Nachhaltigkeit, Reisen
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Kvilleken: Schwedens älteste Eiche


Die Sehnsucht nach blauem Himmel und grünen Bäumen ist offenbar nicht nur bei mir gerade groß. Schon wieder viel zu lange umgibt uns winterliches Dauergrau. Gerade fiel mir ein wenige Jahre altes Foto von Schwedens ältester Eiche in die Hände: Blau und Grün in Perfektion.Grau, grauer, am graueseten… Nicht nur gefühlt, nun auch offiziell soll dieser Winter einer der trübsten und lichtlosesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein. Ein Lichtblick in all dem Grau sind Blumen und schöne Bäume (oder wenigstens Bilder von ihnen). Wie die Eiche Kvilleken im schwedischen Småland.

Kindheit in der Wikingerzeit

Sie war noch ein ganz kleines, zartes Bäumchen, als in diesem Landstrich die Wikinger lebten: Die Kvill-Eiche, Kvilleken nach dem nahe gelegenen kleinen Nationalpark Norra Kvill oder Rumskulla-Eken nach dem Ort Rumskulla, gilt heute als Schwedens älteste Eiche. 900 bis 1000 Jahre soll sie alt sein, 13 bis 15 Meter beträgt ihr Umfang unten bzw. in Brusthöhe. Und damit ist sie nicht nur die älteste, sondern auch die mächtigste Eiche im Norden.

Grünes Symbol für Nachhaltigkeit

Ein Symbol auch für Nachhaltigkeit, hat sie doch ein ganzes Jahrtausend überdauert: Die Baum-Uroma nahe Vimmerby, Astrid Lindgrens Heimat, ist einfach beeindruckend. Sie steht inmitten einer offenen Kulturandschaft, umgeben von Weiden und Wäldern. Und auch, wenn ihre eine Stammhälfte schon tot ist und der Stamm mit metallenen Bändern zusammengehalten werden muss, strahlt dieser Baum so viel Kraft, Würde und Ruhe aus. Was mag die Stieleiche schon alles gesehen haben?

Hier sind übrigens ihre genauen Koordinaten: 57° 44′ 5″ N, 15° 37′ 44″ O

Und wer schonmal in der Gegend ist: Nicht den Nationalpark Norra Kvill etwas nördlich der Eiche verpassen! Den Rundweg durch den kleinen Urwald mit weiteren alten Bäumen (selten in dieser Gegend, in der Waldwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszeig ist und Bäume, sobald sie „erntereif“ sind, gefällt werden) ist man in zwei bis drei Stunden gegangen. Danach fühlt man sich nicht nur wunderbar entspannt, sondern hat auch bunte Erinnerungen für die nächsten grauen Winter gesammelt…

Mehr Tipps zu Schweden? Hier findet ihr 11 Tipps für Småland. Hier Ideen für Südschweden. Und Tipps für Westschweden, Göteborg und Stockholm.

Copyright: Glasperlengarten

GLASPERLENGARTEN hat übrigens aus gegebenem Anlass (die Meldung, WIE grau dieser Winter war und ist, hat so einige Leute aufgeschreckt) gerade die Aktion BUNT STATT GRAU ins Leben gerufen. Mit so einer fröhlichen Sammlung vernetzen wir uns natürlich ganz besonders gern!

 

1 Kommentare

  1. Auch an dieser Stelle noch mal Danke für Eure Verlinkung!
    Das viele Grau da draußen scheint gar keine Ende mehr zu nehmen, also werde ich nachher auch noch mal auf die Suche nach einer fröhlich bunten Aufmunterung gehen.
    Die uralte Eiche, die Ihr porträtiert habt, ist wunderwunderschön. Sie sieht wirklich sehr würdevoll aus. Ich liebe solch alte Bäume, wie überhaupt alle Bäume. Fast 1000 Jahre alt ist sie? Unglaublich. Zu schade, dass sie nicht erzählen kann, was sie in ihrem langen Leben schon alles erlebt hat.
    Liebe Grüße
    und ein schönes Wochenende (trotz Grau…)
    Inge

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