Autor: Sandra Malt

Genfer See: 11 Tipps für Vevey und Montreux mit Kindern

Gerade vor ein paar Tagen feierten die Queen-Fans den 30. Todestag ihres heiß geliebten Idols. Grund genug für mich, an die Stätte zu erinnern, wo Freddie Mercury bis zuletzt ein Studio hatte: am Lac Léman, dem Genfer See. Die Schweizer Riviera. Traumhaft schön gelegen, mit Palmen, Rosengärten und einer tollen blumengeschmückten Seepromenade zum Spazieren gehen. Im Hintergrund das imposante Matterhorn und andere Viertausender der Alpen. Ich war im Sommer mit unseren Jungs eine Weile in Vevey, der alten Stadt der Schuster. Keine Viertelstunde von Montreux entfernt.  So richtig schön französisch gemütlich war’s, mit netten Lokalen und Bars direkt am See unter Palmen.

Bremerhaven: Mit Martha Hüner durch das Deutsche Auswandererhaus

Wenn ich heute meine Koffer packe und aufbreche zu einem kürzeren oder längeren Trip, freue ich mich meist schon Wochen vorher. Doch wie muss es wohl sein, wenn man zu einer Reise mit einem völlig unbekannten und fremden Ziel – und vor allem ohne Rückfahrtsticket – aufbricht?  Ein wirklich spannendes Museum liegt im Norden Deutschlands in den Hafenwelten von Bremerhaven: das Deutsche Auswandererhaus. Ich habe es kürzlich anlässlich einer Tagung der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) besucht. Anhand verschiedener Biografien konnte ich die oft beschwerliche Auswanderung  hautnah miterleben – sehr eindrucksvoll.

Long Island: Im Land der leuchtenden Kürbisse – eine schöne US-Tradition im Herbst

Mitgebracht von der Ostküste haben wir die Traditionen rund um die Kürbisse. Regelmäßig im Oktober schnitzen wir die riesigen orangenen „Monster“ mit den Kids, setzen Teelichter oder Kerzen in das Innere, stellen sie vor die Tür – und dann kochen wir eine leckere Kürbissuppe alle zusammen. Dazu passend geht es wohl endlich auch wieder los mit den Reisen nach USA: So wie es jetzt aussieht, öffnen die Grenzen ab November. Eine wunderschöne Tradition der Amerikaner und besonders beliebt bei Familien ist die Kürbisernte. Das so genannte Pumpkin Picking wird meist mit einem Ausflug auf eine Erlebnis-Farm verbunden, auf der es nicht nur Kürbisse zu sehen gibt. Ein toller Tipp für diejenigen, die nach New York fliegen: Ein Tagestrip raus nach Long Island und dann zum Pumpkin Picking! Und falls die Kürbisse zu riesig fürs Gepäck sind, packt euch stattdessen einfach einen leckeren Pumpkin Pie ein, gibt’s auch meist an jedem Farmstand.

Südafrika: Soweto und der Geist des großen Denkers Nelson Mandela

Tausende wiegen ihre Hüften, singen und rufen immer wieder den Siegesruf des Widerstandskampfes: „Amandla! Awethu! Power to the People.“ Die Stimmung ist ausgelassen, die Menschen in Südafrika geben ihrem großen Helden, der 50 Jahre lang für die Freiheit ihres Landes kämpfte, das letzte Geleit. Lebensbejahend, fröhlich. Auch wenn der Tod von Nelson Mandela sie damals innerlich in ein Tal der Trauer stürzt. Auf einer Tour durch Soweto, dem bekanntesten Township von Johannesburg, erlebten wir vor einiger Zeit einen Streifzug durch Mandelas Vergangenheit.

Fuerteventura: Tour über die Insel – mit netten Tipps

Diese Kargheit fasziniert den einen, der Andere wünscht sich vielleicht eher die Sattheit der grünen Wälder, der Hortensien und Oleander bedeckten Gärten. Ich persönlich finde diese gezackten, kargen Berge, diese Ebenen in Gelb- und Ockerfarben und mitten darin erloschenen Vulkane spannend fürs Auge – und die Seele. Die Rede ist von Fuerteventura – das „starke Abenteuer“. Gerade auch im Juni/Juli/August wunderschön: Das kristallklare Wasser an den weiten, langen Stränden von Fuerte ist von der Temperatur her genau richtig. Da spring‘ ich gern jeden Tag in die Fluten. Und die langen Abende draußen in kleinen, netten Lokalen wie etwa im Fischerdörfchen Morro Jable im Süden der Insel sind echt entspannend! Nur draußen zu sein, ist toll – gerade zu Corona-Zeiten … Kürzlich war ich dort und habe auch eine Tour durchs Landesinnere und in den Süden unternommen. Hier ein paar meiner Eindrücke:

