Alle Artikel in: nachhaltig

Ecuador: Mit dem Schamanen unterm Wasserfall

Um die Hüften nur ein samtweiches Jaguarfell gebunden, auf dem Kopf leuchten gelb-rote Tukanfedern, die schönsten seines Dorfes Tawasap – und um den Hals baumelt ein Amulett aus Anakonda-Leder. Andächtig steht der große Schamane vor den herabstürzenden Wassermassen und hebt beschwörend die Arme. Tzama ehrt den Wasserfall, die Natur – und reinigt leise murmelnd den feucht-schwülen Ort von allem Bösen. Ich hab‘ das Gefühl, ich bin mittendrin in einem Hollywoodfilm, und Tzama Naychapi ist ein guter Schauspieler. Doch nichts dergleichen. Wir befinden uns im Naturreservat Hola Vida – im Osten des südamerikanischen Landes Ecuador.

Niederthai: Sanfter Schneegenuss im Ötztal

Sie wollen keine Menschenmassen, einige Alpendörfer setzen auf das Feine, Kleine. Sich bewegen und gleichzeitig runterkommen – wie das geht, konnte ich in Niederthai erfahren. Und weil das kleine Bergdorf in den Ötztaler Alpen auch noch auf einem Hochplateau liegt, gilt es zudem als lawinensicher.

Ourense: Geheimtipp für Winter-Wellness

Schwatzende Herren und Damen sitzen im Wasser, Dampf steigt auf und gibt den Blick frei auf die Häuserfassaden der Altstadt von Ourense. In den heißen Thermalquellen von As Burgas sprudelt das Wasser mit 70 Grad Celsius aus der Tiefe. „Ourense ist nach Budapest Europas zweite Thermalhauptstadt“, erzählt unser Reiseführer Richard Rivera, während wir durch die Gassen der Altstadt spazieren. Der kleine Unterschied – die meisten Badegelegenheiten in Spaniens wichtigster Thermalstadt stehen den Besuchern kostenlos zur Verfügung. 

Das Grüne Gold der Steiermark – und lecker! (+Rezept)

Wenn im Herbst auf Bildern und Werbeprospekten immer mehr große orange Kürbisse mit Halloweenfratzen auftauchen, dann lächeln die Kenner und die Steirer. Denn im Südosten Österreichs reifen dann die Ölkürbisse und liefern ihre Delikatesse: nicht das Fruchtfleisch, sondern die Kerne! Flach, dunkelgrün und groß wie ein Fingernagel – und lecker in allen möglichen Varianten.

Das Vogel-Venedig am Altmühlsee

Große Wasserflächen und schmale Kanäle. Eine Welt aus künstlich aufgeschütteten Inseln, verbunden mit malerischen Holzbrücken. Doch am Altmühlsee hat der Mensch keine Wasserstadt für sich selbst erbaut, sondern für die Tier- und Pflanzenwelt. Das kommt erstaunlich gut an – nicht nur bei den gefiederten Freunden.

Schloss Kirchberg: Kleinbauern und Heumilcheis

Eigentlich nur eine „ganz normale“ Zwischenstation auf unserer Reise über die Burgenstraße. Leckeres Eis soll es hier auf dem Schloss geben, so viel wussten wir schon. Aber schnell haben wir festgestellt: Dies ist nicht irgendein altes Gemäuer. Rund um den riesigen Gebäudekomplex haben sich in den alten Fachwerkhäusern Kunsthandwerker angesiedelt. Alles strahlt hier alternativen Lebensstil aus. 

Terschelling: Wie die Cranberry auf die Insel kam (+ Pofkes Rezept)

Cranberry oder Kranichbeere – eigentlich eine Frucht aus den USA. Und trotzdem ist sie schon seit mehr als 100 Jahren das wichtigste Exportprodukt der Westfriesischen Insel Terschelling. Wieso eigentlich? Das ist eine ungewöhnliche Geschichte – und inzwischen auch mit viiielen leckeren Insel-Rezepten verbunden…

Unterwegs auf dem Main-Radweg

Der Fluss hat ein ruhiges Gemüt. Ohne Eile sind wir auf dem Main-Radweg unterwegs, durchs Fränkische Weinland. Der Main liegt da. Es ist einer dieser heißen Sommertage, wie sie Ende Juni (und neuerdings ja auch im April) schon mal vorkommen. Der Fahrtwind kühlt auf dem Rad, aber irgendwann glüht man von innen.

Islands Schwur für die Natur – Icelandic Pledge

Waren es die Vulkanausbrüche, der Eyjafjallajökull? Etwa der WM-Erfolg des Fußballzwergs? Oder Musiker wie Björk, die die kleine Nordmeer-Insel auf die Landkarte der Tourismus-Welt rückten? Jedenfalls explodieren seit einigen Jahren die Besucherzahlen auf Island. Und leider sind, man  muss es so sagen, immer auch gedankenlose Idioten dabei: Trampeln empfindliche Pflanzen und Moose nieder, behandeln die Einwohner als putzige Statisten oder müssen gerettet werden, bevor sie im Vulkan oder im Gletschereis sterben. Wer genau so NICHT reisen will, kann darauf einen Eid leisten: den „Isländischen Schwur“. Er macht noch einmal