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Fuerteventura, Delfine beobachten, Bootstour, Delfine, Süden von Fuerte, Morro

Fuerte: Mit den Delfinen übers Wasser gleiten

Plötzlich sind sie da, wie aus dem Nichts springen sie lustig und elegant übers glitzernde Wasser. Alle sind ganz aus dem Häuschen und mein Kleiner am meisten: „Mama, Mama guck mal, da sind die Delfine!! Endlich! Und ich hab‘ sie mit meiner Trillerpfeife angelockt, das ist doch wirklich Zauberei“, freut er sich. Gerad kürzlich war ich mit unserem Sohnemann auf einer Bootstour auf Fuerte. Für den Vierjährigen ein echtes Piratenboot – ein türkisches Gulet ganz aus Holz. Auch Kapitän Mario sieht ganz verwegen aus, mit Wuschelkopf, Dreitages-Bart und dunkler Sonnenbrille.

Engel, Engelesspiel, Augsburg, Weihnachten

Augsburg: Die sanften Engel vom Rathaus

Langsam und anmutig schreiten sie aus dem Dunkeln des Rathauses nach draußen auf die Balkone und man könnte meinen, sie seien direkt vom Himmel hinunter geschwebt. Die majestätisch sich im Lichterglanz bewegenden Engel sind sich der Ehre ihrer Rolle bewusst – und seit über 42 Jahren fester Bestandteil der Augsburger Weihnachtszeit. Seit Ende der 1970er erscheinen sie jedes Jahr in den Fenstern des prächtigen Renaissance-Gebäudes hoch oben über dem erleuchteten Christkindlesmarkt im bayerischen Augsburg, sie musizieren zu bekannter Weihnachtsmusik von Georg Friedrich Händel. Die 23 Darsteller vermitteln den Zuschauern am Boden das Gefühl, als blickten sie auf ein lebendiges Gemälde. Ich habe die majestätische Truppe der Himmelsboten kürzlich besucht.

Stadtabenteuer Berlin: Die Hauptstadt erleben, nicht besichtigen

Wenn ich eine Stadt besuche, möchte ich sie wie die Einheimischen erleben. Mit den „Stadtabenteuern“ ist genau dafür eine neue Reihe an den Start gegangen. Ein Test in Berlin. Und ein Interview mit dem Herausgeber Matthias Kröner.

Bayerisch-Schwaben: Krippen-Träume in Wattenweiler

Die Ernte war längst in der Scheune, die Bauarbeiten beendet. Es wurde langsam kälter und kälter, die langen dunklen Winterabende begannen. Die Maurermeister, Tagelöhner und Holzarbeiter suchten eine Beschäftigung. Da nahmen sich meist gläubige Wattenweiler ein scharfes Messer und ein Stück trockenes Lindenholz zur Hand. Sie tauchten ein in Jesu Christus‘ Welt und schnitzten, fassten und kreierten Szenen aus der Weihnachtsgeschichte. Mit den Jahrhunderten entstanden wunderschöne Krippenlandschaften von hoher Handwerkskunst, die in dieser Dichte für ein 600-Seelen-Dorf wie Wattenweiler in Bayerisch-Schwaben einmalig ist. Ich habe die Ausstellung „Wattenweiler Krippenparadies“ im Landkreis Günzburg vor ein paar Tagen besucht und war hin und weg von den über 70 liebevoll geschnitzten Hauskrippen mit ihren oft noch nicht mal handgroßen Figuren.

Weihnachtsmarkt-Lichter

11 Tipps für… besondere Weihnachtsmärkte

Advent, Advent, die Vorfreude brennt! Und wo könntet Ihr in den Wochen vor Heiligabend besser schon mal ins festliche Flair eintauchen als auf dem einen oder anderen besonderen Weihnachtsmarkt?

Texel: Kulinarische Tipps von der Insel

Sogar der ehemalige Präsident Jacques Chirac besuchte schon die Schafinsel Texel – natürlich des leckeren – meist vorgesalzenen – Lammes wegen. Neben dem vorzüglichen Fleisch ist die Liste der regionalen Produkte der größten holländischen Insel im Wattenmeer recht lang: Austern, Wattengarnelen, Queller, Strandaster, Kartoffeln bis hin zu Bier, Wodka, Jenever und Gin. So bin auch ich am letzten Wochenende ziemlich verwöhnt worden auf dem Eiland, wo genau so viele Schafe wie Einwohner leben sollen (rund 13 500). Hier meine Tipps für einen Tag lang Kulinarisches auf Texel:

Eiserner Vorhang: Spurensuche im Grenzgebiet Tschechien-Österreich

30 Jahre Mauerfall. Vor dreißig Jahren schlug auch das letzte Stündlein für den Eisernen Vorhang. Die Grenzgebiete zwischen Ost und West erwachten aus dem Dornröschenschlaf, so auch die Grenzregion zwischen Tschechien und Österreich.

Imst: Buabefasnacht – Buben vertreiben die bösen Geister

Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich ganz, ganz groß, lässt sich heute von vorne bis hinten von den Frauen im Hause bedienen. Andi Klingenschmid sitzt vor dem weiß verputzten Kamin und hält seine Hände, die in weißen, gehäkelten Handschuhen mit edelpinken Rosetten stecken, ausgestreckt nach vorne. Als ob er gleich die Nägel lackiert bekommt. Ein langer Blick in die Runde, die Aufmerksamkeit genießen. Alle zupfen gleichzeitig an dem damals Zwölfjährigen herum, der sich gerade in die bestickte schwarze Lederhose und das weiße Leinenhemd mit grüner Scherpe zwängt. Mutter, Oma, die Schwestern. Alle vier Jahre wird im Tiroler Imst die „Buabefasnacht“ zelebriert – einmalig im Alpenraum. Ich habe Andi vor einiger Zeit besucht. Wer schon an Karneval denkt, schließlich hat die jecke Zeit heute, am 11.11., begonnen, sollte Imst miteinplanen und sich schon einmal das „Schemenlaufen“ der Erwachsenen (siehe Kasten weiter unten) in der Tiroler Stadt anschauen! Ebenfalls eine alte Tradition, die noch sehr gelebt wird, einfach schön. „Aua, du stichst mir in die Wade.“ Andi wirft der Großmutter, die zu seinen Füßen hockt, einen bösen …