Autor: Sandra Malt

New York: Von Seeigeln, Rindermägen und Kobe-Burgern

Es sieht aus wie ein Lappen gelber Zunge, der auf etwas glitschig Gelbem und einem Stück rohem, marmoriertem Steak ruht. Das Ganze ist dekorativ auf grünem Seegras und Shiso-Blättern drapiert. „Und das soll ich essen?“ fahre ich meinen Mann an. Er verdreht die Augen, faltet das „Niku-Uni“ in ein kleines Paket, tunkt es lässig in die Soja-Sosse und verschlingt es. „Super, einfach toll“, schwärmt er noch beim Kauen. Des Rätsels Lösung: Die gelbe Zunge ist ein roher Seeigel. Er wird serviert mit hausgemachter Wasabi-Sosse auf hauchdünn geschnittenem Rinderkamm. Wir sitzen gerade auf schwarzen Bänken vor einem kleinen Grill, mitten auf der Hudson Street im West Village – einem immer noch angesagten Ausgeh-Viertel des Big Apple. 

Die andere Seite Kapstadts

Kapstadt – eine meiner absoluten Lieblingsstädte – idyllisch gelegen zu Füßen des Tafelbergs und inmitten vieler tropischer Parks. Eine Metropole, die so unendlich viel  zu bieten hat. Nicht nur gemütliche tolle Lokale, nette Boutiquen, legendäre Stadthotels mit viel, viel Geschichte – wie das legendäre, älteste Hotel Kapstadts: Mount Nelson. Nein, auch imposante, großzügige Weingüter, romantische kleine Fischerdörfer in der Kapregion, kilometerlange einsame Strände. Und doch würde ich jedem Gast, der das erste Mal in die zweitgrößte Stadt Südafrikas reist, wärmstens empfehlen, zuerst eine organisierte Tour in die Townships zu unternehmen. Das ist einfach wichtig, meine ich, um Südafrika besser zu verstehen – und seine Menschen.

Kapstadt-Tipp: Schlemmermarkt in alter Keksfabrik

In der Stadt der Genüsse und tollsten Restaurants – nicht nur Südafrikas – haben wir uns kürzlich in einen echt urig-gemütlichen Wochenendmarkt verguckt: Eine abbruchreife Keksfabrik wurde vor einigen Jahren im zurzeit immer trendiger werdenden Stadtteil Woodstock mit Antiquitäten- und Designerläden, Boutiquen, schnuckeligen Cafés und einem der besten Restaurants von Kapstadt, The Test Kitchen, (www.thetestkitchen.co.za) stilvoll restauriert. Jeden Samstag treffen sich hier Freunde guten Essens und Trinkens in einer alten Markthalle, auf dem Old Biscuit Mill-Market. Ein toller Tipp!

Austernsuche auf Texel

Kilometerlange Strände, weit und breit kein Mensch zu sehen, nur ein paar dutzend Schafe am Deich, ich atme die salzig-frische Luft tief ein – eine wahre Wohltat. Ich fühle mich gleich pudelwohl auf dieser wunderschön einsamen Insel an der holländischen Küste. Und treffe den Austernmann von Texel. Mit Martin Zeeman geht’s an die Ostküste des Eilands, Gummistiefel an und ab quer durchs matschig-nasse Wattenmeer. Wir suchen die edlen Muscheln direkt zwischen den Steinen an der Küste, gleich unterhalb des Deichs. Und werden fündig!

Amsterdam: Wie bei Oma in der Stube

Junge Studenten fläzen sich gemütlich auf loungigen Matratzen vor einem Café, genießen endlich die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings. Ein paar Tulpenhändler versuchen, auf der Grachtenbrücke ihre Ware an den Mann zu bringen. Es ist dieses herrlich offene Lebensgefühl, was diese Hafenstadt so anziehend macht. Ich bekomm‘ direkt gute Laune, als ich zu dem hippsten Brunch-Laden Amsterdam s in dem alternativ-schicken Stadtviertel „Jordaan“ aufbreche.

Limousin: Im Land der tausend Kühe

Ein Geheimtipp für Urlauber, die das grüne Herz Frankreichs suchen – und gern einmal in ungewöhnlichen Unterkünften übernachten wollen: die wasserreiche Region Limousin. Am frühen Abend geht die Sonne langsam unter über „Millevaches“, dem Land der tausend Kühe, und am Rande eines Waldstückes entdecke ich mit meiner Nichte Dominique plötzlich ein paar friedlich grasende Rehe und Wildschweine. Sie ist ganz aufgeregt, diese Tiere hat sie

Tegernsee: Nostalgie auf Kufen und Rädern

Auch ins schöne Oberbayern wird der Winter zurückkehren – wie’s ausschaut schon recht bald. Ein toller Tipp für einen entspannten Kurzurlaub, finde ich, ist immer wieder der malerische Tegernsee am Rande der Alpen. Keine 40 Minuten von München entfernt. Ein Geheimtipp vor Ort, in Rottach-Egern, ist das