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11 Tipps für… besondere Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmarkt-Lichter

Advent, Advent, die Vorfreude brennt! Und wo könntet Ihr in den Wochen vor Heiligabend besser schon mal ins festliche Flair eintauchen als auf dem einen oder anderen besonderen Weihnachtsmarkt?

Wir haben Euch wieder elf Weihnachtsmärkte der ungewöhnlicheren Art herausgesucht, bevor sie landauf, landab bald ihre Stände aufschlagen. Nebenbei…… findet Ihr vielleicht auch noch das ein oder andere Geschenk auf die letzte Minute? Und wenn diese Tipps nicht reichen, dann schaut mal unter Iris‘ Tipps von vor zwei Jahren: 11 Weihnachtsmärkte mit Atmosphäre.

1. Auf schwankenden Planken

Der Alte Hafen in Emden beherbergt einen Teil des Weihnachtsmarktes

Schiffe, Häuser, festlich geschmückt und noch schöner mit Schnee. (c) Emder Zeitung, Hinrich Wilken

Im friesischen Emden stehen die Buden des Engelke-Marktes nicht nur an Land, sondern einige auch auf festlich beleuchteten Museumsschiffen, so dass nicht nur Grog und Glühwein Euch ins Schwanken bringt… Ein Weihnachtsdorf breitet sich mit hoher Holzpyramide vorm festlich beleuchteten Rathaus aus, im Alten Hafen liegen dann neben den Museumsschiffen auch viele Traditionssegler und laden an Bord. Am 1. Dezember kommt der holländische Sinterklaas am Hafentor an, ansonsten beschert nachmittags um 17 Uhr ein Weihnachtsmann die Kleinen.

25.11.bis 23.12. und 27. bis 31. Dezember 11-20 Uhr, Silvester 11-16 Uhr, Emden, Ratsdelft, am Alten Binnenhafen und im Stadtgarten, Eintritt frei, mehr Infos hier.

2. Tief unter der Erde

Glimmende Lampen säumen den Tunnel untertage

Schon der Zugang zum Weihnachtsmarkt im Berg ist festlich beleuchtet. (c) Weltkulturerbe Rammelsberg

Am dritten Adventswochenende leuchtet das Goslarer Weltkulturerbe Rammelsberg erneut in weihnachtlichem Glanz – und bietet originelle Weihnachtsmärkte über Tage, aber auch weit unten im Bergwerk: Der 200 Jahre alte Roederstollen ist mit hunderten von Kerzen beleuchtet und festliche Musik erklingt. Unter Tage, in der Erzaufbereitungsanlage und Werkstraße, erwarten die Gäste einzigartige Weihnachtsmärkte mit traditionellem Kunsthandwerk, warmen Getränken und Harzer Leckereien. In der Schlosserei läuft ein abwechslungsreiches weihnachtliches Programm, darunter Live-Konzerte von Jazz bis Blasmusik.

14. + 15. Dezember rund 10-18 Uhr, Besucherbergwerk Rammelsberg Goslar, Erwachsene 9 €, Kinder 4 €. Ohne Rundgang: Erwachsene 6 €, Kinder 2 €. Kartenvorverkauf online empfohlen!, mehr Infos hier.

3. Hoch in den Wipfeln

Leuchtend in der Höhe zwischen Bäumen… (c) Baumwipfelpfad Harz / Franziska Pönisch

Ebenfalls am dritten Adventswochenende lädt der Baumwipfelpfad Harz in Bad Harzburg wieder in bunten, aber stimmungsvollen Farben zum Weihnachtsmarkt: Kunsthandwerker, Musiker und festlicher Gaumenschmaus sorgen dann für Weihnachtsvorfreude der etwas anderen Art. In luftiger Höhe begegnen Euch dann die Angebote und Anbieter aus der Region, sobald sich die Dämmerung über den modernen Erlebnispfad zwischen den Baumkronen senkt. Da gibt es Gebasteltes, Genähtes und Handwerk aus Holz, und der Duft von Waffeln, Glühwein und Bratwurst liegt in der Luft.

13. + 14. Dezember 16-20 Uhr, Baumwipfelpfad Harz, Eintritt: 6 Euro, mehr Infos hier.

4. Möglichst nachhaltig

Marktzeile mit Kirchenfassade und Leuchtstern

Beim Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße freuen sich Umwelt und Fairness. (c) EVENTS Ralf Bielefeldt

Berlin hat zwar einige Christmärkte zu bieten, den wohl nachhaltigsten aber findet Ihr direkt neben den Hackeschen Höfen im historischen Stadtkern. Schon 1996 bekam er einen Umweltpreis. Das heißt zwar nicht „Jute statt Glitzer“ – auch hier gibt’s traditionelle, nostalgische und glitzernde Weihnachtsgeschenke aller Art. Billigplastik ist aber tabu. Stattdessen locken auf dem mittlerweile 24. Umwelt- und Weihnachtsmarkt Sophienstraße individuelle Berliner Designobjekte und besonders viel fair gehandeltes oder naturnah produziertes Kunsthandwerk. Glühwein und Schmalzgebäck entsprechen natürlich bester Bio-Qualität.

