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Texel: Von verwegenen Krabbenfischern

Lässig steht er vor seinem frisch angestrichenen Kahn, der „TX Emmie“, dreht sich eine Zigarette und grinst frech: „Na, willst’ auch mit uns raus?“ Der verwegene Texelaner mit Strickmütze und greller Fischerkluft, dass es einem in den Augen weh tut, sieht aus wie der Inbegriff eines Seemanns. Ich besuche Roland Hoijberg, er ist Krabbenfischer auf der holländischen Insel Texel. Tiefe Narben und Falten ziehen sich durch sein braun gebranntes Gesicht. Graublonder Dreitagebart, eine kleine goldene Kreole im Ohrläppchen. Ein Kauz, der eigentlich lieber für sich ist. Seit über 30 Jahren arbeitet Roland Hoijberg auf der rauen, unbarmherzigen Nordsee, kennt dort jede Tücke. Doch jetzt nimmt er im Sommer Touristen mit raus aufs Wattenmeer – zum Krabbenfischen.   Er muss. Die Fischerei ist auch auf Texel weniger geworden, noch rund 25 Berufsfischer gibt es hier. Wir tuckern langsam an der Küste der größten westfriesischen Insel entlang. Salzig-frische Nordseeluft weht um die Nase, Möwen kreisen ums Boot und hoffen auf Fischreste. In der Ferne liegen Seehunde auf den Sandbänken und faulenzen. Mit riesigen Netzen holt Roland die Garnelen aus …

Die Frau von Stavoren

Ein paar Tage im niederländischen Stavoren Ende März sind vom Wetter her, sagen wir mal, noch etwas erfrischend. Aber wenn in Friesland der Wind ums Ferienhaus weht, macht man es sich eben drinnen gemütlich. Wind, Wolken? Das war gestern. Heute startet der Tag mit strahlendem Sonneschein. Ich stehe mit einem Milchkaffee auf dem Balkon des Ferienhauses in Stavoren. Zehn Meter vor mir gluckst das IJsselmeer ans Ufer. Kaum zu glauben, dass sich hier früher die flache, grüne Landschaft einfach fortsetzte. Also vor den großen Sturmfluten und dem Bau des Abschlussdeichs vor der damaligen Meeresbucht Zuidersee, der das heutige IJsselmeer zur Nordsee hin abgrenzt. Der seit 1932 dafür gesorgt hat, dass der große Süßwasser-Binnensee überhaupt erst entstanden ist. Die Sage von der Frau von Stavoren Lange vor dieser Zeit war das heutige Küstenörtchen Stavoren die reichste und mächtigste Stadt des Landes. Die älteste ist sie außerdem, sie entstand bereits um das Jahr 900. Die friesischen Könige residierten hier, und die Bewohner waren geschickte und erfolgreiche Kauf- und Seeleute. Vor allem der Getreidehandel blühte. Heute ist Stavoren …

Die typische Wiener Straßenbahn lässt sich bestens zur Rundfahrt nutzen

11 Tipps für… das etwas andere Wien

Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt – behauptet die so genannte „Mercer-Studie„, die jedes Jahr die Lebensqualität in 231 Metropolen vergleicht. Und da landet die Kaiserstadt schon zum neunten Mal in Folge vorne! Na ja, über Studien (und ihre Hintergründe?) kann man viel diskutieren… Mehr dazu und zu den anderen Top Ten weiter unten. Aber was für ein Anlass, unsere Wien-Tipps mal wieder nach vorne zu holen?! Und bei uns nicht die klassischen Touristenziele – Hofreitschule, Prater und Opernball, Klassik, Kaffeehaus und Fiakerfahrt. Sondern die unbekannteren Seiten, schräge Ecken  und vielleicht der ein oder andere Geheimtipp…

(Kleinkind-)Urlaub im Centerparc – was ist dran am Klischee?

Wer gern individuell um die Welt reist, hat mit Cluburlaub, All-Inklusive oder Ferienparks eher wenig am Hut. Warum, habe ich mich immer gefragt, wenn man „nach der eigenen Nase“ viel mehr entdecken kann? Aber mit Kindern ändert sich so manches… Und mit Kleinkind sind lange Schneewanderungen oder Wintercampen auch noch nicht so drin. Also

Schilder-Bilder 2: Boßelspiele!

Schilder-Bilder 2: Nach dem österreichischen Ganserl Crossing gestern folgt heute ein Schild aus dem Norden Deutschlands. Eines, das es wohl nur in Ostfriesland gibt. Denn Boßeln ist im Land des Plattdeutschs Volkssport. Völlig unerwartet können einem dort Kugeln auf den Straßen entgegengerollt kommen. Daher das Schild, vorsichtshalber…

Wie ist das eigentlich, dieses Biathlon?

Gerade sahnen die deutschen Biathleten wieder ordentlich bei Olympia ab. Man könnte denken, Biathlon sei ein Massensport. Ist es aber nicht. Inzwischen frage ich mich: Warum eigentlich nicht? Ich durfte vor kurzem mal reinschnuppern in den Sport und das bisschen Schnuppern hat richtig Spaß gemacht. Mein Fazit: Vor allem Schießen ist cool, beim Skaten habe ich noch verdammt viel Luft nach oben…