Schade, dass es kein Geruch-Internet gibt. Obwohl – eigentlich ganz gut so 😉 … aber zumindest jetzt gerade wäre es schön, den Geruch, der hier gerade durch alle Räume zieht, weitergeben zu können. Denn: Es wird endlich Herbst – und damit Zeit für ofenwarme schwedische Zimtschnecken… hmm…
Fast alles, was ich am Norden liebe, hat mit dem Sommer zu tun: Die langen, hellen Tage, das besondere Licht, der Sprung in erfrischende Seen, die würzige Luft. Im Sommer habe ich auch zuletzt die riesigen Zimtschnecken im Café Husaren in Göteborg gegessen – einmal muss ich einfach immer durchs Viertel Haga schlendern, wenn ich da bin…
Jetzt wird es nach einem scheinbar endlosen Spätsommer wohl doch langsam, aber sicher Herbst. Die Blätter werden bunt, es stürmt und wird ungemütlich nasskalt. Und das ist auch gut so: Denn Kanelbullar, die schwedischen Zimtschnecken, schmecken ja eigentlich ganz besonders gut im Herbst, zusammen mit einem dicken Buch und einer Kanne Tee auf dem Sofa. Die Dunkelheit kann kommen!
Hier das Rezept für ca. 25 Zimtschnecken:
500 g Weizen- oder Dinkelmehl, 100 g Zucker, ein Würfel Hefe, 1-2 TL Kardamom (gemahlen oder grob zerstoßen), 3-4TL Zimt, 1 Prise Salz, 250 ml lauwarme Milch, 250 g weiche Butter (oder Margarine), 1 Ei, Hagelzucker
100 g Butter schmelzen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, mit der flüssigen Butter, 50 g Zucker, Salz und dem Kardamom verrühren. Flüssigkeit mit dem Mehl verkneten (nach und nach zugeben), dann den Teig abgedeckt ca. eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Nochmal durchkneten, dann auf bemehlter Fläche zu einem großen, quadratischen Fladen ausrollen (1-2 cm dick, Ränder ggf. eckig schneiden).
Das Quadrat mit der restlichen weichen Butter wie ein Butterbtrot bestreichen, mit Zimt und Zucker bestreuen. Dann von einer Seite aufrollen und anschließend von der Rolle mit einem scharfen Messer etwa 2 cm dicke Scheiben abschneiden. Die Schnecken mit etwas Abstand voneinander auf Bleche legen. Nochmal ca. 20 min abgedeckt gehen lassen, bis sich der Teig wieder sichtbar vergrößert hat. Das Ei mit etwas Milch verquirlen, die Schnecken damit bepinseln und mit Hagelzucker bestreuen. Bei 200 Grad ca. 15-20 min backen, bis sie schön braun sind (Achtung, brennen vor allem von unten schnell an!), dann unter einem Küchenhandtuch abkühlen lassen und am besten noch lauwarm genießen. Und dabei vom Sommer in Bullerbü träumen. Übriggebliebene Schnecken können in den Gefrierer und bei Bedarf einfach nochmal kurz aufgebacken werden.


Oh ich liebe Kanelbullar! Die sind so lecker, ich kann die das ganze Jahr über essen. 😉 Vor ein paar Jahren war eine dieser wunderbaren Zimtschnecken praktisch mein Geburtstagskuchen, als ich allein durch Schweden reiste, das war schön. *träum*
Liebe Grüße, Becky
Wer braucht schon Torte, wenn er frischen Hefekuchen essen kann 😉
Also ich nicht. 😉
Nachgebacken und für gut befunden – geht auch mit etwas Mohn als Füllung
Marzipan ist auch sehr lecker – mit einer extra Prise Kardamom drauf…
Pingback: Adieu Oktober – Bonjour November!
Sieht total super aus! Wäre auch eine Idee für unsere Hotelküche, die Gäste werden das sicher lieben! Gruß aus Hintertux!
Hmmmh, was für ein Genuss!
LG aus Franken.
Sabine
ich liebe Zimtschnecken! die schmecken auch super mit Apfel gefüllt ! <3
liebe Grüße aus dem Wanderhotel an der Seiser Alm
Mmmmhhh lecker! Hier regnet es und ist Grau in Grau. Da kommen solche süßen Leckereien genau richtig.
Vielen Dank für das Rezept!
Liebe Grüße
Sonja