Familie, Reisen
Kommentare 2

Der November: Gedanken zu Reisen im späten Herbst und zwei Gedichte

Holland, Noordwijk

Gestern noch der grelle Sonnenschein, heut schon schüttet es wie aus Kübeln. Die Kälte zieht langsam aber sicher ins Land, der Winter steht längst vor der Tür, so typisch ist der November. Und doch scheint der Wechsel des Wetters einem zu Corona-Zeiten ganz besonders aufs Gemüt zu schlagen. Mit Wehmut denke ich zurück an die November der letzten Jahre. Oft war ich unterwegs – sei es nun alleine oder mit der Familie: die prächtige Blumeninsel Madeira, die raue Bretagne Frankreichs, die holländische Vogelinsel Texel, das gemütliche Noordwijk, das sonnige Palma de Mallorca. Fernweh vergeht nicht – gerade bei uns Reisefedern nicht – und das Reisen wird wieder kommen. Da bin ich mir sicher. Auch wenn es noch dauert.

Ein paar Schnappschüsse der besagten November-Trips der vergangenen Jahre. Schön waren sie und vielseitig! Und da kam mir doch noch ein – wenn auch etwas düsteres – Gedicht von Christian Morgenstern unter:

Novembertag
Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
Träumen Mensch und Erde.

Christian Morgenstern 

Der Dezember wird bald kommen, die Adventszeit vielleicht manch einen wieder ruhiger, besinnlicher und positiver stimmen – auch ohne Weihnachtsmärkte und vorweihnachtliche Feiern. Vergesst nicht die Engel:

Sie kommen noch immer durch den aufgebrochenen Himmel,
die friedlichen Schwingen ausgebreitet,
und ihre himmlische Musik schwebt
über der ganzen müden Welt.

William Shakespeare

Madeira

Wer mehr zum Herbst bei uns lesen möchte, hier unsere herbstlichen Wanderungen und ein leckeres Suppen-Rezept im Herbst. Und eine besinnliche Engel-Geschichte aus Augsburg. Genießt den Advent, genießt die Zeit mit euren Lieben!

2 Kommentare

Kommentar verfassen