Augsburg: Von Wasser, Wassertürmen und Kanälen – ein Unesco-Welterbe

„Wir haben richtig gutes, naturbelassenes Trinkwasser, das streng kontrolliert wird. Heutzutage gibt es 60 Trinkwasser-Brunnen direkt in Augsburg„, erzählt mir die „Wasserfrau“ Elisabeth Retsch. Vor 17 Jahren wurden in der von 199 Kilometern Wasserläufen geprägten Stadt spezielle Führungen zum Thema Wasser entwickelt. „Die Touristen waren einfach sehr neugierig, sie wollten mehr wissen. In vielen Gassen von Augsburg fließen die Kanäle des Lechs“, sagt die Stadtführerin. Und seit 2019 stehen das historische Wassermanagement-System der Stadt und seine Denkmäler (Kanäle und Wasserwerke, Wasserkraftwerke und prächtige Monumentalbrunnen) sogar auf der Liste des Unesco-Welterbes. Die Kanäle liefern seit über 1000 Jahren Wasserkraft. Imposant, finde ich! Sie waren damals unverzichtbar für die Wasser- und Energieversorgung der vielen Handwerksbetriebe: Mithilfe von Hunderten von Wasserrädern trieben sie ihre Maschinen an. Ohne sie wäre es nie zur Blüte des hiesigen Handwerks gekommen.

Zandvoort: Zum Frauentag – auch Sissi und Anne Frank badeten schon hier

Zandvoort – das Ziel meiner Pfingstferien aus längst vergangenen wilden Zeiten in den Jahren des Studiums. Schon eine ganze Weile her… Heute am 8. März, anlässlich des Internationalen Frauentags, musste ich wieder an den schönen Badeort im Norden Hollands zurückdenken und an die lustigen Kurztrips mit meinen Freundinnen dorthin. Yeah – Frauenpower war damals angesagt! Ganz in der Nähe der spannenden Metropole Amsterdam. Zwei berühmte Frauen haben den Küstenort an der Nordsee ebenfalls in der Vergangenheit aufgesucht. Im Jahre 1884 Österreichs Kaiserin Sissi und – kaum 50 Jahre nach ihr – ebenso das jüdische Mädchen Anne Frank.

Imst: Die Fasnacht mit den Buaben – eine alte Tradition

Auch wenn laut dem Düsseldorfer Pressesprecher vorgestern (an Altweiber) Pandemie bedingt „Tote Buxe“ auf dem Rathausplatz der Stadt am Rhein herrschte: Die wahren Karnevalisten tragen die fünfte Jahreszeit für ewig im Herzen – und hoffen aufs nächste Jahr. Dass sie dann wieder Altweiber das Rathaus stürmen – und in der Altstadt groß feiern. Alle vier Jahre wird übrigens auch in der gemütlichen Brunnenstadt Imst in Tirol die „Buabefasnacht“ zelebriert – einmalig im Alpenraum. Ich habe den jungen Imster Andi vor einiger Zeit in Österreich besucht. Im Mittelpunkt Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich ganz, ganz groß, lässt sich heute von vorne bis hinten von den Frauen im Hause bedienen. Andi Klingenschmid aus Imst sitzt vor dem weiß verputzten Kamin und hält seine Hände ausgestreckt nach vorne. Sie stecken in weißen, gehäkelten Handschuhen mit edel pinken Rosetten. Als ob er gleich die Nägel lackiert bekommt. Alle zupfen gleichzeitig an dem damals Zwölfjährigen herum, der sich gerade in die bestickte schwarze Lederhose und das weiße Leinenhemd mit grüner Scherpe zwängt. Mutter, Oma, die Schwestern. Andi wird erwachsen „Aua, …

Juist: So ganz ohne Auto – das erholsame Töwerland

Lang ist es her die erste Reise nach Juist, bestimmt weit über 35 Jahre her. Mit der Familie ging es mit Sack und Pack hoch in den Norden nach Norddeich – und von dort mit der Fähre auf die längste Ostfriesische Insel im niedersächsischen Wattenmeer.

Schweiz: Romantik pur in einsamen Berghütten – ideal für Wanderungen und Skitouren

Im Winter finde ich Berghütten besonders gemütlich. Meist schön abgelegen und nur zu Fuß (oder auf Skiern) zu erreichen, könnt ihr hier oft so richtig schön alleine sein. Die weiße Winterlandschaft in aller Ruhe genießen. Gerade im Moment sehnt man sich ja danach… Ich möchte euch ein paar nette Hütten in der Schweiz vorstellen. Überall gibt es natürlich auch Leckeres zu schlemmen – wie Käsefondue oder Raclette. Wer in den Berghütten übernachten möchte, am besten vorher reservieren.