbedingt ein Muss: Der braune, mit Nüssen durchsetzte Honigkuchen, Bolo de mel de cana, ein Traditionskuchen und Stolz aller Madeirenser. Ich habe ihn vor ein paar Tagen auf der Blumeninsel Madeira mehrfach probiert. Am besten schmeckt er mir in der Fabrica Santo Antonio in Funchal, der hübschen weißen Hauptstadt mit ihren schroffen steilen Bergen im Hintergrund. 

Pennsylvania: Bei den Amischen zum Abendessen

Meilenweit nur grüne Felder, rote Bauernhöfe und zwischendrin alte Pferdewagen, die über Schotterpisten rollen. An den Zügeln Männer mit Strohhüten, langen Bärten und schwarzen Hosen mit altmodischen Hosenträgern. Ich habe das Gefühl, mitten in einem Film zu sein, über das amerikanische Farmer-Leben vor 200 Jahren. Mädchen in langen Kleidern mit weißen Schürzen laufen oder fahren auf riesigen Rollern am Straßenrand entlang. Nur die lauten Autos und Lastwagen stören. Ich bin auf dem Weg zu Sara Fisher und ihrer achtköpfigen Familie – Amische. Sie leben in Bird-In-Hand, mitten in Lancaster County im amerikanischen Pennsylvania, mit ihnen rund 35 000 andere Mitglieder dieser täuferisch-protestantischen Glaubensgemeinschaft. Es ist die zweitgrößte Siedlung in den USA.

11 Tipps für den Big Apple mit Kindern

Auch wenn Road Trips mit kleinen Kids zunächst eine Herausforderung sind, allein schon das Auto zu packen und genügend Pausen einzuplanen, sie sind es trotzdem allemal wert. Und ein ziemliches Abenteuer – wenn es losgeht mit einem sieben Monate alten Baby, Samu in unserem Falle, und dem großen Bruder Lennard, der möglichst viel sehen und erleben will. Wir sind diesen Sommer nach USA geflogen und haben zunächst New York für ein paar Tage besucht.  Hier unsere elf Tipps für die Stadt, speziell Soho, mit Kids. Ein Tipp vorweg: Plant nicht zu viel im Voraus, macht viele viele Pausen und konzentriert euch eher auf ein-zwei Viertel.

Kos: Gemütlichkeit bei Priestern und deutschem Apfelkuchen

Um mich herum mit Ikonen geschmückte Wände, goldene prächtige Kronleuchter, imposante Marmorsäulen. Gold verzierte Heilige blicken auf mich herab. Die Sonne scheint nur einen Spalt zum Eingangsportal hinein. Eine mystische Stimmung herrscht in der farbenfrohen Ágios Nikolaos-Kathedrale mitten im quirligen Zentrum von Kos. Ich bin in der Hauptstadt der gleichnamigen griechischen Insel.

Texel: Von verwegenen Krabbenfischern

Lässig steht er vor seinem frisch angestrichenen Kahn, der „TX Emmie“, dreht sich eine Zigarette und grinst frech: „Na, willst’ auch mit uns raus?“ Der verwegene Texelaner mit Strickmütze und greller Fischerkluft, dass es einem in den Augen weh tut, sieht aus wie der Inbegriff eines Seemanns. Ich besuche Roland Hoijberg, er ist Krabbenfischer auf der holländischen Insel Texel. Tiefe Narben und Falten ziehen sich durch sein braun gebranntes Gesicht. Graublonder Dreitagebart, eine kleine goldene Kreole im Ohrläppchen. Ein Kauz, der eigentlich lieber für sich ist. Seit über 30 Jahren arbeitet Roland Hoijberg auf der rauen, unbarmherzigen Nordsee, kennt dort jede Tücke. Doch jetzt nimmt er im Sommer Touristen mit raus aufs Wattenmeer – zum Krabbenfischen.   Er muss. Die Fischerei ist auch auf Texel weniger geworden, noch rund 25 Berufsfischer gibt es hier. Wir tuckern langsam an der Küste der größten westfriesischen Insel entlang. Salzig-frische Nordseeluft weht um die Nase, Möwen kreisen ums Boot und hoffen auf Fischreste. In der Ferne liegen Seehunde auf den Sandbänken und faulenzen. Mit riesigen Netzen holt Roland die Garnelen aus …

Maine

Maine: Das Land der Hummer

Maine – das Land der Hummer. Die leckeren Krustentiere werden im Norden der Ostküste Amerikas noch immer en masse gefangen. Allein 2015 waren über 53 Millionen Lobster in den Netzen der Hummerfischer in Maine. Und nicht jeder darf fischen: „Die Angel-Lizenzen werden in den Familien weitergereicht, von Generation zu Generation. Eine große Ehre“, erklärt San Patrozello, Tourguide im Acadia National Park. 

Bushwacker2, Telluride, USA, Skifahren

USA: Tiefschnee-Abenteuer und Goldgräber-Flair für Skifahrer und Snowboarder

Aspen, Vail, Telluride, Mammoth Mountain, Whistler Blackcomb – Skifahren von Colorado über Kalifornien bis nach Kanada. Zwar nicht so nah wie die Alpen, doch traumhafte Pisten und toller Puderschnee sind auch in den Wintersportgebieten Nordamerikas garantiert. Ein Paradies für Skifahrer und Snowboard-Fans. Und ordentlich Schnee – auch jetzt noch. Ich möchte euch hier gerne ein paar vorstellen, da ich ja immer noch USA-Liebhaber bin.

Leuchtturm, Maine

Schilder-Bilder 12: Leuchtturm-Familie in Maine

Dieses Schild fand ich an einem kleinen Holzhaus unterhalb eines Leuchtturms im Hummer-Staat Maine an der Ostküste der USA. Genauer gesagt im beschaulichen Bass Harbor. Man mag sich gar nicht vorstellen, was Touristen hier schon so angestellt haben – und wahrlich die Privatsphäre dieser Küstenwache-Familie nicht gewahrt haben. Wer steht bitte bei Fremden im Garten und schaut in deren Fenster rein? Oder macht Picknick in ihrem Garten? Oder schmeißt Müll in ihn? Wer noch eine USA-Geschichte von uns lesen mag, gern etwas zu Long Island: hier.