Alle vier Adventswochenenden, samstags je 12-20 Uhr, sonntags je 11-19 Uhr, Sophienstraße Berlin-Mitte, Eintritt: frei. mehr Infos hier

5. Rund um den See

Adventszauber am Tegernsee. Bild: Dietmar Denger

Der Tegernsee ist das Zentrum, an seinen Ufern locken gleich mehrere heimelige Adventsmärkte an romantischen Plätzen – direkt am Wasser, an der Promenade oder vor der Schlosskirche. Zum Tegernseer Adventszauber haben sich die Orte Tegernsee, Rottach und Bad Wiessee unter schneebedeckten Gipfeln auch insgesamt für Euch herausgeputzt. Die beleuchteten Marktbuden bieten regionale Handwerkskunst wie Filzarbeiten, Holzschnitzereien, Lebkuchen-Herzen aus Ton und Krippenzubehör. Richtig bayrisch wird es dazu mit Alphorn- und Weisenbläsern, viel Blasmusik in einer Almhütte, dampfendem Glühwein, Maronen, Bratwürstel und Waffeln – und romantischen Kutschfahrten durch die oberbayerische Bergwelt. Ein Pendelschiff verbindet die drei Orte, Abfahrt zirka halbstündig.

Alle vier Adventswochenenden, jeweils 14-19 Uhr, Tegernsee+Rottach+Bad Wiessee, Eintritt: umsonst. Mehr Infos hier.

6. Wandernd im Tale

Weihnachtsgesicht

Wollt Ihr Euren Bummel über den Weihnachtsmarkt etwas sportlicher angehen, seid Ihr im Eisenberger Mühltal in Thüringen richtig. Dort lädt am 3. Adventswochenende der wohl längste Christmarkt der Welt – im Weihnachtstal warten auf acht Kilometern Wegstrecke acht historische Mühlen, die den Advent jede auf ihre Art präsentieren. In der Walkmühle etwa findet Ihr die „Holzlandweihnacht“ samt Holzschnitzern und Ponyreiten, während an der Robertsmühle das gesamte Mühlental en miniature aufgebaut ist. Und das Mühlen-Café mit 20er Jahre-Flair einlädt. An der Pfarrmühle wartet die „Kinder- und Märchenweihnacht“ inklusive Weihnachtspostamt, an der Froschmühle die mittelalterliche Variante und an der Naupoldsmühle die Thüringer Tradition. Dazu kommen eine große Parade und unterwegs immer wieder Märchenfiguren und historische Spielleute, Kobolde, Weihnachtsmänner, abends Fackeln und irgendwo auch wieder ein Klavier… Das Tal ist für Autos gesperrt, doch Pendelbusse erleichtern die Tour.

14. + 15. Dezember, 10 Uhr bis abends, Eisenberg-Weißenborn, Eintritt: 8 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei, mehr Info hier.

7. Mitten im Granit

Steinbruch und Ort romantisch beleuchtet

Lichterzeilen im und rund um den alten Steinbruch. (c) Christian Schauer

Hier macht der Standort den besondern Zauber aus: Der Christkindlmarkt im Stoabruch, ein stillgelegter illuminierter Granitsteinbruch im Bayerischen Wald. Klein, aber fein präsentiert sich dieser Weihnachtsmarkt in Hauzenberg bereits zum zwölften Mal. Seine Buden bieten typische Spezialitäten aus dem dortigen Dreiländereck – Bayern, Mühlviertel und Böhmerwald -Deutschland, Österreich, Tschechien. Ihr könnt dabei direkt den „Bitzlern“, den Kunsthandwerkern, bei der Arbeit über die Schulter blicken. Kinder lieben den Streichelzoo, dessen Tiere zur lebenden Krippe gehören. Für Erwachsene projiziert am Abend das „Kino an der Felswand“ stimmungsvolle Filmkunst auf den Granit.

Adventszeit ab 28. November jeweils Donnerstag bis Sonntag, je 14-20 Uhr, Granitzentrum Hauzenberg, Eintritt: 3 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei, gratis Shuttleservice ab Parkplatz Bürgerpark, mehr Infos hier

8. International am Rhein

Mit Lichtersternen dekoriertes Häuserdach

Winzerkeller oder Lebkuchenhaus? In Rüdesheims Altstadt kommen Weihnachtstraditionen aus vielen Weltgegenden zusammen. (c) www.weihnachtsmarkt-der-nationen.de

Holländischer Sinterklaas, polnisches Apfeltunken, schwedisches Lucia-Fest, tunesische Holzwaren oder mongolische Leckereien: Bereits seit 26 Jahren lädt das Rheinstädtchen Rüdesheim zum „Weihnachtsmarkt der Nationen“ und präsentiert Adventsbräuche und festlich Rituale aus aller Welt. In diesem Jahr stammen die Marktbestücker aus 17 Nationen von sechs Kontinenten – sie gruppieren sich rund um Europas größte Krippenlandschaft, die mit lebensgroßen Figuren bestückt ist. Auf dem umfangreichen Adventsprogramm stehen Konzerte von Chören und renommierten Sängern, während Handwerker ihre heimischen Traditionen zeigen. Rund um Rüdesheim lockt das Rheintal zu winterlichen Flussfahrten und Wanderungen.

