In den Alpen jodeln die Menschen, in den Bergen der kanarischen Insel La Gomera tauschen sie laute Pfiffe aus. Doch es gibt einen riesigen Unterschied: Mit der Pfeifsprache übermittelt man nicht nur kurze Grüße, sondern echte Nachrichten, und das über weite Entfernungen. „El Silbo“ ist für mich die ungewöhnlichste Sprache, die ich je gehört habe.
Meine Tochter ist kein Fan des Wanderns – um es mal freundlich auszudrücken. Das ist nicht nur schade, sondern richtig blöd. Denn der Rest der Familie liebt es, Natur und Landschaften in Wanderschuhen zu entdecken. Wie gut, dass es für dieses Dilemma so großartige Themen-Wanderwege wie im familienfreundlichen Tiroler Stubaital gibt.
In der Rubrik „7 Fragen an“ befragen wir Menschen, die wir auf unseren Reisen kennenlernen oder mit denen wir zusammenarbeiten. Und wir stellen euch jetzt hier auch uns selbst, das Reisefederteam vor. Los geht’s heute mit Anke:
„Sag niemals nie“ lautet das Motto der aktuellen Blogparade von Ariane von heldenwetter – als ich das las, musste ich gleich an meine frühere Abneigung gegen Mallorca denken. Und daran, wie sehr sich das im Laufe der letzten Jahre geändert hat.
Regen ist angesagt, und Sturm. Das Ganze bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Echtes Schietwetter also. „Super, dann ist es nicht so voll“, ist mein erster Gedanke, als ich die Wettervorhersage höre, „hm, vielleicht sollten wir doch lieben zuhause bleiben?“ mein zweiter. Aber nein, die Brockenwanderung wird nicht abgeblasen. Stattdessen kommen ein Fleece mehr und extra Regenschutz in den Rucksack. Und eine Kanne heißer Tee.
Unsere Gastautorin Karin Kura liebt das Wandern und die Wüste – und konnte in Jordanien beides miteinander verbinden. Stirnrunzeln, fragende Blicke: Wie, du fährst nach Jordanien, echt jetzt? So reagierten meine Freundinnen, ohne Ausnahme. Zweifel hatte ich ja selbst. Ein Blick auf die Landkarte genügt: Jordanien liegt eingekeilt zwischen Syrien, Irak, Israel und Saudi-Arabien – alles klar?
Sonnig zieht sich der Spätsommer übers Land, als ich beschließe, endlich mal die blühende Heide zwischen Celle und Hamburg zu besuchen – bevor sie ausgeblüht ist. Und was passiert? Erst verdunkelt sich der Horizont, dann Wolkenbruch, dann Schnürlregen. Schietwetter halt… Aber warum sollte uns das abhalten?
Wieder hat sich der Winter seit Ende Januar wie Kaugummi hingezogen, aber dann, jetzt, endlich: Wanderschuhe angezogen und raus ans Licht, in die Berge und ans Wasser! Da, wo es jetzt schon 20 Grad warm und die ganze Familie zufrieden ist, denn es gibt: Sonne und Wind, Berge und Meer, Pferde und Schildkröten, Klöster und Kultur, Quellen und Höhlen, Oliven und Eis… Nachts ist es noch ziemlich kalt, aber die Sonne gibt jeden Tag ihr Bestes, wenn wir am Morgen zu Touren rumd um Alcudia starten. Keine ist länger als zehn Kilometer, auch die Höhenmeter halten sich mit maximal 500-600 pro Tour in Grenzen – so laufen auch die Kinder ohne zu murren mit. Wir bezwingen den Berg Talaia d´Alcudia (bei mächtig Wind – gut, dass wir immer nicht nur Sonnenschutz, sondern auch Fleecejacken, Regenschutz und Mützen dabei haben), es geht auf den Klosterberg Puig de Maria bei Pollenca (und hinterher in Pollenca lecker essen in der Trattoria und Pizzeria La Trencadora, die biologisch angebaute Produkte von Peter Maffays naher Farm verarbeitet), hoch zur Eremita …
Lust aufs Wegträumen? Madeira ist schon seit über hundert Jahren Zufluchtsort für Wintermüde aus ganz Europa. Kaiserin Sissi, Winston Churchill, Charlie Chaplin – sie alle waren hier, suchten das milde Klima auf der Insel des ewigen Frühlings vor der Küste Afrikas.
Was kommt heraus, wenn Bauern, Naturwissenschaftler und Touristiker sich zusammentun und einen Wanderweg für Familien planen? Na, so etwas wie der Natursprünge-Weg im Brandnertal.