21. November bis 23. Dezember (außer 24. November), tgl. 11-20, freitags + samstags 11-21 Uhr, Altstadt Rüdesheim, Eintritt: frei, mehr Infos hier.

9. Im und um das Schloss herum

Festlich, besinnlich, geadelt: Bei der Schlossweihnacht im historischen Ambiente des Schlosses Dyck in Jüchen erwarten Euch Weihnachtsstände mit eher exquisiten Produkten und ausgesuchten Geschenkideen, aber ebenso ein historisches Dorf mit Karussell für die kleinen Besucher. Dazu verkörpern Laienschauspieler im Englischen Landschaftsgarten die Weihnachtsgeschichte in beweglichen Bildern und Szenen. Auf der Orangerie-Halbinsel erwartet Euch ein Gastronomie-Rondell mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot, von Suppe nach Großmutters Rezepten, Hochzeitsbrot und Stollen bis zu provenzalischem Nougat. Weihnachtslieder, die die Chöre der umliegenden Gemeinden anstimmen, erklingen im Schlosshof zwischen lodernden Feuerkörben. Im Stallhof bietet ein orientalischer Bazar auch Weihnachtsdekoration, Schmuck, Textilien, Wohnaccessoires und Kunstgewerbe.

Alle vier Adventswochenenden,  jeweils 12-20 Uhr, Schloss Dyck, Jüchen. Eintritt: Erwachsene: 13,50 Euro, Ermäßigt: 10,50 Euro, Kinder (7-16 Jahre): 1,50 Euro. Mehr Infos hier.

10. Zur Naturwurzel im Westerwald

Wurzelholz dekoriert die große Kirchenkrippe

Nur ein kleiner Teil der Wurzelholzkrippe, die alljährlich in der Kirche Waldbreitbachs aufgebaut wird. (c) Dominik Döring, GNU-Lizenz

Sogar im Guinness Buch der Rekorde ist es als Weihnachtskrippendorf genannt: Der kleine Luftkurort Waldbreitbach beherbergt die weltgrößte Naturwurzelkrippe in seiner Pfarrkirche – rund eintausend Wurzeln bilden das Wunder von Jesu Geburt, von Josef und Maria bis zu rund hundert Tieren, umspielt von echten Pflanzen und fließendem Wasser. Schon zum ersten Advent wird das Weihnachtsdorf per Fackelzug eröffnet, der große Weihnachtsmarkt findet dann am zweiten und dritten Adventswochenende statt. Zum Dorf gehören auch eine riesige Pyramide, eine schwimmende Krippe und ein acht Meter breiter Adventskranz mitten im Fluss, ein überdimensionaler Adventskalender und ein zwei Kilometer langer illuminierter „Kleiner Krippenweg“ mit 50 Stationen. Wer den Markt verpasst, kann die Krippenwanderwege und das „Internationale Krippen- und Bibelmuseum“ mit rund 2500 Krippen aus aller Welt auch noch im Neuen Jahr besuchen.

Weihnachtsdorf geöffnet 30. November 2019 – 26. Januar 2020, Weihnachtsmarkt am 7.+8. und 14.+15. Dezember vormittags bis abends, Waldbreitbach im Wiedtal, Eintritt: frei, mehr Infos hier.

11. Cool und stylish

Weihnachrsengel am Baum

Soooo nicht – kuschelige Engelsfiguren sind auf dem Holy.Shit.Shopping-Weihnachtsmarkt eher selten. (c) Sandra Malt

Wenn Ihr es nicht so habt mit Lebkuchen, Tanne und Weihnachtsengel, aber auf das jährliche Geschenkeschenken doch nicht verzichten wollt (oder dürft), dann passt vielleicht das Holy.Shit.Shopping: In Köln, Berlin, Hamburg und Stuttgart setzen hier die Marktstände an jeweils einem Adventwochenende das Nicht-Kitschige. Stylishes, Modernes, Individuelles, Designtes – Deko und Geschenkideen der anderen Art findet Ihr dann eher dort.

30.November + 1.Dezember Köln Sartory-Säle; 7. + 8. Dezember Berlin, ARENA Berlin;  14. + 15. Dezember Hamburg, Messehalle B1; 21. + 22. Dezember Stuttgart Phoenixhalle im Römerkastell; je 12-20 Uhr,  Eintritt: je 5 Euro, mehr Infos hier.


Diese Woche übrigens verlosen wir Eintrittskarten zu noch einem schönen Weihnachtsmarkt, am Schloss Bensberg in Bergisch-Gladbach. Also haltet die Augen offen!!!

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